BDC|News 11.04.2025
Rückblick auf die BDC-Mitgliederversammlung 2025
Zu Beginn der Mitgliederversammlung beglückwünschte BDC-Präsident Professor Hans-Joachim Meyer die beiden neuen stellvertretenden Akademieleiter Professor Andreas Kirschniak und Professor Benedikt Braun zu ihrer neuen Position und ihren Aufgaben. Die beiden neuen Mitarbeiterinnen der BDC-Geschäftsstelle Cindy Mangelsdorf (BDC-Akademie) und Sandra Nahlik (Sekretariat) hieß er herzlich willkommen.
Der BDC war in diesem Jahr beim DCK mit zahlreichen eigenen und interdisziplinären Sitzungen und zwei Workshops, unter anderem zu den Themen neue Weiterbildungsordnung, ePA, Krankenhaus- und Notfallreform, Beruf und Karriere, KI in der klinischen Praxis sowie DRG-System und Vorbereitung auf die Niederlassung präsent.
Die Mitgliederzahlen sind 2024 leicht gesunken, was auf die Zahl der Austritte zurückzuführen ist. Professor Meyer erläuterte dazu, dass diese teilweise altersbedingt beziehungsweise aufgrund der Anzahl an Verstorbenen zu erklären seien. Erfreulich sei die hohe Zahl an Neuanmeldungen im ersten Quartal 2025. Frauen sind im BDC inzwischen zu leicht über 25 Prozent vertreten. Über die Aktivitäten der BDC|Akademie berichtete Professor Meyer, dass die Digitalisierung bewährter Fortbildungsformate voranschreitet. Des Weiteren informierte er über die intensivierte Zusammenarbeit des BDC mit der Deutschen Herniengesellschaft beim Webinar „HERNIE komplex“. Zu den Neuheiten in der Akademie zählen unter anderem die Webinar-Reihe „Fraktur im Fokus“ sowie das neue „Facharztseminar Viszeralchirurgie“ in Magdeburg. Für den Nachwuchs setzt sich der BDC mit seiner neuen Printbroschüre „Faszination Chirurgie“ ein mit Tipps und Informationen zur Weiterbildung, Karriere und Bewerbung. Die bundesweiten „Nur Mut!“-Workshops und M3-Trainings „Staatsexamen und Karriere“ in Essen und Berlin fanden 2024 wieder großen Zuspruch.
Die Marketingkommunikation arbeitet gezielt an der Gewinnung und Bindung von Mitgliedern. Dazu gehört, den chirurgischen Nachwuchs und die jüngere Generation für eine Mitgliedschaft zu begeistern. Im Herbst 2024 hat der Verband mit seiner politischen Mobilisierungskampagne „Kein Weiter ohne Bildung“ für den chirurgischen Nachwuchs Position bezogen. Die Online-Kampagne mit Aufruf zur Unterschrift einer Petition läuft kontinuierlich weiter und wird bereits von etlichen Verbänden und Gremien der Selbstverwaltung unterstützt. Das Projektteam arbeitet derzeit weitere Kampagnenmaßnahmen aus, darunter Printmaterial wie Poster, mit dem die Praxen und Kliniken die Kampagne unterstützen können.
Kernthemen der Pressearbeit des Verbands waren 2024 und im Q1 2025 die Hybrid-DRG, die Notfallreform, GOÄ, Weiterbildung und Nachwuchsgewinnung, Krankenhausreform und Ambulantisierung sowie die Entbürokratisierung. Insgesamt 14 Pressemitteilungen hat der Verband 2024 veröffentlicht, 6 bereits im ersten Quartal 2025 bei guter Medienresonanz. Anfragen von Publikums- und Fachmedien trafen regelmäßig ein und wurden von chirurgischen Fachleuten aus dem Verband beantwortet. Für den BDC-Journalistenpreis haben sich im vergangenen Jahr 14 Redakteurinnen und Redakteure beworben. Die Qualität der Beiträge war wieder sehr hoch. Mit dem ersten Preis ausgezeichnet hat die Jury die junge Journalistin Amandine Cormier mit ihrer Videoreportage „Lebensretter im OP – ein Tag in der Herzchirurgie“. Der BDC intensiviert seine Social Media Arbeit auf LinkedIn, Instagram und Facebook weiter, auf Twitter ist der Verband nicht mehr aktiv, behält sein Profil jedoch zu Recherchezwecken.
Zentrales Medium für die Mitgliederkommunikation ist das Magazin PASSION CHIRURGIE, eines der wichtigen deutschsprachigen Journale in der Chirurgie. Mit Themenschwerpunkten pro Ausgaben und hochwertigen Beiträgen zu fachlichen und berufspolitischen Themen erscheint sie monatlich online und dreimonatlich gedruckt und wird inzwischen mit einem visuell überarbeiteten Newsletter angekündigt. Die Portraitreihe BDC|Schnittstelle mit Mandatsträgern aus dem Verband läuft erfolgreich und ist auf bdc.de und in der PASSION CHIRURGIE zu finden. Mandatsträger:innen im BDC sind herzlich eingeladen, sich mit einem Portrait über sich zu beteiligen. Die BDC-Pressestelle freut sich über Kontaktaufnahme.
Berufspolitisch hat sich der BDC 2024 und im Q1 2025 auf Bundes- und Länderebene für verschiedene Themen eingesetzt. Neben Stellungnahmen zu den Gesetzgebungsverfahren bezüglich KHVVG und Notfallreform Richtung Politik ging ein Schreiben an den damaligen Gesundheitsminister Professor Karl Lauterbach zur Finanzierung der fachärztlichen Weiterbildung. Des Weiteren erfolgten zahlreiche Austauschgespräche mit ärztlichen Berufsverbänden, der Bundesärztekammer, Landesärztekammer Hamburg sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Der BDC engagiert sich weiterhin in Sitzungen der Gemeinsamen BG-Kommission zur berufspolitischen Vertretung der Durchgangsärzte in Kliniken und Praxen.
Bei der UEMS wird eine neue Arbeitsgruppe zur bariatrischen und globalen Chirurgie angestrebt.
Professor Meyer schloss seinen Vortrag mit einem Gedenken an die im Jahr 2024 verstorbenen Chirurginnen und Chirurgen.
Im Anschluss stellte Geschäftsführerin Dr. Friederike Burgdorf die Schwerpunktthemen des BDC für die 21. Legislaturperiode des Bundestags vor, die der Verband in einer Broschüre zusammengefasst hat. Kernforderungen beziehen sich dabei auf die fachärztliche Weiterbildung, den Bürokratieumbau, die Patientensteuerung, die Krankenhausreform sowie die sektorenverbindenden Hybrid-DRGs. Die Broschüre ist an Politik, Presse und Verbände gerichtet und kann auf bdc.de heruntergeladen werden: BDC-Positionspapier.
Der darauffolgende Bericht des Schatzmeisters Dr. Hubert Mayer zeigte, dass der BDC 2024 gut gewirtschaftet hat. Für die nächsten Jahre berücksichtigt werden sollten allerdings Aufwendungen für neue Mitarbeitende in der Geschäftsstelle, die IT-Infrastruktur sowie Maßnahmen und Marketing für die Nachwuchsarbeit. Nach wie vor herausfordernd bleibt, die Industrie als Sponsoren zu gewinnen und zu halten, Teilnehmende für die Akademie zu generieren sowie jüngere Chirurginnen und Chirurginnen für eine Mitgliedschaft im BDC zu begeistern.
Bei der BDC-Mitgliederversammlung fand die Nachwahl des Leiters des BDC-Fachreferats Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) statt. Die anwesenden Teilnehmenden wählten Herrn Professor Matthias Schneider einstimmig zum neuen Leiter.
Der Justiziar des BDC, Dr. Jörg Heberer, berichtete über seine Arbeit für den Verband. So erbrachte er im Auftrag des BDC 2024/2025 umfassende juristische Beratungsleistungen für seine Mitglieder, die sie zu verschiedenen Belangen, vor allem im Arbeitsrecht, in Anspruch genommen hatten. Als Beispiel gab er die Sorge vor fristloser Kündigung durch Wegfall von Leistungsgruppen an Kliniken an.
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