Stationär 01.12.2015
Qualitätsreport 2014 – Ergebnisse der gesetzlichen Qualitätssicherung im Krankenhaus
Das AQUA-Institut veröffentlichte kürzlich den Qualitätsreport 2014, in dem die Ergebnisse der Qualitätssicherung im Krankenhausbereich vorgestellt und deren Bedeutung kommentiert werden. „Der Report ist die umfassendste Darstellung zum Stand der Qualität in deutschen Krankenhäusern“, sagt Prof. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts.
Im Erfassungsjahr 2014 lieferten bundesweit 1557 Krankenhäuser insgesamt rund 3,2 Mio. Datensätze, die sich auf 30 Leistungsbereiche mit 416 Qualitätsindikatoren verteilen. Von den 416 Indikatoren haben sich die Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr bei 65 verbessert, so konnte z. B. im Bereich der „Ambulant erworbene Pneumonie“ bei 12 der 17 Indikatoren eine positive Entwicklung verzeichnet werden. Bei lediglich 14 Indikatoren wurde eine Verschlechterung der Ergebnisse festgestellt. 330 Indikatoren blieben unverändert und zu 7 konnte keine Aussage getroffen werden, da sie z. B. zum ersten Mal erhoben wurden. „Insgesamt betrachtet, wird in den Krankenhäusern sehr gute Arbeit geleistet und dies sollte anerkannt werden“, ergänzt Szecsenyi.
Allerdings zeigen die Auswertungen auch, dass es vereinzelt Behandlungen und Eingriffe gibt, bei denen aus Sicht der Bundesfachgruppen Verbesserungen nötig 01sind. Die Bundesfachgruppen setzen sich aus Experten zusammen, die das AQUA-Institut bei der externen stationären Qualitätssicherung beratend begleiten. Bei sechs Indikatoren erkannten die Bundesfachgruppen einen sog. besonderen Handlungsbedarf, weil die Ergebnisse z. B. nicht den geltenden medizinischen Leitlinien entsprechen. Anlass hierfür können beispielsweise Fehlanreize in der Vergütung sein oder Schwächen bei den Strukturen bzw. Prozessen in den Krankenhäusern. Vier dieser sechs Indikatoren beziehen sich auf die Indikationsstellung im Zusammenhang von Herzschrittmachern und Defibrillatoren sowie bei der Aortenklappenchirurgie.
Der Qualitätsreport bildet die Ergebnisse aller Krankenhäuser ab, ohne Nennung einzelner Häuser. Der Report wurde im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erstellt.
Qualitätsreport 2014 – Ergebnisse der gesetzlichen Qualitätssicherung im Krankenhaus. Passion Chirurgie. 2015 Dezember, 5(12): Artikel 07_02.
Politik
Politik 12.10.2026
Neue Ausgabe PASSION CHIRURGIE: Navigating Care – Zugang, Koordination und Kooperation
Wie wirkt sich ein Primärversorgungssystem wie es derzeit in der Diskussion steht auf die chirurgische Versorgung in Deutschland aus? Die aktuelle Ausgabe beleuchtet unterschiedliche Perspektiven...
Zum Artikel
Stellungnahmen 06.10.2026
Stellungnahme des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie e.V. zur perspektivischen Abschaffung der Hybrid-DRG
Hybrid-DRG nicht abschaffen, sondern weiterentwickeln!
Zum Artikel
Politik 01.10.2026
Primärversorgungssystem: Gezielte Patientensteuerung – oder Weg in die Wartelistenmedizin?
Die Einführung eines Primärversorgungssystems könnte den Zugang zur ambulanten fachärztlichen Versorgung in Deutschland grundlegend verändern. Für die Chirurgie stellt sich dabei insbesondere...
Zum Artikel














