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BDC-Veranstaltungen auf dem DCK 2026

In den nächsten Tagen startet der DCK 2026, einer der wichtigsten chirurgischen Kongresse des Jahres. Der BDC ist wieder mit seinem Stand in der Lounge der Fachgesellschaften vertreten und steht für Gespräche, eine kurze Verschnaufpause und Kaffee für alle bereit. Kommen Sie zum Austausch sehr gerne vorbei! Vor Ort zeigen wir Ihnen auch den neuen BDC-Messenger auf DoctolibConnect. 

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Alle BDC-Veranstaltungen finden Sie hier in der Übersicht. Der BDC-Justiziar Dr. Heberer bietet am Freitag, 24.04. von 10.00-12.30 Uhr am BDC-Stand eine Rechtsberatung an. Einen kostenfreien Terminslot können Sie als BDC-Mitglied unter lenz@bdc.de erhalten.

BDC-Sitzungen, Seminare & Workshops auf dem DCK 2026

Der BDC ermöglicht auch in diesem Jahr wieder den KidsClub.

 

HIER Klicken für mehr Informationen zum KidsClub 2026. Melden Sie Ihr Kind für die Kinderbetreuung an.

Ärztezahlstatistik der KBV für 2025: Anstellung in Teilzeitbeschäftigung steigend

Die Zahl der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ist im vergangenen Jahr auf 191.875 (+1,2 Prozent) gestiegen. Das geht aus der Arztzahlstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für 2025 hervor, die im März veröffentlicht wurde. Den größten Zuwachs verzeichnete der psychotherapeutische Bereich mit 3,7 Prozent, bei den Ärzten gab es ein Plus von 0,7 Prozent. Nur geringfügig gestiegen ist die Zahl der Hausärzte – und zwar um 0,6 Prozent auf knapp 56.000. Aufgrund des Trends zur Teilzeit sank die Zahl der vollen Sitze in der hausärztlichen Versorgung sogar um 0,1 Prozent.

Auch in anderen Fachgruppen hat die Zahl der Ärzte und Psychotherapeuten zugenommen, die in Teilzeit tätig sind. Im vorigen Jahr arbeiteten mehr als 70.000 in Teilzeit. Setzt sich die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre unverändert fort, würde ab 2039 die Mehrheit der Ärzte verkürzt arbeiten. Das heißt: Um die rund 25.000 vollzeittätigen Ärzte zu ersetzen, die in den kommenden 20 Jahren der ambulanten Versorgung fehlen werden, bräuchte es rund 50.000 Nachfolger.

Zur Langfassung der Pressemitteilung der KBV.

Bericht zur BDC-Mitgliederversammlung 2026 – mit Bildergalerie vom DCK

Die diesjährige Mitgliederversammlung des BDC am 24. April 2026 war geprägt von der Würdigung und Verabschiedung des bisherigen Vorstands sowie der Wahl der zukünftigen Verbandsspitze. Die anwesenden Mitglieder brachten ihre Anerkennung für das langjährige Engagement und die geleistete Arbeit durch anhaltenden Applaus zum Ausdruck und verabschiedeten die bisherigen Mandatsträger in einer wertschätzenden Atmosphäre.

BDC-Präsident Professor Hans-Joachim Meyer begrüßte zu Beginn der Veranstaltung die anwesenden Mitglieder. Bevor er über die Aktivitäten des Verbands im Jahr 2025 sowie im laufenden Jahr 2026 berichtete, stellte er die zwei neuen Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle vor: Frau Stella Lenz als Assistentin der Geschäftsführung und des Vorstands sowie Frau Jiajia Kong im Bereich Buchhaltung.

Inhaltlich lag im vergangenen Geschäftsjahr ein besonderer Schwerpunkt auf der Förderung des chirurgischen Nachwuchses und dem Einsatz für eine finanziell abgesicherte und qualitativ hochwertige Weiterbildung. Dazu tagte unter anderem die Weiterbildungskommission gemeinsam mit der DGCH und den Fachgesellschaften. Unsere Weiterbildungskampagne hat im Herbst 2025 ihren Abschluss gefunden. Die Kampagnenidee „Weil Chirurgie kein DIY ist“ soll sich in verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen zur Gewinnung junger Mitglieder verstetigen.

Im Bereich der Nachwuchsförderung stellte Professor Meyer den vom BDC für die jungen Chirurginnen und Chirurgen neu initiierten „Young Surgeons Club“ vor. Im YSC können sich Interessierte engagieren, ihre Themen einbringen und so die Belange der jungen Chirurgie im Verband sichtbar machen.
Professor Meyer berichtete des Weiteren über die Aktivitäten der BDC-Akademie, die stetig evaluiert und weiterentwickelt werden. Die BDC-Akademie bietet ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsformaten und bleibt ein zentraler Bestandteil der Verbandsarbeit. Professor Meyer begrüßte in diesem Zusammenhang den zukünftigen Akademieleiter Professor Andreas Kirschniak.

Durch intensive Presse- und Social-Media-Arbeit konnte die öffentliche Wahrnehmung des Verbands in den Fachmedien weiter aufrecht erhalten bleiben. Der BDC gilt bei berufspolitischen und chirurgischen Fragen nach wie vor als vertrauensvoller Ansprechpartner für Pressevertreter. Dass für den BDC-Journalistenpreis 38 meist hervorragende Beiträge eingereicht wurden, zeigt die Bekanntheit des Verbands in den Medien.

Auf berufspolitischer Ebene gingen Geschäftsführung und Vorstand erfolgreich in den Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung der fachärztlichen Weiterbildung. Zudem bringt sich der BDC in nationale und internationale Gremien ein, darunter die BG-Kommission sowie die UEMS Section Surgery.

Neue Services für die Mitglieder des BDC stellte Geschäftsführerin Dr. Friederike Burgdorf vor. Dazu gehört der Messenger BDC-connect, eine digitale Plattform für den fachlichen und berufspolitischen Austausch, der bereits von rund 450 Mitgliedern genutzt wird. Dr. Burgdorf präsentierte des Weiteren den Leitfaden zur chirurgischen Weiterbildung im Verbund, den der BDC exklusiv für BDC-Mitglieder entwickelt hat. Die Angebote sollen dazu beitragen, die Vernetzung und den Informationsaustausch innerhalb des Verbands zu stärken und die Mitglieder in ihrem beruflichen Alltag gezielt zu unterstützen.
Professor Meyer gab eine Übersicht über die Mitgliederentwicklung im Verband. Diese war im vergangenen Geschäftsjahr erneut leicht rückläufig, was vor allem auf altersbedingte Austritte zurückgeführt wird und einem allgemeinen Trend in ärztlichen Berufsverbänden entspricht. Erfreut zeigte er sich über den kontinuierlich steigenden Anteil von Chirurginnen: Ein Viertel der Mitglieder sind inzwischen weiblich.

Professor Meyer beendete seinen Vortrag mit der Ehrung der verstorbenen Chirurginnen und Chirurgen. Die Mitglieder erhoben sich für eine Schweigeminute.

Im Anschluss erfolgten die Wahlen des neuen Präsidiums. Die anwesenden Mitglieder wählten die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten mit großer Zustimmung. Die Abstimmungen verliefen offen und ohne Gegenstimmen. Zukünftiger Präsident wird Professor Dr. Dietmar Pennig, die beiden Vizepräsidenten werden Dr. Peter Kalbe und Professor Dr. Wolfgang Schröder. Auch die weiteren Mandatsträger in den Gremien des Verbands – darunter erweiterter Vorstand, Ehrenrat und Themenreferate – wählten die Mitglieder offen und mit breiter Zustimmung. Hier finden Sie das Organigramm (gültig ab Juli 2026).

Im Anschluss gab der Schatzmeister einen Einblick in den Jahresabschluss und informierte über die beschlossene Anpassung der Mitgliedsbeiträge. Für das vergangene Geschäftsjahr berichtete Dr. Hubert Mayer über ein moderates positives Betriebsergebnis. Der Verband wird sich in den nächsten Jahren auf steigende Ausgaben, insbesondere durch notwendige Investitionen in IT-Systeme und Verwaltungsstrukturen, einrichten. Zur weiteren Stabilisierung des Verbands muss in Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung sowie zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Angebote investiert werden.

Die Beitragsanpassung wird zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Hintergrund dieser Anpassung sind unter anderem der seit der letzten Beitragserhöhung im Jahr 2021 gestiegene Lebenshaltungskostenindex um 16,15 % sowie wachsende Anforderungen an Infrastruktur, IT und Verbandsleistungen. Insgesamt ergibt sich eine Anpassung von rund 15 %. Es wird auch eine Umgewichtung in der Beitragsstruktur geben: Zukünftig soll es eine stärkere Beteiligung höherer Karrierestufen geben bei gleichzeitiger Entlastung von Assistenzärztinnen und -ärzten, deren Beiträge deutlich reduziert werden. Dadurch soll der chirurgische Nachwuchs eine stärkere Unterstützung durch den BDC erfahren und sich möglichst frühzeitig mit dem Verband identifizieren.

Zum Ende der Mitgliederversammlung bedankte sich BDC-Präsident Professor Meyer für die gute Zusammenarbeit im Präsidium und mit den Mitgliedern. Er verabschiedete sich aus seinem Amt und wünschte dem zukünftigen Vorstand viel Erfolg.

       

DCK Kompakt 2025: Podcast von Surgeon Talk

Das Surgeon Talk Team ist beim 142. Deutschen Chirurgie Kongress in München ausgeschwärmt und hat eine Menge spannender Kurz-Interviews mitgebracht.

Stimmen, Trends und Perspektiven aus der Chirurgie: Burnout in der Chirurgie. Nachwuchsförderung. Digitale Tools. Schmerztherapie. Frauenförderung. Der DCK hat gezeigt: Die Themen, die die Chirurgie bewegen, sind so vielfältig wie die Menschen, die sie gestalten. Wir waren vor Ort, haben zugehört, nachgefragt und Stimmen eingefangen — von erfahrenen Expert:innen, jungen Ärzt:innen und engagierten Studierenden. In dieser Folge sprechen wir über Herausforderungen, Visionen und über das, was sich verändern muss — und kann. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie sich die Chirurgie von morgen anfühlt.

Hören Sie rein in:

  • Kurz-Interviews zu den Kongress Highlights
  • aktuelle chirurgische Trends
  • Entwicklungen in Weiterbildung, Forschung und Krankenversorgung
  • Herausforderungen und Chancen für die kommenden Nachwuchsärztinnen und -ärzte

Das vom BDC in Kooperation mit der DGCH entwickelte Format DCK Kompakt ist ein rund einstündiger Talk mit Experten und Expertinnen aus der Chirurgie. Hören Sie rein und bleiben Sie auf dem neuesten Wissensstand rund um das Thema Chirurgie!

Unsere Gäste:
Dr. med. Frauke Blaum
Kira Meißner
Prof. Dr. med. Katja Schlosser
Hans Christian Schmidt
Dr. Dilan Sinem Sert
Prof. Dr. med. Tim Vilz
Viktoria Witt
Yasmin Youssef
Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn

Moderator:innen
PD. Dr. med. Anna Duprée
Dr. med. Mara R. Goetz
Antonia Schumann, Medizinstudentin
apl. Prof. Dr. med. Benedikt Braun, MBA
Prof. Dr. med. Stephan M. Freys
Prof. Dr. med. Wolfgang Schröder, FACS, FEBS

Die im Podcast erwähnte Zusammenstellung der Anlaufstellen und Ressourcen Psyche & Sucht für Ärztinnen und Ärzte

Der Podcast DCK Kompakt 2025 wurde produziert mit freundlicher Unterstützung unseres Sponsors Medtronic

SURGEON TALK – Der BDC|Podcast

Chirurgisches Fachwissen auf den Punkt, interessante Fälle aus dem chirurgischen Alltag, Diskussionen von pratice-changing Publikationen, neue Ideen zur Karriereplanung oder auch mal ein Blick über den Tellerrand in der Gesundheitspolitik – in Surgeon Talk kommt alles auf den Tisch, was in der Chirurgie unter die Haut geht.

Hier geht´s zu allen Folgen auf Spotify

Rückblick auf den Deutschen Chirurgie Kongress 2025

Den diesjährigen 142. Deutschen Chirurgiekongress, der vom 26. – 28. März in München stattgefunden hat, konnten sowohl die Veranstaltenden als auch die Teilnehmenden als großen Erfolg verbuchen. Bereits im Vorfeld nahm die Presse relevante Themen wie beispielsweise die fachärztliche Weiterbildung und Vorbereitung der Chirurgie auf den Kriegs- und Krisenfall auf. Der BDC konnte mit sieben Sitzungen zu den Themen neue Weiterbildungsordnung, chirurgischer Nachwuchs, elektronische Patientenakte, Krankenhausreform, Notfallreform und Hybrid-DRG, Beruf und Karriere sowie KI in der klinischen Praxis zur Wissenserweiterung der Teilnehmenden beitragen. In den beiden BDC-Workshops zum DRG-System und zur Vorbereitung auf die Niederlassung erhielten Interessierte wertvolle Hinweise. Außerdem beteiligte sich der BDC an mehreren interdisziplinären Sitzungen mit DGCH, DGAV und CAAO zur onkologischen Viszeralchirurgie sowie den Hybrid-DRGs.

Zahlreiche Mitglieder trafen sich am BDC-Stand, der sich im Kreise der chirurgischen Fachgesellschaften befand, zum Austausch und zum Gespräch mit Mitarbeiterinnen der BDC-Geschäftsstelle. Trotz der teils schwierigen politischen und gesellschaftlichen Themen, die behandelt wurden, herrschte eine familiäre und positive Stimmung.

 

DCK 2025: Kongressstart in München – BDC-Sitzungen – KidsClub

Der diesjährige DGCH-Präsident Professor Dr. Udo Rolle lädt herzlich zum DCK 2025 ein. Das Motto lautet „Sichere Chirurgie für alle“. Gemeint ist damit größtmögliche Patientensicherheit durch den flächendeckenden und routinemäßigen Einsatz von chirurgischen Checklisten und Qualitätsstandards. Robotik und KI sowie neue Technologien in der Chirurgie stehen ebenfalls auf dem Programm. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Interdisziplinarität und der Austausch der verschiedenen chirurgischen Fachbereiche. Der BDC ist mit zahlreichen Sitzungen und Workshops vertreten. Für die Kinderbetreuung ist wieder der KidsClub eingerichtet!

DCK 2025_Übersicht BDC-Sitzungen-Workshops-MV_Rechtsberatung

DCK Sessionplaner

Anmeldung zum KidsClub Chirurgie

 

DGCH unterstützt Initiative zur Widerspruchslösung bei der Organspende

Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH) begrüßt die Bundesratsinitiative zur Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende in Deutschland. „Wir brauchen eine Kultur der Organspende, wie sie in anderen europäi-schen Nachbarländern existiert, aus denen wir Organe zur Transplantation importieren“, erklärt DGCH-Präsidentin Professor Dr. med. Christiane Bruns, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie der Universität Köln. Mit der Widerspruchslösung erhalte jeder Mensch die Möglichkeit, die Chance zu nutzen, anderen nach dem eigenen Tod zu helfen.

Auf Initiative Nordrhein-Westfalens planen mehrere Bundesländer, am 14. Juni 2024 eine Initiative zur Einführung der Widerspruchslösung in den Bundesrat einzubringen. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass künftig jeder Mensch automatisch als Organspendender in Frage kommt, es sei denn, er hat dem zu Lebzeiten schriftlich widersprochen oder einer der nächsten Angehörigen macht dies nach dessen Tod mündlich. Derzeit gilt in Deutschland die Entscheidungslösung, die auf der erweiterten Zustimmungslösung beruht – für die Organentnahme nach dem Hirntod eines Menschen ist demnach die aktive Zustimmung des Betroffenen zu Lebzeiten, die Zustimmung eines engen Angehörigen oder eines Bevollmächtigten nötig.

Um die Zustimmung zur Organspende zu erleichtern, wurde im Jahr 2020 zusätzlich ein elektronisches Organspende-Register beschlossen, in das jeder seine Entscheidung eintragen kann und das am 18. März 2024 schließlich an den Start ging. Bis zum 10. Juni 2024 hatten sich dort mehr als 127.000 Menschen mit einer Erklärung zur Organspende eingetragen. „Das klingt gut, ist aber längst nicht ausreichend und wird vermutlich nicht zum gewünschten Erfolg führen“, sagt DGCH-Generalsekretär Professor Dr. med. Thomas Schmitz-Rixen. Immer noch warten deutschlandweit etwa 8000 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan, von denen täglich drei auf der Warteliste versterben. 2023 wurden in Deutschland nur knapp 2.900 Organe von 965 Personen gespendet.

Aufgrund der massiven Lücke zwischen gespendeten Organen und Personen, die ein Spenderorgan benötigen, bezieht Deutschland über die internationale Vermittlungsstelle „Eurotransplant“ aus den europäischen Nachbarländern Organe zur Transplantation. In dem überwiegenden Teil dieser Länder gilt die Widerspruchslösung, unter anderem in Frankreich, Irland, Italien, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Dort ist das Spendenaufkommen deutlich höher: Während in Spanien die Wartezeit auf eine Spenderniere im Schnitt ein Jahr beträgt, warten Betroffene in Deutschland zwischen acht und zehn Jahre auf ein solches Organ.

„Dieses Missverhältnis ist nicht hinnehmbar, das sollten wir ändern“, betont Bruns. In Staaten mit Widerspruchslösung werde die Organspende als Chance gesehen, anderen Menschen nach dem eigenen Tod zu helfen. „Es stellt sich die Frage, ob wir Lebenschancen vertun – oder ein letztes Mal anderen helfen wollen“, ergänzt Schmitz-Rixen. Zumal fast jeder ein fremdes Organ annehmen würde, wenn er sich in einer solchen Situation befände. „Die Beschäftigung mit diesem Thema, mit der Entscheidung pro oder contra Organspende, ist durchaus zumutbar und nimmt den Druck von den Angehörigen“, so Schmitz-Rixen.

Das bereits existierende Organspende-Register könnte als wichtige Grundlage der Widerspruchslösung dienen. „Organspende-Ausweise werden häufig nicht gefunden“, erläutert Bruns. „Mit dem Register besteht hingegen eine sichere Dokumentationsmöglichkeit, auf die auch Ärztinnen und Ärzte zuverlässig Zugriff haben.“ Bei einer Widerspruchslösung kann man sich entscheiden, auch nur einzelne Organe oder Gewebe zu spenden. Ein Widerspruch gegen eine Organspende muss nicht begründet werden.

Quelle: DGCH

 

Chirurgieverband erwartet von der Politik schnelle Konstituierung und Weiterarbeit an den Reformen im Gesundheitssystem

Im Nachgang zur Bundestagswahl fordert der Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC), dass die in der vergangenen Legislaturperiode angestoßenen Reformen zügig weiterentwickelt und umgesetzt werden.

„Die Reform des Gesundheitssystems muss mit Priorität vorangetrieben werden. Ohne geht es nicht weiter, wenn wir den Versorgungsbedarf einer immer älter werdenden Bevölkerung auch in Zukunft abdecken wollen. Wir erwarten daher von der Politik, dass sich die Regierung schnell bildet und ihre Arbeit in der Gesundheitspolitik konstruktiv fortsetzt“, betont BDC-Präsident Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Meyer.

So sieht der Chirurgieverband im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) gute Ansätze, fordert aber, dass es gemeinsam mit den Ländern weiterentwickelt wird, um die zentralen Probleme anzugehen. „Unter anderem fordern wir, dass die Politik konkrete Lösungen für die Finanzierung der fachärztlichen Weiterbildung entwickelt. Chirurgischen Nachwuchs zu gewinnen, ist heute schon herausfordernd. Ohne eine geregelte, qualitativ hochwertige Weiterbildung werden uns zukünftig noch mehr angehende Fachärztinnen und Fachärzte abspringen“, erklärt BDC-Geschäftsführerin Dr. Friederike Burgdorf.

Die fachärztliche Weiterbildung und die Nachwuchssicherung gehören zu den Schwerpunktthemen der Sitzungen des Verbands beim diesjährigen Deutschen Chirurgiekongress, der vom 26. bis 28. März in München stattfindet. Für das Thema Krankenhausreform hat der BDC Professor Christian Karagiannidis, Mitglied des Expert:innenrats „Gesundheit und Resilienz“ der Bundesregierung, sowie den CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, als Sprecher eingeladen.

Im Rahmen der Krankenhausreform wird auch die Notfallreform zur Sprache kommen. „Es ist uns wichtig, der Politik zu signalisieren, dass das Notfallgesetz dringend verabschiedet werden muss. Für eine Patientensteuerung, die effizient ist und eine sinnvolle und gute Versorgung der Bevölkerung darstellt, ist es unabdingbar und sollte mit der Krankenhausreform selbstverständlich verzahnt sein“, betont Burgdorf.

Der Chirurgieverband fordert von der Politik, in die Ausarbeitung der Reformgesetze einbezogen zu werden. BDC-Präsident Meyer: „Unsere Chirurginnen und Chirurgen in Deutschland sichern die Grundversorgung auf dem Land und sind in der universitären Spitzenmedizin vertreten. Wir vertreten diese für die gesundheitliche Versorgungslandschaft wichtigen Fachkräfte und haben die nötige Expertise, um sich in beratender Funktion aktiv miteinzubringen.“

Zum Positionspapier des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC)

Save the Date: DCK 2021 DIGITAL vom 13. bis 16. April

Der Deutsche Chirurgenkongress ist mit rund 5.000 Besuchern jährlich das zentrale Forum der Chirurgie im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr findet der 138. Kongress erstmals als reiner Online-Kongress statt. Er wird getragen vom Motto “Kompetenz-Kreativität-Kommunikation”, das auf die wesentlichen Säulen chirurgischen und ärztlichen Handelns referiert.

Das Programm startet bereits in der Vorwoche mit dem Prä-Kongress, auf dem in Form von „RapidCommunication-Sessions“ die ePoster sowie die Abstracts der Sektion Chirurgische Forschung vorgestellt und präsentiert werden. Am 12. April 2021 finden Mitgliederversammlungen, die Preisträgersitzung sowie die Eröffnungsveranstaltung mit einer begrenzten Teilnehmerzahl als Präsenztag statt.

Zusätzlich ist am 12. April ein Präsenztag zur Kongresseröffnung, für Mitgliederversammlungen, Gremiensitzungen, die Preisträgersitzung der chirurgischen Forschung und einen Festvortrag im Kurfürstlichen Schloss geplant.

Aus vier TV-Studios am Standort Mainz wird vom 13. bis 16. April 2021 das gesamte Vortragsprogramm live übertragen und kann im Nachgang „on demand“ eingesehen werden. Jederzeit können die Teilnehmer aus vier parallelen Streams ihr Programm wählen. Durch interaktive Chatmodule, digitale Industriegeförderte wissenschaftliche Symposien, Expertentalks auf der begleitenden virtuellen Plattform (Login- geschützt) vernetzen sich Teilnehmer, Referenten und Industriepartner.

Das Kongressprogramm und die Anmeldung finden Sie auf der DCK-Website unter www.dck-digital.de