Wie organisiere ich meine Station? Wie handle ich bei einem Notfall? Wie heißt nochmal dieses OP-Instrument? Dies sind einige der Fragen als Berufsanfänger:in, bei denen man sich mehr Sicherheit wünscht und nicht unbedingt oberärztliche Hilfe bemühen möchte. Das neue Kursformat wendet sich daher an junge Chirurginnen und Chirurgen, welche sich auf die chirurgischen Basiskompetenzen – orientiert an der neuen Weiterbildungsordnung – gezielt vorbereiten möchten. Das Seminar gehört zum Curriculum Basischirurgie. Nach Teilnahme an einem Seminar Basischirurgie sowie Durchführung eines weiterführenden Seminars bzw. Workshops, verleiht die BDC|Akademie das BDC-Zertifikat Basischirurgie.
GEN HERNIA ist eine neue Veranstaltungsreihe, die den Wandel der Chirurgie sichtbar macht. Das Format widmet sich den Themen, die die nächste Generation bewegen: von technologischen Innovationen in der Hernienchirurgie über geschlechterspezifische Perspektiven bis hin zu Fragen nach Vereinbarkeit, Identität und Teamkultur.
Hier treffen Praxis und Perspektive, Technik und Haltung, Erfahrung und Neugier aufeinander. Junge Chirurg:innen, erfahrene Kolleg:innen und Expert:innen aus verschiedenen Disziplinen kommen ins Gespräch – offen, ehrlich und zukunftsorientiert. Im Fokus steht die Idee, dass Fortschritt nicht nur durch neue Technologien entsteht, sondern durch neue Denkweisen, Strukturen und durch den Mut, Themen jenseits des OP-Tischs anzusprechen.
Fühlen Sie sich angesprochen? Dann laden wir Sie herzlich ein, mitzudenken, sich auszutauschen und neue Perspektiven auf die Chirurgie zu entdecken.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Mit kollegialen Grüßen
Iva Todorova und Nelly Delali Eklou
Wissenschaftliche Leitung GEN HERNIA
Zum ersten Mal vergeben wurde der Sonderpreis “KI-Innovator des Jahres”. Dazu wurde aus allen 20 Teilnehmern des Publikumsvotings, bei denen Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielt, derjenige mit den meisten Publikumsstimmen ermittelt. Das Rennen machte BG prevent. Der führende Dienstleister für betriebliches Gesundheitsmanagement bringt mit seinem neuen VR Fire-Trainer das Löschtraining in die virtuelle Realität – dank VR-Brille, Wärmestrahler und Geruchssimulation. BDC-Mitglied und Leiter des Themenreferats Vergütungssystematik und Leistungsmanagement CEO Professor Dr. Thomas Auhuber legte bereits am Vormittag im Rahmen der Innovator-Pressekonferenz dar, wie genau die Entwicklung des innovativen VR Fire-Trainers ablief.
https://die-deutsche-wirtschaft.de/innovator-festakt-2025/
Die Kinder- und Jugendmedizin steht vor einer spannenden, aber auch sensiblen Transformation. Künstliche Intelligenz (KI) verspricht nicht weniger als eine bessere Diagnostik, präzisere Planung, effizientere Abläufe und letztlich sicherere Behandlungen für junge Patientinnen und Patienten.
Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt in der Kinder- und Jungendmedizin zunehmend an Bedeutung. Speziell in der Kinderchirurgie kann die KI durch Datensammlung und -auswertung bei der Forschung und Entwicklung von Behandlung seltener Krankheiten/Erkrankungen sehr hilfreich sein.
Als zentrale operative Bereiche werden die Notfallversorgung und die stationäre Versorgung identifiziert mit ihren potenziellen Auswirkungen:
Stellenwert der KI in der Kinder- Notfallambulanz
Im klinischen Alltag unterstützt KI in der notfallärztlichen Kinderversorgung bereits bei schneller Risikobewertung, Entscheidungsunterstützung, Bildbefundung, Telemedizin und Ressourcenmanagement. Ziel ist eine schnellere, konsistente Versorgung ohne Ersetzen der klinischen Expertise.
So kann der initiale Einsatz der KI mit der Eingabe der Patientendaten und der Anamnese beginnen. Vergleichbar mit den Gesundheits-Apps, die auf dem Markt sind. Ziel ist es, dadurch sehr viele Unterstützungsprozesse in Gang zu setzen:
1) Schnelle Risikostratifizierung (Triagierung)
2) Bildgebungsgestützte Vorab-Bewertung
3) Ressourcen- und Kapazitätsmanagement
4) Dokumentation und Nachverfolgung
Stellenwert der KI in der stationären Versorgung
Die KI unterstützt die Ärzte in der praestationären Planung ebenso wie in der stationären Versorgung:
1) Unterstützung in der Anamneseerhebung und Planung der Diagnostik
2) Intraoperative Unterstützung (Kinderchirurgie)
3) Postoperative Überwachung und Klinikmanagement (Kinderchirurgie)
Fazit
KI bietet in der Kinder- und Jugendmedizin enormes Potenzial, Patientensicherheit zu erhöhen, Effizienz zu steigern und die Behandlungsqualität zu verbessern. Erfolgreich ist sie jedoch nur, wenn KI-Systeme verantwortungsvoll eingeführt werden: mit klarem Fokus auf Transparenz, menschlicher Überprüfung, lokaler Validierung und robusten Datenschutzmechanismen. So wird KI zu einem verlässlichen Partner im Dienste der jungen Patientinnen und Patienten – unterstützt durch Ärztinnen und Ärzte, die Verantwortung, Fachwissen und Empathie vereinen.
Autor: Dr. Joachim Suß, Chefarzt für Kinderchiurgie am Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift Hamburg














