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Studienzentren gesucht: Forschungsprojekt UFO des Universitätsklinikums Jena

Im Rahmen eines multizentrischen Forschungsprojekts lädt das Universitätsklinikum Jena Sie herzlich ein, sich als rekrutierendes Studienzentrum an der Befragungsstudie „UFO – Erfassung unerwünschter Behandlungsfolgen nach Operationen aus Patientenperspektive“ zu beteiligen.

Das Universitätsklinikum Jena ist als Konsortialpartner aktiv in dieses Versorgungsforschungsprojekt eingebunden, welches vom G-BA Innovationsfonds gefördert wird. Die Studie erhebt systematisch unerwünschte Behandlungsfolgen nach ambulant und stationär erbrachten Operationen aus Patientensicht und soll damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität leisten.

Wichtige Eckdaten auf einen Blick

  • Zielgruppe: Patientinnen und Patienten nach ausgewählten Operationen (passwortgeschützte OP-Liste online nach Interessenbekundung abrufbar)
  • Sektor: ambulant und stationär
  • Rekrutierungszeitraum: Januar 2027 – September 2027
  • Studientyp: multizentrische Befragungsstudie
  • Vergütung: 135,00 € Fallpauschale pro vollständig eingeschlossenem Fall
  • standardisierte und niedrigschwellige Rekrutierung im klinischen Alltag
  • reduzierte zusätzliche Belastung für das Personal (v. a. Aufklärung und Erhebung von Prozessdaten) durch strukturierte digitale Studienprozesse
  • Beitrag zur patientenzentrierter Versorgungsforschung

Ablauf: Vom Interesse zur Teilnahme

  1. Interesse bekunden
    Kontakt: ufo-projekt@med.uni-jena.de
  2. Starterpaket erhalten
    Sie erhalten:
  • Liste der OPs für den Einschluss
  • Mini-SOP
  • Leitethikvotum + Amendment
    • Anzeige bei einer lokalen Ethikkommission
    • Strukturierte Synopse
    • Liste teilnehmender Zentren
  • Studienprotokoll
    • Prozessfragebogen (vom Zentrum auszufüllen)
    • Frühsymptomfragebogen (nur für Patient:innen)
    • Komplikationsfragebogen (nur für Patient:innen)
  • Patienteninformation und Einwilligungserklärung
  • Studienzentrumsvertrag inkl. Stammdatenblatt für Vertragsabschluss
  • Informationen zu Schulungszeiträumen (online)
  1. Vertrag & Ethik
  • Übermittlung der Stammdaten und Unterzeichnung des Vertrags
  • Information der lokalen Ethikkommission (1 Studie – 1 Votum). Bei Bedarf unterstützt das UK Jena Sie hierbei gern.
  1. Online-Schulung (im Nov/Dez 2026)
    Einweisung Ihres Teams in die Studienabläufe
  2. Studienstart ab Januar 2027
    Zugang zur Studiendatenbank und Beginn der Rekrutierung

Hier geht´s zum Flyer mit den wichtigsten Informationen: Flyer “Studienzentren gesucht”
Weitere Details finden Sie zudem auf unserer Studienwebsite: UFO Startseite

Das Universitätsklinikum Jena freut sich sehr, wenn Sie das Projekt unterstützen.

Für Fragen stehen zur Verfügung:
Dr. Christin Arnold (Wiss. Projektmanagement)
Dr. Johannes Dreiling (Studienarzt)
via ufo-projekt@med.uni-jena.de

Projektleitung

apl. Prof. Dr. Winfried Meißner
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin/Sektion Schmerztherapie
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena

Japanische Studie – Gleiche OP-Qualität von Chirurgen und Chirurginnen

Laut einer japanischen Studie ist es auch bei schwierigen Krebsoperationen egal, ob ein Mann oder eine Frau operiert. Ein Einfluss auf die Häufigkeit von Komplikationen oder die Sterblichkeit der Patienten ist nicht nachweisbar. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt am 30.9.2022 unter Verweis auf das British Medical Journal (2022; DOI: 10.1136/bmj-2022-070568).

Die Chirurgin Sachiyo Nomura von der Universitätsklinik in Tokio hat hierzu die Japanese National Clinical Database ausgewertet. Sie enthält zu über 95 Prozent die Daten der in Japan durchgeführten Operationen.

Drei gastrointestinale Eingriffe mussten für den Vergleich herhalten: die distale Gastrektomie, die totale Gastrektomie, die man in Japan bei den häufigen Magenkarzinomen durchführt, sowie die tiefe anteriore Rektumresektion, eine Standardoperation bei Mastdarmkrebs.

Chirurginnen führten fünf Prozent dieser Eingriffe durch, das entspricht in etwa dem Geschlechteranteil in der Bauchchirurgie. Die Chirurginnen operierten dabei häufiger als ihre männlichen Kollegen Patienten mit schlechtem Ernährungszustand, einer Langzeitbehandlung mit Steroiden oder einem höheren Krankheitsstadium. Das Komplikations- und Sterberisiko war demnach bei von Chirurginnen durchgeführten Operationen erhöht.

Die Operationsergebnisse von Chirurgen und Chirurginnen waren in einer adjustierten Analyse, die diese Unterschiede berücksichtigt, gleich. Dies gilt für die Mortalität in den ersten 30 Tagen nach distalen Gastrektomien, nach totaler Gastrektomie und nach tiefer anteriorer Rektumresektion.

Zur Meldung im Deutschen Ärzteblatt vom 30.9.2022