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Rabatt-Angebot für Kliniken bei BDC-Starterpaket

Um Kliniken in ihren Bemühungen um ihre angehenden Chirurginnen und Chirurgen zu unterstützen, erhalten sie bei einer Abnahme von fünf Starterpaketen einen Rabatt in Höhe von 15 Prozent. Unterstützen Sie Ihre Weiterbildungsassistent:innen mit einem BDC-Starterpaket und zeigen sich damit als attraktiven Arbeitgeber.

Was ist das BDC-Starterpaket:
Junge Mediziner:innen auf dem Weg zum Facharzt und zur Fachärztin für Chirurgie intensiv zu unterstützen, ist eine der Missionen des BDC. Deshalb haben wir ein neues Produkt an den Start gebracht, das diesen Weg unterstützt: das BDC-Starterpaket. Es ist ab sofort erhältlich und bietet folgende Inhalte:

-ein Weiterbildungsseminar der BDC|Akademie
-Einjährige Mitgliedschaft im BDC, dem Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V.
-6 Monate Vollzugriff mit allen Möglichkeiten auf die Lernplattform Amboss
-Teilnahme am DCK-Kongress in 2025

Das Paket hat einen Wert von mehr als 956 Euro – und kostet nur 399 Euro!

Unter folgender Webseite sind alle Paket- und Buchungsdetails aufgeführt:
www.bdc.de/karriere-jobs/starterpaket

Es gibt auch ein EXTRA-GOODIE
Treue lohnt sich! Mitglieder, die durch das BDC-Starterpaket Mitglied im BDC geworden sind und weiterhin Mitglied bleiben, erhalten vom BDC im dritten Mitgliedsjahr den DCK-Eintritt nochmal kostenfrei.

 

BDC-Starterpaket für Jungmediziner:innen erhältlich!

Junge Mediziner:innen auf dem Weg zum Facharzt und zur Fachärztin für Chirurgie intensiv zu unterstützen, ist eine der Missionen des BDC. Deshalb haben wir ein neues Produkt an den Start gebracht, das diesen Weg unterstützt: das BDC-Starterpaket. Es ist ab sofort erhältlich und bietet folgende Inhalte:

-ein Weiterbildungsseminar der BDC|Akademie
-Einjährige Mitgliedschaft im BDC, dem Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V.
-6 Monate Vollzugriff mit allen Möglichkeiten auf die Lernplattform Amboss
-Teilnahme am DCK-Kongress vom 24.04.-26.04.2024 in Leipzig

Das Paket hat einen Wert von mehr als 956 Euro – und kostet nur 399 Euro!

Unter folgender Webseite sind alle Paket- und Buchungsdetails aufgeführt:
www.bdc.de/karriere-jobs/starterpaket

Es gibt auch ein EXTRA-GOODIE
Treue lohnt sich! Mitglieder, die durch das BDC-Starterpaket Mitglied im BDC geworden sind und weiterhin Mitglied bleiben, erhalten vom BDC im dritten Mitgliedsjahr den DCK-Eintritt nochmal kostenfrei.

 

Kurs Funktionelle Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes

Wir freuen uns sehr darüber, den Kurs „Funktionelle Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes“ in dieser Form am Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk (EvKK) anbieten zu können. Als Teil des Exzellenzzentrums für Speiseröhren- und Magenchirurgie der Uniklinik Köln wurde das Kölner Refluxzentrum in das EvKK ausgelagert. Hier bieten wir das gesamte Spektrum der benignen Oberbauchchirurgie an. Schwerpunkt ist zudem die funktionelle Diagnostik zur weiteren Abklärung der Patient:innen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen aus der Gastroenterologie. So können wir im Refluxboard alle Patient:innen interdizisplinär besprechen und individuelle Behandlungskonzepte erstellen, die das gesamte Spektrum abdecken.

Ziel dieses zweitägigen Workshops ist es, Ihnen die standardisierten Abläufe und Prozeduren bei der Diagnostik und Behandlung der nicht onkologischen Speiseröhrenerkrankung näher zu bringen. Uns ist es dabei sehr wichtig, dass es Raum und Zeit geben wird für Diskussionen und Fragen rund um das Thema der gutartigen Speiseröhrenerkrankungen.

Wir hoffen, dass dieses Konzept Sie anspricht und freuen uns, Sie in Köln begrüßen zu dürfen.

Empfohlen für: Fachärztinnen/-ärzte, Chefärztinnen/-ärzte und niedergelassene Ärztinnen/Ärzte

Wann: 06. – 07. Juni 2024

Wo: Kölner Refluxzentrum am Evangelischem Krankenhaus Köln-Kalk (EvKK), Buchforststr. 2, 51103 Köln

Das Programm und die Anmeldung stehen auf den Seiten der BDC|Akademie bereit.

Mitglieder des BDC erhalten deutlich vergünstigte Teilnahmegebühren.

Passion Chirurgie im Mai 2024

Zur Ausgabe 05/2024: Adipositaschirurgie

Nur wenige Teilgebiete der Viszeralchirurgie haben sich in den letzten 20 Jahren so gewandelt wie die Adipositaschirurgie. Sie ist das Teilgebiet, in dem es zu einer stetigen Fallzahlsteigerung über die vergangenen Jahre gekommen ist. Unsere neue Ausgabe beleuchtet ab Seite 6 die täglichen Probleme in der Adipositaschirurgie.

Wenn Sie dieses Jahr nicht beim DCK in Leipzig dabei sein konnten, hören Sie gleich mal beim DCK Kompakt von Surgeon Talk rein. Kurzweilig und prägnant erfahren Sie in 60 Minuten, welche Themen dieses Jahr im Fokus standen. Hier entlang zu DCK Kompakt

Eine Empfehlung haben wir noch für unsere Assistenzärztinnen und –ärzte: Für das BDC|Seminar „Curriculum Basischirurgie“ vom 04. bis 06.07.2024 in Hamburg sind noch Plätze verfügbar. Gerne Weitersagen. Hier geht´s zur Information & Anmeldung

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen
Ihre PASSION CHIRURGIE-Redaktion

DCK Kompakt 2024: Podcast von Surgeon Talk

Der jährliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) ist einer der wichtigsten chirurgischen Kongresse und einer der Höhepunkte des chirurgisch akademischen Jahres. Innovationen aus Industrie und Forschung, gesundheitpolitische Forderungen und Veränderungen, klinische Trends in der chirurgischen Versorgung und zukünftige Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt der Chirurgie – hier werden sie an drei Tagen besprochen und diskutiert.

In diesem Jahr bieten wir Ihnen die Kongress Highlights in einer besonderen Form an: Das Podcast-Team Surgeon Talk des BDC war vor Ort und hat Themen, Stimmungen und Prognosen für Sie eingefangen. Hören Sie rein in:

  • Kurz-Interviews zu den Kongress Highlights
  • aktuelle chirurgische Trends
  • Entwicklungen in Weiterbildung, Forschung und Krankenversorgung
  • Herausforderungen und Chancen für die kommenden Nachwuchsärztinnen und -ärzte

Das vom BDC in Kooperation mit der DGCH entwickelte Format DCK Kompakt ist ein rund einstündiger Talk mit Experten und Expertinnen aus der Chirurgie. Hören Sie rein und bleiben Sie auf dem neuesten Wissensstand rund um das Thema Chirurgie!

Unsere Gäste:
Dr. med. Stefanie Brunner
PD Dr. med. Rabi Raj Datta
PD Dr. med. Tobias Fritz
Prof. Dr. med. Stephan Kersting
PD Dr. med. Rosa Klotz
Alessia Santamaria
Dr. med. Simone Schewe
Prof. Dr. med. Rolf-Detlef Treede
Prof. Richard van Hillegersberg
Dr. med. Caroline Vogel
Dr. med. Maria Willis

Moderator:innen
Antonia Schumann, Medizinstudentin
Dr. med. Mara R. Goetz
PD. Dr. med. Anna Duprée
apl. Prof. Dr. med. Benedikt Braun, MBA
Prof. Dr. med. Stephan M. Freys
Prof. Dr. med. Wolfgang Schröder, FACS, FEBS

Der Podcast DCK Kompakt 2024 wurde produziert mit freundlicher Unterstützung unserer Sponsoren

SURGEON TALK – Der BDC|Podcast

Chirurgisches Fachwissen auf den Punkt, interessante Fälle aus dem chirurgischen Alltag, Diskussionen von pratice-changing Publikationen, neue Ideen zur Karriereplanung oder auch mal ein Blick über den Tellerrand in der Gesundheitspolitik – in Surgeon Talk kommt alles auf den Tisch, was in der Chirurgie unter die Haut geht.

Hier geht´s zu allen Folgen auf Spotify

Fachärztliche Weiterbildung in Gefahr: Offener Brief an Lauterbach

In einem gemeinsamen offenen Brief haben der Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC), die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA) sowie die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit Forderungen zur fachärztlichen Weiterbildung konfrontiert. In dem Schreiben machen die Verbände deutlich, dass ihnen die zukünftige Sicherstellung der ärztlichen Weiterbildung, gekoppelt mit einem sich stetig verschärfenden Fachkräftemangel im ärztlichen Bereich, Sorge im Hinblick auf eine qualifizierte Patientenversorgung in der Zukunft machen. Neben ihren Forderungen machen die Verbände konkrete Vorschläge, wie die Weiterbildung im ärztlichen Bereich zukünftig adäquat abgebildet und finanziert werden kann.

Die Verbände machen darauf aufmerksam, dass die geplanten Reformen, insbesondere die Ambulantisierung, die Rahmenbedingungen für die ärztliche Weiterbildung beeinflussen. Darüber hinaus würde die Finanzierung der Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen nach wie vor eine untergeordnete und wenig differenziert betrachtete Rolle spielen. Die Verbände verlangen eine angemessene finanzielle Unterstützung und strukturelle Maßnahmen, um die Weiterbildungskosten zu refinanzieren und sicherzustellen. Außerdem solle die Weiterbildung in klinischen und ambulanten Einrichtungen gleichermaßen gefördert werden. Es sei wichtig, dass die Kosten transparent und trägerunabhängig refinanziert werden und den Einrichtungen zugewiesen werden, in denen die Weiterbildung tatsächlich stattfindet. Dabei betrachten sie die Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – auch, um den steigenden Behandlungsbedarf einer älter werdenden Gesellschaft zu decken. Sie halten es somit für unerlässlich, zumindest einen Teil der Weiterbildungskosten aus Steuermitteln zu finanzieren.

Zur Umsetzung haben BDC, DGCH, BDA und DGAI konkrete Vorschläge: Zunächst könnten in einer ersten Stufe die Kosten für die ärztliche Weiterbildung durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) in den DRG-Kalkulationskrankenhäusern differenziert erhoben und in einem Fonds abgebildet werden. Die Erlösanteile sollten dann den Kliniken zukommen, die die Weiterbildung durchführen. Ein ähnliches fondsbasiertes System könnte auch für ambulante Weiterbildungsstellen entwickelt werden. Dies würde es ermöglichen, die geplante Vorhaltevergütung für Krankenhäuser um einen Zuschlag zu ergänzen, der nach Anzahl der Weiterbildungsstellen gestaffelt ist und nur Kliniken zugutekommt, die Facharztweiterbildungen anbieten. Für die Förderung der Weiterbildung im vertragsärztlichen Bereich sei es außerdem kurzfristig erforderlich, im § 75a des SGB V in Absätzen 4 und 9 die Begrenzung der finanziellen Förderung auf die grundversorgenden Fachärzte zu streichen und es somit zu ermöglichen, dass auch die zunehmend in den ambulanten Bereich verlagerten einfachen operativen Eingriffe im Rahmen der fachärztlichen Weiterbildung erbracht werden können.
Für Gespräche mit Gesundheitsminister Lauterbach stellen sich alle vier unterzeichnenden Verbände jederzeit zur Verfügung.

Zum offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

BDC|Bayern: Gesundheitspolitische Stunde und Einladung zur Jahrestagung 2024

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf diesem Wege darf ich Sie in meiner Eigenschaft als Landesvorsitzender des Regionalverbandes des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgie zur Teilnahme an der 101. Tagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgie in Memmingen motivieren. Traditionsgemäß wird es eine Gesundheitspolitische Stunde geben, die sich auf Grund der anhaltenden Aktualität in Form einer Podiumsdiskussion nur mit einem Thema beschäftigen wird: der von Gesundheitsminister Lauterbach angekündigten Krankenhausreform!
Noch ist vollkommen unklar, wie diese Reform, die vom Minister selbst mit dem verstörenden Begriff einer „Revolution“ betitelt wurde, umgesetzt werden soll. Nur eines ist sicher: nach der Teuerungsrate der letzten 18 Monate schlittern mehr und mehr Krankenhäuser ins Minus. Die Defizite sind zum Teil erheblich und belasten die kommunalen Haushalte. Die frei-gemeinnützigen Träger, die sich nicht über Gelder Dritter refinanzieren können, ächzen unter den schwierigen Finanzierungsbedingungen, und auch den privaten Trägern bläst unter den gegebenen Umständen der Wind strenger denn je ins Gesicht. Die Parlamentarische Staatsekretärin aus dem Gesundheitsministerium, Frau Sabine Dittmar, MdB, wird in das Thema „Krankenhausreform und Ambulantisierung“ einführen. Wir werden mit professioneller Moderation von Nikolaus Nützel vom Wirtschafts- und Sozialpolitikressort des Bayerischen Rundfunks die aktuellen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die stationäre Versorgung in Bayern diskutieren. Sie können sich darauf verlassen: das wird spannend und ist für alle Chirurginnen und Chirurgen in Führungsverantwortung in Bayern eine Pflichtveranstaltung, um in diesen bedrohlichen Zeiten auf der Höhe der Zeit zu bleiben!

Freitag, 12. Juli 2024
12:30 bis 13:45 Uhr
Stadthalle Memmingen, Großer Saal

Im Anschluss an die Berufspolitische Stunde wird von 13:45 bis 14:15 Uhr im Orchestersaal die jährliche Mitgliederversammlung des BDC|Bayern stattfinden, zu der ich Sie auch herzlich einladen möchte.

Mit besten kollegialen Grüßen

Prof. Dr. Matthias Anthuber
Vorsitzender BDC|Bayern

BDC|Bayern - Programm Jahrestagung 2024

Gemeinsames Treffen des BDC|Westfalen-Lippe und BDC|Nordrhein am 16.05.2024

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

zum erstmaligen gemeinsamen Treffen des BDC-Landesverbands Westfalen-Lippe und des BDC-Landesverbands Nordrhein, sowie anderen Interessierten, wieder eingebettet in die Viszeralmedizin NRW-Tagung, laden wir Sie sehr herzlich für den 16. Mai 2024 in das Kongresszentrum Dortmund ein.

Der Kongress steht unter dem Motto „Begeisterung Viszeralmedizin“. Diesem Motto möchten wir auch gerne als BDC nachkommen und haben sowohl berufspolitisch als auch klinisch interessante Themen vorbereitet, die sie dem unten eingefügten Programm entnehmen können.

Für alle BDC Mitglieder ist diese Sitzung kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Datum: 16.05.2024
Uhrzeit: 16:00 – 17:30 Uhr
Ort: Kongresscenter Dortmund Saal 6

Für alle BDC-Mitglieder ist diese Sitzung kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Für den Besuch aller anderen Kongress-Sitzungen bitten wir um Anmeldung unter www.viszeralmedizin-nrw.de.

Mit freundlichen Grüßen Ihr
Vorstand der BDC-Landesgruppen Westfalen-Lippe und Nordrhein

Dr. med. Björn Schmitz
Vorsitz Westfalen-Lippe
Dr. med. Sven Gregor
Vorsitz Nordrhein
Prof. Dr. med. Bertil Bouillon
1. Stellv. Vorsitz Nordrhein
Prof. Dr. med. Michael Aufmkolk
Regionalvertreter NL-Westfalen-Lippe
PD. Dr. med. Peter Fellmer
2. Stellv. Vorsitz Nordrhein

Gut gedacht – schlecht gemacht

Gravierende handwerkliche Defizite des Gesetzgebers und die offenbar nicht ausreichende fachliche Expertise drohen nach Ansicht des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC) zu einem Scheitern des an sich sinnvollen Vorhabens der Ambulantisierung im Gesundheitssystem zu führen. Letztlich habe die durch eine Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministers versuchte Umsetzung des Gesetzes ihr Ziel verfehlt.

„Was vielen nicht bewusst ist: Die Einführung der sogenannten Hybrid-DRG führt zunächst einmal zu einer gesetzlich verfügten Absenkung einzelner Krankenhausvergütungen. Und ob sie der niedergelassenen Ärzteschaft finanzielle Vorteile bringt, ist derzeit mehr als fraglich“, erläutert Dr. Jörg-A. Rüggeberg, Vizepräsident des BDC. Das Thema war beim diesjährigen Deutschen Chirurgie Kongress, der vergangene Woche in Leipzig stattfand, ein berufspolitischer Schwerpunkt, der vielen Teilnehmenden unter den Nägeln brennt.

Die Situation: Zum Jahresstart 2024 wurden über den §115f SGB V sechs sogenannte Hybrid-DRG eingeführt, über die eine überschaubare Anzahl von Eingriffen zukünftig gleich bezahlt werden, unabhängig davon, ob diese stationär oder ambulant erbracht werden. Diese Eingriffe können in den Kliniken daher nicht mehr zu den besseren Vergütungen der stationären Versorgung abgerechnet werden, wie es bisher der Fall war.

Die Hybrid-DRG gelten auch für den vertragsärztlichen Sektor. Hier wurde versäumt, rechtzeitig Regelungen für die Modalitäten der Abrechnung zu entwickeln. „Die Krankenkassen sehen sich angeblich nicht in der Lage, die EDV-technischen Voraussetzungen vor dem 1. Januar 2025 einzurichten. Für Praxen und MVZ würde das bedeuten, dass das Geld erst bis zu einem Jahr nach der Leistungserbringung fließen würde. Gerade in den wirtschaftlich eher kleineren Einrichtungen der Vertragsärzte bedeutet ein derartiger Aufschub einen massiven Liquiditätsverlust mit existenzbedrohenden Folgen“, so Rüggeberg.

Ebenso unschön: Es soll zwar gesetzlich verankert eine sektorengleiche Vergütung geben, dies führt laut BDC jedoch nicht zu sektorengleichen Kosten: Da eine Hybrid-DRG sämtliche mit dem Eingriff verbundenen Kosten umfasst, sind damit auch die so genannten Sachkosten, insbesondere für im Körper verbleibende Implantate abgegolten. „Diese Sachkosten sind im niedergelassenen Sektor, insbesondere in der Chirurgie, um ein Mehrfaches höher als in den Kliniken und verzehren im Einzelfall mehr als die Hälfte des Honorars. Wenn hier keine sinnvolle Lösung gefunden wird, werden solche Leistungen zukünftig nicht mehr angeboten werden“, prognostiziert Rüggeberg. „Da aber außer den Hybrid-DRG keine andere Abrechnungsmöglichkeit besteht, wird daher möglicherweise ein ganzer Versorgungsbereich wegfallen.“ Sein Fazit: Der im Koalitionsvertrag verankerte Grundsatz einer sektorengleichen Vergütung zur Förderung einer vermehrten Ambulantisierung sei im Ansatz richtig. Aber: „Wer einen Fesselballon aufsteigen lassen will, sollte den Korb nicht vergessen. Sonst steigt niemand ein.“

Krankenhausreform: Der BDC fordert bessere Rahmenbedingungen für die ärztliche Weiterbildung im Gebiet Chirurgie

„Wer kann mich in Zukunft überhaupt noch wo und wie operieren?“ Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V. möchte verhindern, dass diese Frage künftig bei Patientinnen und Patienten zum Standard wird. Seine Forderung ist daher: Weiterbildung darf nicht länger von der Politik ignoriert werden, sondern muss zwingend zum Kernthema der Krankenhausreform werden, weil sonst künftig der chirurgische Nachwuchs schlicht fehlt. Für die chirurgischen Verbände ist die fachärztliche Weiterbildung eines der berufspolitischen Hauptthemen beim diesjährigen Deutschen Chirurgie Kongress im April.

„Um auch in Zukunft eine adäquate medizinische Versorgung sicherzustellen, darf es keinen Verlust einer qualitativ hochwertigen Weiterbildung geben. Das müsste allen Beteiligten im Gesundheitswesen bewusst sein. Umso schwerer ist es für uns, nachzuvollziehen, dass die Politik die fachärztliche Weiterbildung bisher kaum berücksichtigt“, betont der Präsident des BDC, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Meyer.

Der BDC befürchtet, dass bei weiterem Hinausschieben einer Anpassung der fachärztlichen Weiterbildung im Rahmen der geplanten Krankenhausreform sowohl die Weiterzubildenden als auch die zur Weiterbildung Befugten mit zunehmend komplizierten Vorgaben konfrontiert werden, die die Weiterbildung im Gebiet Chirurgie erschweren und damit unattraktiv machen. So bestehe unter anderem die Gefahr, dass sich die Weiterbildung zum Facharzt verzögert und obendrein noch finanzielle Einbußen in Kauf genommen werden müssten.
Um dem chirurgischen Nachwuchs eine qualitativ hochwertige, strukturierte und entsprechend finanzierte Weiterbildung anbieten zu können, braucht es laut dem chirurgischen Berufsverband bestimmte Bedingungen. Diese hat er gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und den chirurgisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften als Kernanforderungen gemeinsam mit Lösungsansätzen zusammengefasst:

  • Die Weiterbildungsstätten müssen mit ihren Angeboten zu Inhalten und Kompetenzerwerb in einem digitalen Verzeichnis einsehbar sein. Zudem sollten lokale und regionale Weiterbildungsverbünde aufgelistet sein, um die Rotationsmöglichkeiten realistisch und zeitentsprechend gestalten zu können
  • Voraussetzung für solche Weiterbildungsverbünde sind rechtssichere Arbeitsverträge, Angleichung der Gehälter und Klärung der Berufshaftpflicht für die Weiterzubildenden bei Orts- bzw. Arbeitgeberwechsel
  • Die Beantragung und Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis sollte unbürokratisch erfolgen und auch modular möglich sein, vor allem bezüglich der Inhalte. Die verschiedenen Leistungsgruppen müssen natürlich berücksichtigt werden und damit auch einer dynamischen Entwicklung ihrer Differenzierung nachfolgen können
  • Eine adäquate und transparente Refinanzierung für die Weiterbildungsstätten der noch zu eruierenden Kosten sollte durch verschiedene Institutionen oder über eine Stiftung erfolgen, wie bereits in einigen europäischen Nachbarländern praktiziert
  • Bezüglich der Refinanzierung der Weiterbildung könnte im stationären Bereich bei den geplanten Vorhaltepauschalen eine finanzielle Zulage exklusiv für die Kliniken erfolgen, die eine fachärztliche Weiterbildung anbieten und in realiter auch durchführen
  • Im vertragsärztlichen Sektor ist eine finanzielle Weiterbildungsförderung grundsätzlich auch für das Gebiet Chirurgie und somit für die operativ tätigen Praxen und medizinischen Versorgungszentren zu öffnen

Die berechtigten Forderungen der nachfolgenden Medizinergeneration mit einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Freizeit sollte berücksichtigt und ausgebaut werden, wie flexible Arbeitszeiten, Voll- oder Teilzeitmodelle wie auch Lebensarbeitskonten und Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsstätten.
„Gangbare Lösungsansätze haben wir gegeben und stehen für fachliche Beratung zur Verfügung. Nun fordern wir, dass Politik und Instanzen im Gesundheitssystem endlich handeln. Ziel muss es sein, die Weiterbildung in dem Gebiet Chirurgie wieder attraktiver zu gestalten, damit wir auch in Zukunft gut ausgebildete Operateurinnen und Operateure in OP und Praxis haben“, so Meyer.

Zum Positionspapier Weiterbildung des BDC, der DGCH und der chirurgischen Fachgesellschaften

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