CME-Artikel 01.01.2013
CME-Artikel: Chirurgische Postoperative Schmerztherapie
Eine adäquate postoperative Schmerztherapie ist nicht nur eine ethische und rechtliche Verpflichtung, sondern auch medizinisch geboten, um die Inzidenz postoperativer Komplikationen zu senken, die Rekonvaleszenz zu beschleunigen und nicht zuletzt den Patientenkomfort zu verbessern bzw. das Gefühl von Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit zu minimieren [1]. Die Güte der Schmerztherapie ist für Patienten ein Kriterium für die Auswahl des Krankenhauses, in dem sie sich einer elektiven Behandlung unterziehen. Auf diese Weise entstehen sogar direkte ökonomische Anreize, die postoperative Schmerztherapie zu verbessern. [2]
Trotz dieser Erkenntnisse ist die klinische Realität noch nicht zufriedenstellend. Aktuelle Daten bestätigen, dass immer noch 80 Prozent aller Patienten im Krankenhaus Schmerzen haben bzw. 56 Prozent unter nicht akzeptablen Schmerzen leiden. [3]
Nachdem in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zunächst die anästhesiologische Akutschmerztherapie mittels spezieller schmerztherapeutischer Verfahren und durch die Implementierung anästhesiologisch geführter Akutschmerzdienste verbessert werden konnte, wurden in den letzten 10 Jahren große Anstrengungen unternommen, auch die Qualität der allgemeinen postoperativen Schmerztherapie zu steigern. Dies fand Ausdruck in der Entwicklung der S3-Leitlinie zur „Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen“ mit prozedurenspezifischen Analgesiekonzepten. Zur vereinfachten Umsetzung der Leitlinie wurden zudem Qualitätsmanagementprogramme für die Schmerztherapie entwickelt und zertifiziert (Certkom e.V., TÜV-Rheinland).
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Poels M. / Joppich R. Chirurgische Postoperative Schmerztherapie. Passion Chirurgie. 2013 Januar; 3(01): Artikel 03_01.
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