Personalia 20.01.2026
Sehr persönlich nachgefragt bei Frederik Schlottmann
Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?
Das Schönste für mich an der Plastischen Chirurgie ist die Vielfalt und die Individualität jedes einzelnen Falles. Basierend auf theoretischen Kenntnissen müssen oft kreative und passgenaue Lösungen entwickelt und die Patient:innen ganzheitlich betrachtet werden.
Welchen klinischen Schwerpunkt haben Sie?
Ich interessiere mich für mikrochirurgische Rekonstruktionen und die Handchirurgie in ihren Facetten.
Welche Publikation der letzten zwei Jahre halten Sie für einen Game Changer in Ihrem Fach?
Novotny MJ, Fast A, Radtke C. Transformative role of artificial intelligence in plastic and reconstructive surgery: innovations, applications and future directions. Art Int Surg. 2024;4:376-86. http://dx.doi.org/10.20517/ais.2024.52
Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Brené Brown – Atlas of the Heart: Mapping Meaningful Connection and the Language of Human Experience
Mit welchem Song wachen Sie in der Früh am liebsten auf?
Faber – Alles Gute
Was war für Ihr berufliches Fortkommen besonders hilfreich?
Ich hatte bisher immer gute Vorbilder, die mich menschlich und persönlich inspirieren und motivieren konnten.
Was war Ihre größte Inspiration?
Ein begeisterter Dozierender in einem klinischen Wahlfach im 2. Studienjahr, der mich überhaupt erst zur Hand- und Plastischen Chirurgie gebracht hat.
Welches Forschungsthema bearbeiten Sie?
Hautersatzverfahren – von der Zellkultur bis zur klinischen Anwendung bei Schwerbrandverletzten
Was haben Sie erst vor kurzem in Ihre chirurgische Praxis implementiert?
Die großflächige Behandlung von Verbrennungswunden mit atmosphärischem Kaltplasma bei multiresistenter Erregerbesiedlung.
Welche persönlichen Visionen möchten Sie gerne umsetzen?
Als Chirurg mit Führungsverantwortung möchte ich ein zukunftsorientiertes, hochwertiges und familienfreundliches Konzept für die Klinik erarbeiten und auch selbst vorleben. Für den Nachwuchs muss man mit gutem Beispiel vorangehen.
In der Krankenhauspolitik gibt es viele Baustellen. Was sollte als Erstes angepackt werden?
Das Thema Weiterbildung – ohne eine adäquate Ausbildung des chirurgischen Nachwuchses stehen wir in wenigen Jahren vor riesigen Problemen und Versorgungsengpässen.
Wann platzt Ihnen der Kragen?
Unehrlichkeit und Unkollegialität machen mich verrückt.
Wie gehen Sie mit Frustrationen um?
Offen und ehrlich im Team darüber zu sprechen halte ich für wichtig. Den Rest der Frustration kann ich beim Joggen im Wald gut verarbeiten.
Ihr wichtigstes Hobby?
Mit unserem Van durch Europa reisen. Segeln, um den Kopf frei zu kriegen.
Wo werden Sie schwach?
Schokolade in allen Formen und Farben.
Was bringt Sie zum Lachen?
Ich lache gerne, viel und laut, auch mal unpassend im Kino.
Was gehört für Sie zu einem gelungenen Tag?
Ein guter, starker Kaffee und ein nettes Gespräch, das zum Denken anregt.
Wie gehen Sie mit fehlender Teamfähigkeit bei einer/m Mitarbeiter:in um?
Ich versuche in einem persönlichen Gespräch, die Beweggründe zu erfahren und gemeinschaftlich eine Lösung zu finden.
Wie fördern Sie die persönliche und fachliche Entwicklung in Ihrem Team?
Primär probiere ich mit positivem Beispiel voran zu gehen und Erfahrungen an jüngere Kolleginnen und Kollegen weiter zu geben, damit sie nicht die gleichen Fehler wiederholen müssen.
Muss eine Chirurgin/ein Chirurg Optimismus ausstrahlen?
Realismus kommt vor Optimismus. Es ist alles eine Frage der Kommunikation.
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Dr. med. Frederik Schlottmann Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie |
Die Fragen stellte Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Schmitz-Rixen.
INTERN DGCH
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Hier finden Sie die Artikel aus dem Teil INTERN DGCH der Passion Chirurgie in einer PDF-Datei. DGCH-Mitglieder können PASSION CHIRURGIE auch über die DGCH-Webseite lesen: www.dgch.de.
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