03.08.2026 Politik
GOÄ-Novellierung: BMG prüft aktualisierte Fassung

Die Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) haben dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine aktualisierte Fassung ihres gemeinsamen Entwurfs für eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) übermittelt (Stand 15.07.2026). Ausgangspunkt für die Aktualisierung waren Vorschläge der beteiligten ärztlichen Berufsverbände und Fachgesellschaften. Der BDC hat sich aktiv an den Gesprächrunden der BÄK beteiligt, in denen letzte Änderungen und Aktualisierungen an der neuen Gebührenordnung eingebracht werden konnten.
Dabei konnten aus der Sicht der Chirurgie zwei wichtige Verbesserungen erreicht werden:
In der vorherigen Fassung aus dem Jahr 2025 war ein Ausschluss der Abrechnung von Untersuchungsleistungen neben sämtlichen Röntgenleistungen enthalten. Dies hätte erhebliche Nachteile für die Teilradiologen und vor allem für die Orthopäden und Unfallchirurgen gehabt. Auf Intervention des BDC wurde der Ausschluss auf die Überprüfung der Indikation von radiologischen Auftragsleistungen begrenzt. Darüber hinaus ist es gelungen, mit der Nr. 1331 eine spezielle Leistungsziffer für die Fraktursonographie zu implementieren. Aufgrund der Kritik an den Bewertungen operativer Leistungen wurden einzelne Eingriffe, z. B. in der Endoprothetik, marginal höher bewertet.
Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass es sich weiterhin leidglich um einen unverbindlichen Entwurf handelt, der allerdings immerhin zwischen der BÄK und dem Verband der privaten Krankenkassen konsentiert ist. Im Bundesgesundheitsministerium hat die fachliche Bearbeitung begonnen und es wurde ein Gutachten zur Folgeabschätzung in Auftrag gegeben. Weitere Anpassungen sind derzeit möglich. Als Termin zur Einführung streben BÄK und PKV-Verband den 01.01.2028 an.
Der BDC wird auf seiner Webseite zu Änderungen und Aktualisierungen informieren und kurzfristig Webinare zur Abrechnungsschulung anbieten, sobald alle Einzelheiten und der Einführungstermin feststehen.
Link zum aktuellen Entwurf veröffentlicht von der Bundesärztekammer
Weitere aktuelle Artikel
11.09.2026 BDC|News
Editorial 09/III-2026: Chirurgische Versorgung im Notfall und in Katastrophensituationen
Krise, Katastrophe und Krieg sind von abstrakten Szenarien zu realen Bedrohungen geworden. Die Ereignisse in der Ukraine verdeutlichen, dass die geopolitische Unsicherheit erheblich zugenommen hat. Für die Bewältigung ziviler und militärischer Krisen braucht es ein politisches, gesellschaftliches und medizinisches Umdenken.
01.09.2026 Politik
Berufspolitik aktuell
Die Statistik 2024 der Bundesärztekammer weist rund 437.000 berufstätige Ärztinnen und Ärzte in Deutschland aus. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von etwa zwei Prozent. Die medizinische Versorgung steht vor einer grundlegenden Herausforderung: Immer weniger Ärztinnen und Ärzte werden künftig eine stetig wachsende Zahl älterer Patientinnen und Patienten mit zunehmend komplexen Krankheitsbildern behandeln müssen.
01.09.2026 Niederlassung
Ambulantes Operieren im Krankenhaus ist möglich! Teil 3
Im Zuge der fortschreitenden Ambulantisierung stehen die Krankenhäuser vor der Aufgabe, angeschlossene OP-Zentren zu errichten, wenn nicht bereits geschehen. Dies bringt umfängliche Herausforderungen sowohl für Klinikbetreiber als auch für künftig ambulant arbeitende Chirurginnen und Chirurgen mit sich.
01.09.2026 Fachübergreifend
Die gesamte Chirurgie ist gefordert
Die sicherheitspolitische und gesellschaftliche Lage in Deutschland und Europa hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Pandemie, Naturkatastrophen, Terrorlagen, hybride Bedrohungen, internationale Konflikte und die reale Möglichkeit einer notwendigen Landes- und Bündnisverteidigung haben gezeigt, dass das Gesundheitswesen auf Szenarien vorbereitet sein muss, die weit über den klinischen Regelbetrieb hinausgehen.
Lesen Sie PASSION CHIRURGIE!
Die Monatsausgaben der Mitgliederzeitschrift können Sie als eMagazin online lesen.

