BDC|News 25.11.2024
Protokoll der Jahrestagung BDC|Mecklenburg-Vorpommern
Protokoll des Jahrestreffens des BDC MV
11.11.2024 um 19:00
Im Folgenden finden Sie das Protokoll zum Nachlesen:
- Eröffnung des Jahrestreffens durch den Vorsitzenden.
Es sind 14 Mitglieder des Landesverbandes anwesend, Bestätigung der Tagesordnung. Im Anschluss widmen sich die Anwesenden der Tagesordnung entsprechend den berufspolitischen Themen.
Der Vorsitzende berichtet über die extrem prekäre finanzielle Situation der Krankenhäuser gerade im ländlichen Bereich Mecklenburg-Vorpommerns. Die Auswirkungen der anstehenden Krankenhausreform erscheinen trotz des langwierigen Entstehungsprozesses und der vielfältigen Diskussionen für unser Bundesland nach wie vor nicht kalkulierbar. Leistungsgruppen werden nach Aussage der Landesregierung frühestens Ende 2025 festgelegt werden können.
Es erscheint schwierig, angesichts der bereits bestehenden personellen Probleme in Pflege und Ärzteschaft sowie zu erwartender finanzieller Restriktionen die bekannten Bedingungen für bestimmte Leistungsgruppen langfristig sicherzustellen und dann nachweisbare Verbesserungen in der Versorgungsqualität zu erreichen.
- Hybrid-DRGs – Auswirkungen in Praxis und Klinik
In der Unfall- sowie Allgemeinchirurgie sind seit Anfang dieses Jahres verschiedene Eingriffe, wie die operative Behandlung von Analfisteln, Hernien und Sinus pilonidalis neu in diesen Katalog aufgenommen. Die Entgeltregelungen führen bei einigen Leistungserbringern, besonders im niedergelassenen Bereich zu gewissen Verbesserungen. Im Krankenhaus ist erwartungsgemäß ein anderer Effekt zu konstatieren, die Bemühung um Kostendämpfung gerät hier aber oft rasch an ihre Grenzen. Gerade im ländlichen Bereich mit oft langen Wegstrecken und schwieriger Verkehrsanbindung stellt die Kommunikation mit den Partienten oft eine zusätzliche Herausforderung dar.
Dieser Leistungskatalog wird sicher immer weiterentwickelt und hinsichtlich der Entgeltregungen angepasst; die Teilnehmer des Treffens bedauern die für den Berufsverband fehlende Möglichkeit der Mitgestaltung. Am Rande wird auf das Trauerspiel mit der neuen GOÄ hingewiesen, weitere Diskussionen ergeben sich dazu nicht.
- Was ist Chirurgische Qualität? Wie wird sie messbar?
Christoph Prinz berichtet von der Tätigkeit in der Fachkommission Chirurgie der Landesarbeitsgemeinschaft für medizinische Qualität (LQMV) e.V., die ihre Tätigkeit in den letzten zwei Jahren nach den zentralen Vorgaben des IQTIG auf die aktuellen Erhebungsmodalitäten eingestellt. Das Vorgehen in der Kommission, an der auch der Medizinische Dienst und Patientenvertreter und eben die Krankenhausgesellschaft M-V teilnehmen, wird skizziert. Die Komplexität dieser Bewertung führ deutlich vor Augen, wie schwierig die „Messung von Qualität“ und ein Vergleich der Leistungserbringer in der Realität ist.
- Weiterbildung Allgemeinchirurgie- Bericht aus der Fachkommission der LÄK
Lutz Wilhelm stellt die Tätigkeit der Weiterbildungskommission dar, welche gegenwärtig die Prozesse zur Erteilung von Zulassungen zur Prüfung sowie zur Erteilung von Weiterbildungsermächtigungen/-befugnissen zu optimieren versucht. Transparenz und Sorgfalt sind wichtige Kriterien, um faire Entscheidungen zu treffen und die Qualität der Weiterbildung nachhaltig zu stabilsieren.
In der Diskussion wird erneut herausgearbeitet, dass der Facharzt für Allgemeinchirugie in unserem Flächenland, sowohl im Krankenhaus als auch in den Praxen nach wie vor eine herausragende Rolle spielt und die Weiterbildung unbedingt weiter vorgehalten werden muss. Perspektivisch wird die Suche nach neuen Konzepten zur personellen Absicherung in Praxen und im Stationsbereich unumgänglich sein.
Ende der Veranstaltung: 21:00
Priv.-Doz. Dr. Lutz Wilhelm
BDC|News
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