Herzlichen Glückwunsch der neu gewählten Vorstandsspitze des BDC-Landesverbands Berlin! Am vergangenen Samstag fand die Wahl während der gemeinsamen Frühjahrstagung von ANC, BDC|Brandenburg und BDC|Berlin statt.
Die neue Doppelspitze besteht aus:
Dr. med. Marie Samland und Dr. Karsten Mann
2. Vorsitzender: Dr. Ralph Lorenz
Regionalvertreter: Dr. Max von Seebach
und stellvertr. Regionalvertreter: Dr. Gunnar Peters.
Ein herzliches Dankeschön geht an die bisherige Leitung Dr. Katharina Paul-Promchan und Dr. Ralph Lorenz!
Wir freuen uns über ein tatkräftiges Team, das die brennenden berufspolitischen Themen
wie Weiterbildung, Krankenhausreform, Sektorenvernetzung oder auch die Hybrid-DRGs für Berlin und Brandenburg angehen will.
Der BDC wünscht dem neu gewählten Vorstand viel Freude und Erfolg bei seiner Arbeit!
Hands on: Trainingskurs für die minimalinvasive Chirurgie im Olympus Center Hamburg am 11.-12. Juni 2026
Im Kurs wird zuerst ein kurzer Überblick über die Prinzipien der Laparoskopie sowie die Geräte und Instrumente gegeben. Danach
werden Kenntnisse im Bereich Kameraführung und Koordination im 2D-Bild sowie Nähen, Knoten und Schneiden mit Basisübungen im
Boxtrainer, am perfundierten Organmodell und mit dem Computersimulator eingeübt.
Was erwartet Teilnehmende?
Interaktive Schulungseinheiten
Simulationen und praktische Übungen
Basiseingriffe und anspruchsvollere Eingriffe und Anastomosentechniken
Fokus auf Präzision, Sicherheit und Effizienz
Für wen eignet sich der Kurs?
Geeignet ist der Kurs vor allem für Weiterbildungsassistent:innen und als Refresher für Fachärztinnen -und ärzte.
Der Kurs wird als CAMIC1 im Rahmen des CAMIC-Curriculums für das BDC-Zertifikat “Laparoskopische Chirurgie” angerechnet.
Junge Mediziner:innen auf dem Weg zum Facharzt und zur Fachärztin für Chirurgie intensiv zu unterstützen, ist eine der Missionen des BDC. Deshalb haben wir ein neues Produkt an den Start gebracht, das diesen Weg unterstützt: das BDC-Starterpaket. Es ist ab sofort erhältlich und bietet folgende Inhalte:
ein Weiterbildungsseminar der BDC|Akademie
Einjährige Mitgliedschaft im BDC, dem Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V.
6 Monate Vollzugriff mit allen Möglichkeiten auf die Lernplattform Amboss
Teilnahme am DCK-Kongress 2026
Das Paket hat einen Wert von mehr als 956 Euro – und kostet nur 399 Euro!
Es gibt auch ein EXTRA-GOODIE
Treue lohnt sich! Mitglieder, die durch das BDC-Starterpaket Mitglied im BDC geworden sind und weiterhin Mitglied bleiben, erhalten vom BDC im dritten Mitgliedsjahr den DCK-Eintritt nochmal kostenfrei.
Unser Format BDC|Schnittstelle präsentiert in regelmäßigen Abständen Persönlichkeiten mit wichtigen Funktionen im BDC. Heute im Fokus: Dr. Matthias Krüger, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Landesverbandsvorsitzender des BDC|Sachsen-Anhalt.
1. Welchen Auftrag haben Sie sich für Ihren Landesverband persönlich auf die Fahne geschrieben. Was sind Ihre Pläne in Sachsen-Anhalt?
Zusammen mit dem Vorstand strebe ich eine stärkere Verzahnung der Mitglieder Sachsen-Anhalt mit den gesundheitlichen Themen des Landes Sachsen-Anhalt an. Weiterhin plane ich eine Professionalisierung der Verbandsarbeit an den Themen- und Problemfeldern der chirurgisch-ländlichen Versorgungsrealität. Ziel ist es eine stärkere Anbindung der Mitglieder an den BDC durch regelmäßige Veranstaltungen, gern als Hybridformat mit den anderen Landesverbänden Mitteldeutschlands. Hierzu werden ich – gemeinsam mit dem Vorstand – in den nächsten Wochen und Monaten intensive Gespräche führen und Konzept erarbeiten. Eine Befragung der Mitglieder des Landesverbandes Sachsen-Anhalt zu diesen Themenfeldern unter dem Motto: Was wünsche ich von meinem Landesverband? Soll die Grundlage dafür sein. Ich möchte den intersektoralen und interprofessionalen Austausch mit allen Protagonisten fördern und sowohl mit den Leistungsträgern aber auch mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ausbauen. Am Ende soll ein starkes berufspolitisches Netzwerk aus allen an der Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt beteiligten Akteuren entstehen.
2. Welches Thema liegt Ihnen in den nächsten Jahren besonders am Herzen? Mir liegen folgende 5 Themenfelder besonders am Herzen:
– Fachkräftemangel im Gesundheitswesen
– Chirurgische Aus- und Weiterbildung (Finanzierung, Verbundweiterbildung, Möglichkeiten der intersektoralen Weiterbildung)
– Gesamte Gebiet Krankenhausreform insbesondere einer flächendeckenden Sicherstellung der chirurgischen Versorgungsqualität (Leistungsgruppen)
– Stärkere Verzahnung von Ökonomie und Medizin im Sinne einer Stärkung der medizinischen Excellence in den Führungsgremien von Gesundheitseinrichtungen
– Modernisierung des Landesverbandes – Mitmachen-Mitgestalten-Versorgung sichern
3. Wie möchten Sie die Themen mit dem BDC anpacken? Wen und was benötigen Sie dafür? Welche sind zu überwinden? Die Bearbeitung der Themen und deren erfolgreiche Umsetzung sind stark von dem Engagement der Mitglieder abhängig. Diese gilt es für den Landesverband und für die Berufspolitik zu motivieren. Die alltägliche Belastung der Chirurginnen und Chirurgen in Weiterbildung, als Fach-, Ober- und Chefärzte sind mitunter enorm und lassen hier scheinbar wenig Spielraum. Der ökonomische Druck spaltet mitunter Ökonomie und Medizin. Die Gespräche auf Führungsebene werden kontroverse. Nicht nur die Themen und Problemfelder ansprechen, sondern auch aktiv mitanpacken muss das Ziel sein. Dafür müssen geeignete Formate neu gedacht und etabliert werden. Wir stehen vor enormen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewerkstelligen können.
4. Welche Verantwortung und welchen spezifischen Einfluss auf die Politik hat der BDC als berufspolitischer Vertreter aller Chirurginnen und Chirurgen und haben speziell die Landesverbände aus Ihrer Sicht? Leider muss ich feststellen, dass unser Einfluss auf die Politik in den letzten Jahren stark gesunken bis nahezu null ist. Die Politik scheint uns als Interessensgruppe nicht mehr richtig wahrzunehmen. Ursache ist hier sicherlich, dass es uns nicht gelungen ist als „Einheit der Chirurgie“ aufzutreten. Die diesbezüglichen jahrelangen Bemühungen des BDC waren nicht ausreichend erfolgreich. Die Besitzstandswahrungen der einzelnen
Interessensgruppen waren scheinbar zu groß. Die Verlustaversionen verhinderten zeitweise eine starke gemeinsame Stimme. Hier muss der BDC wieder klar als berufspolitische Stimme auftreten. Aus meiner Sicht haben die Landesverbände die Verantwortung, sich zu einer starken Stimme unter dem Motto: Chirurgie gestaltet Versorgung durch den Aufbau eines starken intersektoral-interprofessionalen Netzwerkes aus Landespolitik, Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln. In der „Versorgungsallianz Gesundheit“ sind alle Interessierten eingeladen mitzumachen.
5. Was wünschen Sie sich für deinen Landesverband, den BDC und deine Arbeit in den nächsten Jahren nach innen und nach außen? Für den Landesverband wünsche ich mir einen lebendigen und engagierten Landesverband, der sich traut, auch unangenehme gesundheitspolitische Positionen im Interesse unserer Mitglieder anzusprechen, zu diskutieren aber auch Lösungen zu erarbeiten.
Mein Slogan für Sachsen-Anhalt ist: „Chirurgie braucht Engagement. Unseres.“
Für den BDC insgesamt wünsche ich mir:
Innen
1. Ausbau der Transparenz für die Mitglieder der Arbeit des BDCs in der Gremienarbeit
2. Controlling der Effizienz der Gremienarbeit
3. Modernisierung der Vereinsstruktur und ggf. Überprüfung der Vereinsziele
Außen
1. Stärkere Förderung des chirurgischen Nachwuchses – Ohne Nachwuchs keine Versorgung
2. Starke Stimme für verlässliche gesundheitspolitische Rahmenbedingungen – Versorgung braucht politische Verlässlichkeit
3. Aufbau eines starken Netzwerkes alle an der Gesundheitsversorgung beteiligten Partner – Partnerschaft für die Zukunft der Chirurgie
6. Warum lohnt sich als Mitglied ein Engagement im BDC und wer kann/sollte für ein Mandat kandidieren? Ein Engagement im BDC lohnt sich, weil berufspolitische Entscheidungen unseren Alltag unmittelbar beeinflussen – Arbeitsbedingungen, Weiterbildung, Krankenhausstrukturen oder Vergütung. Wenn wir diese Themen nicht selbst mitgestalten, werden sie von anderen entschieden. Der BDC bietet die Möglichkeit, die Zukunft der Chirurgie aktiv mitzuprägen und sich gleichzeitig mit engagierten Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen. Die Akademie ist seit Jahren ein Garant für qualitative Fort- und Weiterbildung. Ich wünsche mir, dass sich künftig noch mehr Kolleginnen und Kollegen für ein Mandat im Verband zur Verfügung stellen – aus Klinik und Praxis, aus unterschiedlichen chirurgischen Disziplinen und besonders auch aus der jüngeren Generation. Der Verband lebt von der Vielfalt der Perspektiven. Der BDC ist über viele Jahre von sehr erfahrenen Persönlichkeiten geprägt worden, denen wir viel zu verdanken haben. Gleichzeitig ist es wichtig, dass nun auch jüngere Kolleginnen und Kollegen Verantwortung übernehmen und neue Ideen einbringen. Es geht nicht darum, die Lebensleistung der „Alten“ in Frage zu stellen, sondern darum, auf diesem Fundament gemeinsam die Zukunft der Chirurgie weiterzuentwickeln.
Berufspolitik braucht Erfahrung – aber sie braucht genauso neue Perspektiven und Engagement.
Kurzporträt Dr. Matthias Krüger
Dr. Matthias Krüger ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit besonderer Expertise in der kolorektalen Chirurgie. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich klinisch und wissenschaftlich mit Erkrankungen des Kolons und Rektums sowie von Beckenbodenfunktionsstörungen nach operativen Eingriffen.
Neben seiner operativen Tätigkeit gilt sein Interesse der Weiterentwicklung von Qualität, Sicherheit und Organisation in der Medizin. Fragen des klinischen Risiko- und Qualitätsmanagements sowie die
gesundheitsökonomischen Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems auf Klinik-, Landesund Bundesebene bilden einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit.
Mit seinem Master of Arts in Health Business Administration verbindet er medizinische Expertise mit ökonomischem Verständnis. Sein Anliegen ist es, eine gemeinsame Sprache zwischen Medizin und Ökonomie zu entwickeln, um klinische Qualität, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und strategische Krankenhausentwicklung besser miteinander zu verbinden. Darüber hinaus engagiert er sich für moderne Führung im Gesundheitswesen. Als Netzwerkexperte und systemischer Businesscoach für Führungskräfte setzt er sich für zeitgemäße Führungsinstrumente, interdisziplinäre Zusammenarbeit und starke professionelle Netzwerke im Gesundheitssystem ein.
Sein berufspolitisches Engagement begann bereits während der Assistenzarztzeit im Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC). Dort engagierte er sich früh in der Nachwuchsförderung und war Mitglied des Präsidiums. Sein Ziel war und ist es, jungen Chirurginnen und Chirurgen eine stärkere Stimme in der Berufspolitik zu geben. In diesem Zusammenhang war er auch Mitbegründer des Bündnisses Junge Ärzte.
Heute ist Dr. Matthias Krüger Landesvorsitzender des BDC in Sachsen-Anhalt und befindet sich in seiner zweiten Legislaturperiode. Sein besonderes Anliegen ist es, die chirurgische Versorgung – insbesondere in einem Flächenland – aktiv mitzugestalten und den Dialog zwischen Chirurgie, Politik und allen Partnern der Gesundheitsversorgung zu stärken.
FA für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Zusatzqualifikation: spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie, Notfallmedizin
Master of Arts Health Business Administration
Klinischer Risikomanager
Lehrbeauftragter Chirurgie im Studiengang Physician Assistance an der Hochschule Anhalt, Köthen
Systemischer Businesscoach (Quadriga University)
Externer Fachauditor DIN ISO En 9001-2015 und Organzentren
Berlin, den 30.04.2026 – Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC) hat in der Mitgliederversammlung im April sein neues Präsidium gewählt.
Präsident des größten Chirurgieverbands in Deutschland und Europa wird Professor Dr. Dietmar Pennig. Der Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg war in den letzten acht Jahren Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Erneut zum Vizepräsidenten gewählt wurde der niedergelassene Chirurg und Durchgangsarzt Dr. Peter Kalbe. Ebenfalls zum Vizepräsidenten ernannt wurde der Viszeralchirurg Professor Dr. Wolfgang Schröder. Auch er blickt auf eine lange Funktionstätigkeit im BDC zurück: So war er bis 2026 als Akademieleiter im Verband tätig. Die drei Chirurgen treten ihr Amt ab Juli 2026 offiziell an.
Der BDC deckt mit seinem neuen Präsidium wichtige Bereiche seiner Mitgliederstruktur ab: Die zukünftigen Präsidenten vertreten sowohl die großen Fachrichtungen Allgemein-/Viszeralchirurgie und Orthopädie/Unfallchirurgie als auch den Praxis- und Klinikbereich. Pennig: „Auf das neue Präsidium, die Geschäftsstelle und die Mandatsträger im BDC kommen große Aufgaben zu. Die Entwicklung des Gesundheitssystems und die damit einhergehenden Reformen werden strukturell gravierende Auswirkungen auf das Fach Chirurgie sowie Chirurginnen und Chirurgen haben. Wir werden uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass unsere Chirurgie ein spannendes, innovatives und attraktives Berufsfeld bleibt.“
Im Rahmen der Mitgliederversammlung verabschiedete sich der BDC von seinem bisherigen Präsidenten Professor Dr. Hans-Joachim Meyer sowie vom langjährigen Vizepräsidenten Dr. Jörg-A. Rüggeberg. Der neue Vorstand und die Mitglieder dankten beiden Chirurgen ausdrücklich für ihr über viele Jahre gehendes, den Verband prägendes Engagement.
Eine Übersicht über das neue Präsidium erhalten Sie hier (Organigramm gültig ab Juli 2026)
We proudly present: Young Surgeons Club @BDC
Noch eine chirurgische Nachwuchsinitiative? Ja!
Wir sind stolz auf unseren neu gegründeten Young Surgeons Club, der bereits drei neue Projekte gestartet hat.
Es besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf – und wer könnte sich authentischer und effektiver für den Nachwuchs einsetzen, als die Jungmediziner:innen selbst?
Berlin, den 28.04.2026 – Im Rahmen des 143. Deutschen Chirurgiekongresses (DCK) in Leipzig Ende April hat Univ.-Prof. Dr. med Guido Seitz, Direktor des Zentrums für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg, die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie übernommen und wird die Fachgesellschaft in den nächsten drei Jahren leiten. Der 51-jährige folgt damit Frau PD Dr. Barbara Ludwikowski aus Hannover.
Der neue Präsident sieht seine Aufgabe in einer Stärkung der politischen Sichtbarkeit des chirurgisch kranken Kindes, der Sicherstellung der Vorhaltung von ausreichenden Ressourcen für die hochwertige Versorgung der Kinder und Jugendlichen und einer noch engeren Vernetzung mit den Nachbardisziplinen. “Unter anderem möchten wir erreichen, dass die Hybrid-DRGs den Bedürfnissen von kranken Kindern und Jugendlichen angepasst werden und die Krankenhausfinanzierung für Kinder und Jugendliche den besonderen Bedürfnissen dieser hoch sensiblen Patientengruppe gerecht wird”, erklärt Seitz. Des Weiteren möchte er die Nachwuchsförderung und -gewinnung im Fachgebiet weiter stärken sowie die wissenschaftliche Exzellenz fördern.
Zusammen mit der Bundesärztekammer sowie weiteren Verbänden des Gesundheitswesens hat der BDC am 27.04.2026 die Resolution des Bündnis Gesundheit gezeichnet und verabschiedet.
Die Resolution kritisiert das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das in seiner aktuellen Form weder dem Anspruch einer nachhaltigen Reform noch den Erfordernissen einer verlässlichen Patientenversorgung gerecht wird.
Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung
Das Bündnis Gesundheit – ein Zusammenschluss von mehr als 40 Verbänden und Organisationen des Gesundheitswesens – stellt fest, dass das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in seiner aktuellen Form weder dem Anspruch einer nachhaltigen Reform noch den Erfordernissen einer verlässlichen Patientenversorgung gerecht wird.
Bedarfsgerechte Finanzierung statt starrer Begrenzungen
Eine einseitige Bindung der Ausgabenentwicklung an die Grundlohnsumme wird dem realen Versorgungsbedarf nicht gerecht. Maßstab muss der medizinisch notwendige Bedarf sein, unter Berücksichtigung von Demografie, Morbidität und medizinischem Fortschritt. Die Zahl der Menschen ab 67 Jahren ist in den letzten fünf Jahren um circa eine Million gestiegen. Für die nächsten fünf Jahre rechnet das Statistische Bundesamt mit einem Anstieg um weitere fast zwei Millionen Menschen. Der Anteil der älteren Bevölkerung (65 Jahre und älter) in Deutschland wird nach Angaben des Robert Koch-Institutes von gegenwärtig 21 auf 29 Prozent im Jahr 2030 steigen. Mit zunehmendem Lebensalter steigen das individuelle Krankheitsrisiko, das Risiko für das gleichzeitige Auftreten mehrerer chronischer Krankheiten und das Risiko für eine Pflegebedürftigkeit. Der Versorgungsbedarf wird also deutlich steigen. Die inzwischen angekündigten massiven Einschnitte im Bereich der Pflegeversicherung werden die negativen Auswirkungen der mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz geplanten Maßnahmen auf die Versorgung noch verstärken.
Sorgfältiger Gesetzgebungsprozess statt Zeitdruck
Das laufende Verfahren mit extrem verkürzten Prüf- und Beteiligungsfristen wird der Tragweite der Reform nicht gerecht. Es untergräbt Transparenz, fachliche Qualität und Vertrauen. Reformen dieser Größenordnung erfordern eine umfassende, strukturierte Einbindung aller relevanten Akteure.
Faire Lastenverteilung sicherstellen
Die Stabilisierung der GKV darf nicht einseitig zulasten von Patientinnen und Patienten, Versicherten und Leistungserbringern erfolgen. Der Staat muss seiner finanziellen Mitverantwortung gerecht werden und einen substanziellen Beitrag leisten. Solidarität erfordert eine ausgewogene Beteiligung aller.
Versicherungsfremde Leistungen steuerfinanzieren
Gesamtgesellschaftliche Aufgaben – insbesondere die Finanzierung von Beiträgen für Bürgergeldempfänger – sind konsequent aus Steuermitteln zu tragen. Dies wäre ein entscheidender Schritt zur nachhaltigen Entlastung der GKV und zur Stabilisierung der Beitragssätze.
Prävention stärken und neue Finanzierungsquellen erschließen
Steuern bzw. zweckgebundene Abgaben auf gesundheitsschädliche Produkte wie Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Erzeugnisse sind einzuführen bzw. zu erhöhen. Die Einnahmen müssen gezielt zur Prävention, zur Entlastung der GKV und zur Verbesserung der Versorgungsqualität eingesetzt werden.
Bürokratie wirksam abbauen
Übermäßige Dokumentations- und Verwaltungsanforderungen behindern die Versorgung und erhöhen die Kosten. Eine Task-Force aus Politik und Vertreterinnen und Vertretern der Gesundheitsberufe sollte kurzfristig konkrete Maßnahmen zum Abbau bürokratischer Belastungen umsetzen.
Gesundheitsberufe verbindlich einbeziehen
Die Gesundheitsberufe müssen frühzeitig und systematisch in Entscheidungsprozesse und die Ausgestaltung von Reformvorhaben einbezogen werden. Ihre praktische Erfahrung ist unverzichtbar, um Regelungen auf Praxistauglichkeit hin zu prüfen und eine patientengerechte, qualitätsgesicherte Versorgung sicherzustellen.
Eine nachhaltige Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung gelingt nur durch faire Lastenverteilung, verlässliche Finanzierung sowie konsequente Einbindung der in der Versorgung tätigen Berufe im Gesundheitswesen. Politischer Reformdruck darf nicht zulasten von Versorgungssicherheit und Systemvertrauen gehen.
Das Bündnis Gesundheit vertritt mehr als sechs Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Folgende Verbände haben die Resolution mitgezeichnet (Stand: 27.04.2026):
• Bundesärztekammer (BÄK)
• Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
• Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V.
• Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF)
• Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC)
• Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V. (BDI)
• Berufsverband Orthoptik Deutschland e.V. (BOD)
• Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
• Bundesverband für Ergotherapeut:innen in Deutschland e.V. (BED)
• Bundesverband für Podologie e.V.
• Bundeszahnärztekammer – Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammern e.V. (BZÄK)
• bvvp Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V.
• Deutsche Gesellschaft für Physician Assistants e.V.
• Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V. (DGPT)
• Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)
• Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie (dbs)
• Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)
• Deutscher Verband Ergotherapie e.V. (DVE)
• Deutscher Verband für Physiotherapie e.V.
• Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V.
• Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e. V. (DVSG)
• Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB)
• Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
• Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
• Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)
• LOGO Deutschland Selbstständige in der Logopädie e.V.
• Marburger Bund – Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
• Spitzenverband ZNS
• VDB Physiotherapieverband Bund
• Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD)
• Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e.V. (VDD)
• Verband Deutscher Podologen (VDP)
• Virchowbund – Verband der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
„KI geht unter die Haut – Innovation trifft Präzision.“ Sie sind herzlich eingeladen zur BDC-ANC Frühjahrstagung!
Die inzwischen 10. Gemeinsame Frühjahrtagung lädt Sie sehr herzlich ein, gemeinsam einen Blick in die Zukunft der modernen Chirurgie zu werfen. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in den Einsatz von KI in der Chirurgie sowie aktuelle Entwicklungen in der Fußchirurgie, Dermatochirurgie und Viszeralchirugie. Renommierte Expertinnen und Experten präsentieren neueste Erkenntnisse und diskutieren praxisnahe Ansätze für den klinischen Alltag. Seien Sie dabei und lassen Sie sich von innovativen Ideen und interdisziplinärem Austausch inspirieren.
Wir laden Sie sehr herzlich nach Potsdam ein und würden uns sehr freuen, wenn Sie sich an der offenen Diskussion zu diesen Themen aktiv beteiligen würden.
Im Rahmen der Frühjahrstagung findet die auch die Wahl des Vorstandes des Landesverbandes Berlin des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgie für die kommende Wahlperiode statt.
Für die anstehende Wahl werden wir folgende Kandidatinnen und Kandidaten für den Vorstand vorschlagen:
Doppelspitze: Dr. Marie Samland und Dr. Karsten Mann
2. Vorsitzender: Dr. Ralph Lorenz
Regionlavertreter: Dr. Max von Seebach
stellvertr. Regionalvertreter: Dr. Gunnar Peters
In den nächsten Tagen startet der DCK 2026, einer der wichtigsten chirurgischen Kongresse des Jahres. Der BDC ist wieder mit seinem Stand in der Lounge der Fachgesellschaften vertreten und steht für Gespräche, eine kurze Verschnaufpause und Kaffee für alle bereit. Kommen Sie zum Austausch sehr gerne vorbei! Vor Ort zeigen wir Ihnen auch den neuen BDC-Messenger auf DoctolibConnect.
Alle BDC-Veranstaltungen finden Sie hier in der Übersicht. Der BDC-Justiziar Dr. Heberer bietet am Freitag, 24.04. von 10.00-12.30 Uhr am BDC-Stand eine Rechtsberatung an. Einen kostenfreien Terminslot können Sie als BDC-Mitglied unter lenz@bdc.de erhalten.
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