Politik 14.04.2025
Elektronische Patientenakte: Hochlaufphase anstelle Roll-out
Die elektronische Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten, die keinen Widerspruch eingelegt haben, soll in den „kommenden Wochen in die Hochlaufphase eintreten können“. Das teilt Noch-Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) am 8. April bei seiner Eröffnungsrede zur Digital-Health-Messe DMEA in Berlin mit. Neu ist außerdem: Für Ärzte bleibt die Teilnahme zunächst freiwillig.
Mit dem Verlauf der Pilotphase zeigt sich Lauterbach „sehr zufrieden“. In den Modellregionen würden derzeit 280.000 ePA pro Woche geöffnet. Die Sicherheitslücken beim Thema Massenzugriff habe man beseitigen können. Technisch sei man ebenfalls zufrieden. Deswegen könne „die nächste Stufe der Testung außerhalb der Modellregionen“ in den kommenden Wochen beginnen. Man gehe nach drei Maßgaben vor. Erstens: Sicherheit habe immer Vorrang. Zweitens: „Wir werden die nächste Stufe immer erst einführen, wenn wir die Stufe davor gründlich getestet haben.“ Drittens: „Niemand soll dafür bestraft werden, wenn etwas nicht funktioniert, was er selbst nicht kontrollieren kann.“ Verpflichtungen und Sanktionen für Ärzte soll es folglich erst einmal nicht geben. Genaue Angaben zum Zeitplan oder dem Ausmaß der „Hochlaufphase“ nennt der Minister nicht.
Update:
Die elektronische Patientenakte soll ab Ende April in ganz Deutschland genutzt werden können und ab Oktober in Arztpraxen und Kliniken verpflichtend werden. Das geht aus einem in Berlin bekanntgewordenen Brief von Professor Lauterbach an die Gesellschafter der Digitalagentur Gematik hervor, die die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreibt.
Quellen: Ärztenachrichtendienst; Operation Gesundheitswesen der Presseagentur Gesundheit
Weitere Informationen des BMG: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/epa-vorteile/
Politik
Politik 12.10.2026
Neue Ausgabe PASSION CHIRURGIE: Navigating Care – Zugang, Koordination und Kooperation
Wie wirkt sich ein Primärversorgungssystem wie es derzeit in der Diskussion steht auf die chirurgische Versorgung in Deutschland aus? Die aktuelle Ausgabe beleuchtet unterschiedliche Perspektiven...
Zum Artikel
Stellungnahmen 06.10.2026
Stellungnahme des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie e.V. zur perspektivischen Abschaffung der Hybrid-DRG
Hybrid-DRG nicht abschaffen, sondern weiterentwickeln!
Zum Artikel
Politik 01.10.2026
Primärversorgungssystem: Gezielte Patientensteuerung – oder Weg in die Wartelistenmedizin?
Die Einführung eines Primärversorgungssystems könnte den Zugang zur ambulanten fachärztlichen Versorgung in Deutschland grundlegend verändern. Für die Chirurgie stellt sich dabei insbesondere...
Zum Artikel














