Leserbriefe 12.10.2017
Leserbrief zur Ausgabe 07/2017 und Q3 „Generation Y – Nein danke!“
Der Autor beschreibt einen „Idealzustand“, den er werbewirksam an seiner eigenen Person festmacht. Diese Art des Selbstmarketings ist zwar legal, aber wenig freundlich und kollegial gegenüber zahlreichen jungen Ärztinnen und Ärzte der Generation Y mit einer differenzierteren Sichtweise zum Arztberuf.
Der Beitrag ignoriert auch die Realität. Die überwiegende Zahl der jungen Ärzte und Ärztinnen der Generation Y ist hochmotiviert und leistet hervorragende Arbeit. Von „Alles-Wollenden“ kann hier somit keine Rede sein.
Konstruktiv- kritische Sichtweisen der Generation Y sind zu begrüßen. Sie bedeuten Fortschritt (z.B. Nutzung neuer und innovativer Technologien) und fördern die Innovationsfähigkeit medizinischer Einrichtungen.
Dazu steht nicht im Gegensatz, dass überspitzte und angemessene Forderungen der Gegensteuerung bedürfen. Insgesamt ist die Einbindung der Generation Y unverzichtbar, auch wenn sie gelegentlich Anstrengungen (der Arbeitgeber) einfordert. Nur reflexionsfähige Mitarbeiter (und nicht angepasste Jasager) können das Krankenhaus mit neuen Herausforderungen und unter neuen Rahmenbedingungen nach vorne bringen.
Prof. Dr. habil. Wolfgang Hellmann
Wissenschaftliche Leitung
Studienprogramm MHM- Krankenhausmanagement für Leitende Ärztinnen und Ärzte
der Hochschule Osnabrück.
Hellmann-W@t-online.de
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