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BDC-Umfrage: Psychische Belastungen und Ressourcen von Chirurgen

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen

obwohl Deutschland nach einer Untersuchung der Havard Medical School zu den vier Bestperformern im Bereich der operativer Disziplinen weltweit gehört, nimmt der Druck auf die chirurgische Community immer mehr zu.

In diesem Zusammenhang ist es uns gelungen, mit Herrn Professor Zapf von der Goethe-Universität Frankfurt, einen renommierten Arbeits- und Organisationspsychologen gewinnen zu können, der gemeinsam mit dem BDC eine Befragung zu “Psychischen Belastungen und Ressourcen von Chirurgen” konzipiert hat. Die Ergebnisse dieser Befragung können durch vorhandene Vergleichsstudien anschließend auch im Kontext zu anderen Berufsgruppen eingeordnet werden.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich an der Befragung beteiligen.

Mit kollegialen Grüßen
Ihre

Prof. Dr. Carolin Tonus
Leiterin Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft

Prof. Dr. Dr. med. Ernst Hanisch
Vorsitzender BDC-Landesverband Hessen

Dr. med. Alexander Buia
St. Elisabethen-Krankenhaus Frankfurt

Dr. rer. pol. Ronny Dittmar
Geschäftsführer

BDC-Umfrage: Psychischen Belastungen und Ressourcen von Chirurgen

BDC|Baden-Württemberg & Rheinland-Pfalz: Jahrestreffen 2017

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

anlässlich des Mittelrheinischen Chirurgenkongresses vom 28. bis 29. 09.2017 in Ludwigshafen am Rhein laden wir Sie am 28.09.2017 um 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr zum gemeinsamen Jahrestreffen des BDC|Baden-Württemberg und des BDC|Rheinland-Pfalz ein.

Wir heißen Sie recht herzlich willkommen und freuen uns auf einen kollegialen  Austausch.

Anschließend findet um 15:30 Uhr bis 16:00 Uhr die Mitgliederversammlung des BDC|Rheinland-Pfalz mit den Wahlen zum Vorstand statt.

Save the date:
Gemeinsames Jahrestreffen 2017
im Rahmen der 105. Jahrestagung der Vereinigung Mittelrheinischer Chirurgen
am 28. September 2017
14:30 Uhr – 15:30 Uhr
Anschließend:
15:30 Uhr – 16.00 Uhr: Mitgliederversammlung BDC|Rheinland-Pfalz mit den Wahlen zum Vorstand
BASF Feierabendhaus, Ludwigshafen am Rhein

Ihre
Prof. Dr. M. Schäffer                         Dr. M. Wagner
Landesvorsitzender                         Landesvorsitzender
BDC|Baden-Württemberg              BDC|Rheinland-Pfalz

Programm Jahrestagung 2017

SpiFa unterstützt verbesserte Versorgung durch Belegarztwesen

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) befürwortet die Vorschläge von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesverband Deutscher Internisten (BDI) zum Ausbau des Belegarztwesens als anerkannter Möglichkeit für die Verzahnung ambulanter und stationärer Behandlungsstrukturen.

„Das zuletzt eher stiefmütterlich behandelte Belegarztwesen wurde im Rahmen des Sicherstellungskongresses der KBV zu Recht wieder in den Fokus gerückt“, so Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa). Das Belegarztwesen ist ein weltweit verbreitetes Modell für eine gut funktionierende intersektorale Versorgung der Patienten und darüber hinaus die einzige Versorgungsstruktur, in welcher die Patienten über alle Sektoren hinweg durch die gleiche Ärztin bzw. den gleichen Arzt betreut werden“, so Lindemann weiter. Nicht zuletzt für den ländlichen Raum kann damit Versorgungsengpässen wirkungsvoll begegnet werden.

Der SpiFa hat kürzlich gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden das „Aktionsbündnis Belegarztwesen“ ins Leben gerufen, welches weitere Vorschläge zur Wiederbelebung des Belegarztwesens erarbeiten wird und die bereits im 2016 veröffentlichten Positionspapier „Facharzt 2020“ dargestellten Forderungen zum Belegarztwesen aufnimmt.

BDC-Pressemitteilung: Belegarztwesen neu denken und gestalten

Quelle: Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa), Straße des 17. Juni 106 -108, 10623 Berlin, www.spifa.de, 29.06.2017

Umstrittene Prämien: Chirurgen kritisieren Qualitätsmessung der AOK

Berlin/Hessen, 04.07.2017: Laut aktuellem Nachtrag zum Strukturvertrag zwischen der AOK Hessen und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen können Vertragsärzte mit einer Zuschlagsprämie rechnen, wenn sie Patientinnen und Patienten an Krankenhäuser überweisen, die nach Einschätzung der AOK bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen. Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC) sieht diese Vorgehensweise als Versuch, die Krankenhauslandschaft mithilfe von Zuwendungen zu regulieren. Dies sei allerdings Aufgabe der Politik – nicht der Krankenkassen.

Der besagte Nachtrag zum Betreuungsstrukturvertrag in Hessen beinhaltet, zusätzlich 9 Euro bei AOK-Patienten abrechnen zu können, wenn der Vertragsarzt eine Klinikempfehlung nach Vorgabe des AOK-Krankenhausnavigators ausspricht. „Bisher gibt es keinen Nachweis, dass das AOK-Rating die Qualität verbessert hat, obwohl dieses System seit Jahren praktiziert wird“, kritisiert Prof. Dr. h.c. Dr. med. Hans-Joachim Meyer, Präsident des BDC. Abgerechnet werden dürften aber nur Leistungen, die den Nachweis ihrer Effektivität erfüllt haben. „Aus diesem Grund erachten wir die Abrechenbarkeit von Empfehlungen niedergelassener Kollegen nach Vorgabe des „Bäumchen-Systems“ der AOK für rechtswidrig“, so Meyer.

Jedes Jahr veröffentlicht die AOK einen Bericht zur „Qualitätssicherung durch Qualitätsinformation, Messung von Ergebnisqualität mit Routinedaten (QRS)“. Dieser Bericht soll Patientinnen und Patienten dabei helfen, das richtige Krankenhaus für die jeweiligen Beschwerden zu finden. Die Abrechnungsdaten der Krankenhäuser dienen als Grundlage für Auswertungen, die von der AOK als Punkte- bzw. „Bäumchen-System“ dargestellt werden.

[1] 3. Nachtrag zum Strukturvertrag zur Weiterentwicklung der Betreuungsstrukturen für Patienten mit gesteigertem Versorgungsbedarf zwischen der AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen vom 17.02.2014.  (04.07.2017).

Pressemitteilung als PDF

Die neue Print-Ausgabe Passion Chirurgie ist unterwegs

In der BDC-Geschäftsstelle ist die neue Ausgabe bereits druckfrisch angekommen. Alle BDC- und DGCH-Mitglieder bekommen sie in den nächsten Tagen per Post zugestellt. Die aktuelle Ausgabe ist besonders umfangreich, denn wichtige Themen wie die bevorstehende Bundestagswahl und viele Impressionen vom Kongress der DGCH in München und vom Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg haben ihren Platz im Heft gefunden. Unsere Klassiker wie der Hygiene-Tipp, ein CME-Artikel sowie Fragen & Antworten sind natürlich auch mit dabei.

Wir wünschen Ihnen wie immer eine spannende Lektüre und freuen uns auf Ihr Feedback.

Ihre Redaktion

Schaufenster Juli 2017

Der Lohfert-Preis 2017: Zukunftweisende App für onkologische Patienten

Der Lohfert-Preis 2017 geht an das Projekt „Effizienz von Smartphone Apps zur Erfassung von Symptomen und Therapienebenwirkungen in der Behandlung von Krebspatienten“ unter der Leitung von Prof. Dr. med. Andreas Trojan von der Züricher Stiftung Swiss Tumor Institute. Die regelmäßige Datenerfassung und Kommunikation zwischen Arzt und Patient über eine App soll Notfall­einweisungen verringern und die Effizienz der Behandlung steigern. Viele onkologische Patienten können davon profitieren, weil ihnen während der Therapie der Aufenthalt zuhause erleichtert wird.

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DÄT: Interview mit dem Blogger und Netzexperten Sascha Lobo

Beim Deutschen Ärztetag in Freiburg befragte das Deutsche Ärzteblatt Referenten, Patienten und Delegiert zu Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Medizin. Blogger, Buchautor und Journalist Sascha Lobo rät Ärzten in seinem Interview, sich aktiv an der Gestaltung der Digitalisierung in der Medizin zu beteiligen.

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Erweiterte Realität soll Chirurgen helfen

Laut einer Online-Umfrage arbeiten mehrere Unternehmen daran, Augmented-Reality-Technik in die Gesundheitsbranche einzuführen – auch in den OP. Bereits im letzten Jahr wurden an einer US-amerikanischen Universität AR-Brillen bei neurochirurgischen Eingriffen genutzt, um damit Informationen in Echtzeit aufrufen zu können. Mehrere Unternehmen arbeiten derzeit an der Weiterentwicklung und Umsetzung von AR im OP, um Chirurgen mithilfe von erweiterter Realität die Arbeit zu erleichtern.

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Fast jeder Zweite nutzt Gesundheits-Apps

Gesundheits-Apps sind für viele Ansporn sich mehr zu bewegen, unterstützen bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten sowie der Therapietreue und liefern nützliche Informationen, etwa zu Fitness- oder Ernährungsthemen. Fast jeder zweite Smartphone-Nutzer (45 Prozent) verwendet bereits Gesundheits-Apps. Ebenso viele (45 Prozent) können sich vorstellen, dies künftig zu tun. Lediglich jeder Zehnte (10 Prozent) ist der Meinung, solche Apps künftig eher nicht oder auf gar keinen Fall nutzen zu wollen.

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Termine BDC|Akademie

Facharztvorbereitung

Datum Ort Kurs-Nr. Seminartitel Wissenschaftlicher Leiter

04.09.17

08.09.17

Erfurt

2017-23822

Facharztseminar – Orthopädie / Unfallchirurgie

Prof. Dr. med. Thomas Mückley

11.09.17

15.09.17

Leipzig

2017-22550

Facharztseminar – ­Allgemeinchirurgie

Dr. med. Ehrhardt Weiß

06.11.17

10.11.17

Dortmund

2017-22530

Facharztseminar Allgemeinchirurgie

Dr. med. Jens-Peter Stahl; Prof. Dr. med. Mark Hartel

14.11.17

17.11.17

Hamburg

2017-23672

Facharztseminar Viszeralchirurgie

Prof Dr. med. Dr. h.c. Jakob R. Izbicki; Prof. Dr. med. Wolfgang Schwenk

Fachbezogene Seminare, Workshops und Hospitationen

Datum Ort Kurs-Nr. Seminartitel Wissenschaftlicher Leiter

31.08.17

01.09.17

Berlin

2017-22401

CAMIC 1: Grundlagen der minimalinvasiven Chirurgie

Prof. Dr. med. Ferdinand ­Köckerling

18.09.17

19.09.17

Norderstedt

2017-23617

Orthotrauma: Obere Extremität

Prof. Dr. med. Burkhard Wippermann; Dr. med. Michael Stalp

21.09.17

22.09.17

Berlin

2017-22403

CAMIC 2: Endoskopische Hernienchirurgie

Prof. Dr. med. Ferdinand Köckerling

22.09.17

23.09.17

Berlin

2017-23865

Fußchirurgie Seminar 3

Dr. med. Dan-Henrik Boack

29.09.17

30.09.17

Dresden

2017-23824

OP-Kurs Ellenbogen

Prof. Dr. med. Wolfgang Schneiders; Prof. Dr. med. Guido Fitze

06.10.17

07.10.17

Berlin

2017-23616

Deformitätenkorrektur mittels Ringfixateur

Prof. Dr. med. Robert Rödl; Dr. med. Micha Langendörfer

12.10.17

13.10.17

Berlin

2017-22405

CAMIC 3: Laparoskopische Nahttechniken

Prof. Dr. med. Ferdinand Köckerling

12.10.17

13.10.17

Tuttlingen

2017-23672

Spezielle Viszeralchirurgie

Prof. Dr. med. Michael Schäffer

19.10.17

20.10.17

Berlin

2017-22408

Master-Class Adipositaschirurgie

Prof. Dr. med. Volker Lange

15.11.17

17.11.17

Köln

2017-23684

Viszeralchirurgie Kompakt: ­Pankreaschirurgie

Univ.-Prof. Dr. med. Christiane Bruns; PD Dr. med. Felix Popp

16.11.17

17.11.17

Berlin

2017-22409

Master-Class Hernienchirurgie

Prof. Dr. med. Ferdinand ­Köckerling

16.11.17

17.11.17

Frankfurt/M

2017-23674

Viszeralchirurgie Kompakt: Adipositaschirurgie

Prof. Dr. med. Rudolf Weiner

23.11.17

24.11.17

Berlin

2017-22407

CAMIC 4: Laparoskopische kolorektale Chirurgie

Dr. med. Ferdinand Köckerling

23.11.17

25.11.17

Hamburg

2017-23613

Ostheosyntheseverfahren unteren Extremität

Prof. Dr. med. Johannes M. Rueger

Softskill- & Managementseminare

Datum Ort Kurs-Nr. Seminartitel Wissenschaftlicher Leiter

13.10.17

Berlin

2017-24761

Medizinische Krisenkommunikation

Dr. jur. Jörg Heberer; Holger Münsinger

22.09.17

23.09.17

Köln

2017-25820

Begutachtung von Berufskrankheiten

Dr. med. Ekkehard Hierholzer

10.11.17

11.11.17

 Köln

2017-25810

Unfallbegutachtung in der gesetzlichen Unfallversicherung (Teil I: 10.-11.11.2017 und Teil II: 17.-18.11.2017)

Dr. med. Ekkehard Hierholzer; Prof. Dr. med. Bertil Bouillon

24.11.17

25.11.17

Berlin

2017-24600

Der Chirurg als leitender Arzt

Prof. Dr. Heinz-Jochen Gassel

27.11.17

Berlin  2017-24714

G-DRG UPDATE 2018

Dr. med. Rolf Bartkowski

01.12.17

02.12.17

Berlin

2017-26536

Refresherkurs “Chirurginnen auf dem Weg nach oben”

Dr. med. Gunda Leschber; Sabine Schicke; Prof. Dr. med. Katja Schlosser

01.12.17

02.12.17

Berlin

2017-24705

Führen im Generationenmix

Prof. Dr. soz. Margit Geiger

Fachübergreifende Seminare

Datum Ort Kurs-Nr. Seminartitel Wissenschaftlicher Leiter

13.10.17

14.10.17

Berlin

2017-24708

Abschlusscolloquium Fortbildung für Hygienebeauftragte Ärzte (HBA)

Prof. Dr. med. Julia Seifert; Prof. Dr. med. Axel Kramer

03.11.17

04.11.17

Hannover

2017-24710

Abschlusscolloquium Fortbildung für Hygienebeauftragte Ärzte (HBA) speziell für Niedergelassene

Dr. med. Peter Kalbe

BDC|Akademie:

Information und Anmeldung:
Tel. 030/28004-120, Fax 030/28004-129 oder per E-Mail: akademie@bdc.de
Oder über BDC|Online unter www.bdc.de, Rubrik BDC|Akademie | Alle Veranstaltungen

Berufsverband der Deutschen Chirurgen e. V.
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin

BDC|Akademie in Zahlen

Für Chirurginnen und Chirurgen wurden im ersten halben Jahr in 2017 an insgesamt 140 Seminartagen Fort- und Weiterbildungen von der BDC|Akademie angeboten: von Common Trunk- und Facharztseminaren über fachbezogene Seminare bis hin zu Softskill- und Managementseminaren.

Die BDC|Akademie begrüßte bereits über 1.700 Teilnehmer in diesem Jahr. Von Januar bis Ende Juni wurden viele Seminare in den unterschiedlichen Fachbereichen der Chirurgen veranstaltet – ohne die vielen ehrenamtlichen Referenten und die Unterstützung der Partner aus der Industrie wäre das nicht möglich gewesen.

Im ersten Halbjahr 2017 hat das Team der BDC|Akademie schon 41 Seminare in ganz Deutschland umgesetzt und betreut. Im September geht es mit neuen Veranstaltungen weiter – dann werden auch die BDC|WEBINARE als neues Fortbildungsangebot starten.

Auszeichnungen und Ernennungen von BDC-Mitgliedern – Juli 2017

Dr. med. Oliver Bachmann, Chirurg und Proktologe, ist seit dem 01.07.2016 neues Mitglied des MVZ des Marien-Hospitals Wesel. Sein Ziel ist der Aufbau eines proktologischen Zentrums.

Ulrich Fetzner ist seit 1.4.2017 Leitender Oberarzt und Stellvertreter des Chefarztes der Viszeralchirurgie am Marien-Hospital Gelsenkirchen Buer. Zuvor arbeitete er als Oberarzt für Chirurgie an der Universitätsmedizin Essen, Campus St. Josef, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Unfallchirurgie, Essen-Werden.

Cambiz Firouzabadi kümmert sich seit Mai 2017 als leitender Arzt des Bereichs Unfallchirurgie und Orthopädie des HELIOS St. Josefs-Hospital Bochum-Linden um die verunfallten Patienten. Reichlich Erfahrung bringt er u. a. aus seiner vorherigen 12-jährigen Tätigkeit als leitender Oberarzt der Unfallchirurgie im Marien Hospital in Düsseldorf mit.

Dr. med. Christian Gütter, angehender Chirurg der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie Saalfeld, wurde im Rahmen des diesjährigen Jahreskongresses der Thüringischen Gesellschaft für Chirurgie mit dem Nikolai-Guleke-Preis ausgezeichnet. Man würdigte damit die hohe Qualität seiner Dissertation zum Thema der Mutationen eines Gens, das zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen kann.

Dr. med. Hubert Lott ist neuer Chefarzt der Chirurgie am Stühlinger Loreto-Krankenhaus. Sein Vorgänger Dr. Helmut Keller verabschiedete sich in den Ruhestand.

Dr. med. Christoph Marquardt, Oberarzt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Klinikum Ludwigsburg wurde dieses Jahr im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) mit dem Karl-Storz-Preis ausgezeichnet. Marquardt erhielt den Preis für seine besonderen Verdienste und Leistungen im Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie.

Prof. Dr. med. Thomas Schiedeck, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im RKH Klinikum Ludwigsburg, übernimmt nach der Wahl während des 19. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) in München zum 01.07.2017 das Amt des Vizepräsidenten. Ab 2019 wird er dann die Präsidentschaft der Fachgesellschaft übernehmen.

Dr. med. Jan Schilling ist seit April 2017 neben Dr. Möller-Karnick und Dr. Christophers chefärztlicher Leiter der Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie am Krankenhaus Tabea in Blankenese. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie wird nebenbei weiterhin seine interdisziplinäre Praxis in der Hamburger HafenCity leiten.

Dr. med. Gregor Schmidt-Tobolar ist Chefarzt der im Mai 2017 eröffneten neuen Klinik für Mund, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie des RoMed Klinikum Rosenheim.

Auch Fachärzte können ab Juli Hausbesuche delegieren

Hausbesuche von in Facharztpraxen tätigen nichtärztlichen Praxisassistenten sind ab 1. Juli abrechenbar. Bislang wurden ausschließlich deren Visiten in Alten- und Pflegeheimen vergütet. Einen entsprechenden Beschluss hat der Bewertungsausschuss gefasst.

„Damit besteht eine weitere Möglichkeit für Ärzte, Leistungen an qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten zu delegieren“, hob KBV-Chef Dr. Andreas Gassen hervor. Der Ausbau der Kooperation mit nichtärztlichen Gesundheitsberufen sei ein wichtiges Anliegen der KBV und ein Weg, um die wachsende Zahl ambulanter Behandlungen auch künftig in hoher Qualität bewältigen zu können. Wichtig sei, dass der Arzt die Behandlung koordiniere, damit keine Schnittstellenprobleme entstünden.

Zwei neue Zuschläge

Zur Abrechnung der Hausbesuche werden in das EBM-Kapitel 38 (Delegierbare Leistungen) zwei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) 38202 und 38207 aufgenommen. Sie werden als Zuschläge zu den GOP für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen von Praxismitarbeitern (Wegepauschalen GOP 38100 und 38105) gezahlt – extrabudgetär und damit ohne Mengenbegrenzung.

Die zwei neuen Zuschläge können nur von (bestimmten) Fachärzten berechnet werden. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte den Bewertungssauschuss aufgefordert, diese Nachbesserung im Kapitel 38 für die Fachärzte bis zum 1. Juli 2017 umzusetzen.

17,48 Euro für den Hausbesuch

Damit ist der Hausbesuch eines nichtärztlichen Praxisassistenten mit insgesamt 166 Punkten (17,48 Euro) bewertet, der Mitbesuch mit insgesamt 122 Punkten (12,85 Euro). Genauso viel erhalten Fachärzte, wenn ein Assistent Patienten in einem Pflegeheim aufsucht. Eine solche Konsultation ist bereits seit einem Jahr möglich. Auch hier erfolgt die Abrechnung über einen Zuschlag zu den GOP 38100 und 38105 (GOP 38200 und 38205).

Fachärzte benötigen Genehmigung

Fachärzte, die Haus- und Pflegeheimbesuche an einen nichtärztlichen Praxisassistenten delegieren und abrechnen wollen, benötigen eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung. Dabei müssen sie erklären, dass sie einen Assistenten mit mindestens 20 Wochenstunden beschäftigen und dieser über die geforderte Qualifikation und Erfahrung verfügt. Eine Mindestanzahl von Behandlungsfällen ist keine Voraussetzung.

Fachärzte, die bereits einen Assistenten beschäftigen, müssen keine neue Genehmigung beantragen. Sie können nunmehr auch Hausbesuche delegieren, wenn sie dies für sinnvoll erachten.

Hausärzte profitieren seit 2015

Hausärzte profitieren bereits seit Anfang 2015 von einer Förderung der Delegation ärztlicher Leistungen an qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten und können entsprechende Leistungen des Kapitels 3 abrechnen. Für kleine Hausarztpraxen, die nichtärztliche Praxisassistenten beschäftigen aber die geforderten Mindestfallzahlen im Kapitel 3 nicht erreichen, besteht seit einem Jahr die Möglichkeit, den Zuschlag für Pflegeheimbesuche (GOP 38200 und 38205) abzurechnen.

Nichtärztliche Praxisassistenten in Facharztpraxen: Abrechnung von Pflegeheim- und Hausbesuchen

Seit 1. Juli 2016:
Pflegeheimbesuch
Neu ab 1. Juli 2017:
Hausbesuch
GOP Bewertung
(Punkte)
GOP Bewertung
(Punkte)
1. Patient 38100 76 38100 76
38200 90 38202 90
Weiterer Patient 38105 39 38105 39
38205 83 38207 83

Fachärzte, die keinen genehmigten Praxisassistenten beschäftigen, können auch weiterhin die GOP 38100 / 38105 abrechnen. Sie erhalten allerdings keine Zuschläge.

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin, www.kbv.de, 29.06.2017