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BDC, DGCH und DIVI warnen dringend vor dem “Facharzt für Notfallmedizin”

Berlin, August 2013: Wegen Mangels an Fachmedizinern in deutschen Kliniken, fordert die DGINA die Einführung eines neuen Berufsbildes in den Rettungsstellen – den „Facharzt für Notfallmedizin“. Doch was zunächst verlockend klingt, ist in Wirklichkeit eine Mogelpackung. Während derzeit in deutschen Notaufnahmen voll ausgebildete Chirurgen, Internisten, Neurologen, Kinderärzte und Gynäkologen sowie andere Fachgruppen zusammen arbeiten, würde es in Zukunft nur noch einen Facharzt für Notfallmedizin geben, der während seiner eigenen Ausbildung jedoch nur Bruchteile des Wissens der einzelnen Fachgebiete erlernen kann.

„Das wäre ein qualitativer Rückschritt und eine Gefahr für die Patienten“, sagt Frau Prof. Julia Seifert. Die Vizepräsidentin des BDC arbeitet selbst als leitende Oberärztin in einer der größten Unfallkliniken Europas, dem ukb: „Deutschland nimmt bei der Versorgung von Unfallopfern, Herzinfarkt- oder Schlaganfallpatienten eine Spitzenposition in Europa ein. Das liegt u.a. daran, dass wir Strukturen wie Traumanetzwerke, Stroke units und Herzkatheterplätze geschaffen haben und dass wir dafür spezialisierte Mediziner aller Fachgruppen in der Rettungsstelle vorhalten und den ärztlichen Nachwuchs gezielt ausbilden können. Die einzelnen Fachmediziner können später eine zusätzliche Qualifikation, die Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“, erlangen. Derzeit werden die Inhalte dieser Zusatzbezeichnung geprüft und erweitert, so dass zukünftig der gesamte Bereich der präklinischen und klinischen Notfallmedizin abgebildet ist.“

Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Meyer, Generalsekretär der DGCH, mahnt: „In der Notfallmedizin steht das übergreifende Arbeiten aller Fächer im Vordergrund. Dies müssen wir unterstützen.“

Prof. Dr. André Gries, Sprecher der DIVI-Sektion „Interdisziplinäre Notaufnahme“ und Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Uniklinikum Leipzig: „Was wir brauchen, ist eine zweijährige Zusatzweiterbildung ´Notfallmedizin´ für den leitenden Arzt jeder zentralen Notaufnahme und für das dauerhaft in der Rettungsstelle arbeitende ärztliche Personal.“

Einige andere europäische Länder haben aus der Not heraus (Mangel an Finanzen, Mangel an gut ausgebildeten Fachmedizinern) den Facharzt Notfallmedizin etabliert. Diese Länder, z.B. Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Malta und Großbritannien haben allesamt ein nicht so hochwertiges, leistungsstarkes Gesundheitssystem wie Deutschland. Auch die Rettungsmedizin hängt dort hinterher, weshalb sich viele Deutsche im Akutfall aus dem Ausland nach Hause fliegen lassen. Im letzten Jahr wurden allein vom ADAC 14.100 Urlauber zurücktransportiert, um in Deutschland umfassend diagnostiziert und behandelt zu werden.

Prof. Julia Seifert: „Wir wollen uns an den höchsten Qualitätsmaßstäben messen. Daher fordern wir, dass der sog. Facharztstandard in allen an der Notfallversorgung beteiligten Häusern auch tatsächlich gewährleistet wird. Ein neu zu schaffender Facharzt löst dieses Problem sicherlich nicht. Umgekehrt ist es sinnvoll: die qualifizierten Fachärzte sollten eine an aktuelle Qualitätsaspekte angepasste Zusatzweiterbildung „Notfallmedizin“ absolvieren und damit ihre diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen erweitern.“

Abkürzungen:

BDC – Berufsverband der Deutschen Chirurgen

DGCH – Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

DGINA – Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin

DIVI – Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

Ukb – Unfallkrankenhaus Berlin

Rezension: Normalbefunde in der Skelettreifung

Als Arzt, der vor der Aufgabe steht, eine Skelettaufnahme eines Kindes oder Jugendlichen zu beurteilen, begegnet man regelmäßig der Frage: Ist es noch ein Normalbefund oder liegt hier eine pathologische Veränderung vor? Das Erkennen des Pathologischen setzt die Kenntnis des Normalen voraus und genau das macht die Beurteilung der Skelettaufnahmen im Wachstumsalter so schwierig. Um sich die Beurteilung der Aufnahmen leichter zu machen, werden immer noch sogenannte „Vergleichsaufnahmen“ der z. B. unverletzten Extremität angefertigt, was aber seit langem schon aus strahlenhygienischen Gründen obsolet ist und tunlichst unterlassen werden sollte. Genau zur Lösung dieses Dilemmas leistet der kürzlich erschienene Atlas von S. L. Kahn, C. M. Gaskin, V. L. Sharp und Th. E. Keats: Normalbefunde in der Skelettreifung (Thieme Verlag 2013) eine unschätzbare Hilfe.

Der Atlas ist sehr übersichtlich in zwei große Teile – nach Geschlechtern – gegliedert und die beiden Teile zeigen in insgesamt je 17 Kapiteln Normalbefunde vom Schädel bis zum Fuß, von allen Skelettabschnitten jeweils nach Altersgruppen gegliedert vom Neugeborenen, Säugling (3/6/9/12 Monate) über Kleinkind (18/21 Monate, 2-5 Jahre im Jahresabstand), Schulkind (6 bis 15 Jahre im Jahresabstand) Jugendliche (16 bis 18 Jahre im Jahresabstand) und junge Erwachsene (19 bis 21 Jahre im Jahresabstand). So stehen dem Leser insgesamt 2.304 Abbildungen in hervorragender Qualität zur Verfügung (Lob an den Verlag für die Abbildungsqualität!) – eine nahezu einzigartige Sammlung an Normalbefunden. Dank der übersichtlichen Gliederung findet man sich sehr schnell zurecht und kann die benötigte Aufnahme zügig auffinden. Dem Atlas liegt auch eine DVD bei, die auf insgesamt zwei Computern (leider nur PC) installiert werden kann. Die digitalen Möglichkeiten (Kontrast ändern, Ausschnittvergrößerung etc.) bringen einen zusätzlichen Gewinn und machen die Arbeit noch einmal einfacher, da in die Suchmaske direkt Geschlecht, Alter und gewünschter Skelettteil eingegeben werden können. Je nach Monitorgröße und –qualität kommen die Bilder genauso zur Darstellung, wie man es vom digitalen Röntgen her bereits gewohnt ist. Zu bedauern ist lediglich die fehlende Möglichkeit das Programm im lokalen Netzwerk installieren zu können, um es z. B. in einer Praxis oder Klinikambulanz an mehreren Arbeitsplätzen nutzen zu können.

Zusammenfassend liegt mit dem Atlas „Normalbefunde in der Skelettreifung“ eine Sammlung von Normalbefunden vor, die für alle Fachrichtungen, die mit der Beurteilung von Röntgenaufnahmen befasst sind – Chirurgen, Kinderchirurgen, Orthopäden, Unfallchirurgen, Kinderärzte, Radiologen etc. -, eine sehr wertvolle Hilfe leistet und daher absolut empfehlenswert ist. Angesichts des Preises wäre noch die Möglichkeit einer DVD-Lizenzierung auch für kleinere lokale Netzwerke sowie eine MAC-Version für die Apple-Gemeinde wünschenswert.

OEBPS/images/03_05_A_09_2012_Rezension_image_01.jpgNormalbefunde in der Skelettreifung
Lowell Kahn, Cree M. Gaskin, Victoria L. Sharp, Theodore E. Keats
Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
2013, 607 Seiten, 2.304 Abb., geb.
ISBN : 978-3-13-172341-3, € 199,99

 

Rezensent:
Dr. med. Andreas Schmidt
Kinderchirurgische Gemeinschaftspraxis
Kinderchirurgische Belegabteilung
Joseph-Mayer-Str.1
86154 Augsburg

Schmidt A. Rezension: Normalbefunde in der Skelettreifung. Passion Chirurgie. 2013 August; 3(08): Artikel 03_05.

Auszeichnungen und Ernennungen von BDC-Mitgliedern – 3. Quartal 2013

Aus der Passion Chirurgie 08/2013

Prof. Dr. med. Björn Brücher FRCS,FACS ist seit Anfang 2013 Director des Peritoneal Surface Malignancies Center of Excellence und Leiter der Abteilung Cance Research am Bon Secours National Cancer Institute in Richmond, Virginia/USA.

Dr. med. Cornelia Deckwerth ist neue Leiterin der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie am AGAPLESION Hochstift dem Ev. Krankenhaus in Worms.

Prof. Dr. med. Oliver Drognitz ist seit April 2013 Direktor der Chirurgischen Klinik der St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe.

Prof. Dr. med. Goetz A. Giessler ist neuer Leiter der Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Aesthetische und Handchirurgie am Klinikum Kassel.

Dr. med. Florian Graupe ist neuer Leiter der Abteilung Viszeralchirurgie am AGAPLESION Hochstift dem Ev. Krankenhaus in Worms.

Dr. med. Oliver Heiber ist seit April 2013 neuer Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler.

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Karl-Walter Jauch ist seit Juni 2013 ärztlicher Direktor für das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Dr. med Thomas Karl, bisher Chefarzt am Rotkreuz-Krankenhaus Frankfurt, wird im August 2013 ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie des SLK-Klinikums am Plattenwald in Bad Friedrichshall.

PD Dr. med. Stefan Limmer ist seit August 2013 neuer Chefarzt der Abteilung für Thorax-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg.

Dr. med. Kai Mehlhase ist neuer Leiter der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin an der HELIOS Klinik in Rottweil.

Prof. Dr. med. Thomas Mückley ist seit März 2013 neuer Chefarzt der neuen Klinik für Orthopädie und Unfallchirugrie am HELIOS Klinikum Erfurt.

Prof. Dr. med. Rudolf Ott ist seit März 2013 neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie im Waldkrankenhaus Berlin-Spandau.

Dr. med. Albert Peters ist seit Januar 2013 Chefarzt der Klinik für Chirurgie, Schwerpunkt Allgemein- und Viszeralchirurgie, im St.-Johannisstift Paderborn.

PD Dr. med. Claudia Rudroff ist seit April 2013 Chefärztin in der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Köln Weyertal.

Dr. med. Uwe Samar ist seit März 2013 Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am HELIOS Klinikum in Siegburg.

Dr. med. Erwin Stolpe, Medical Director der ADAC-Luftrettung und leitender Hubschraubernotarzt der Rettungshelikopterstation Christoph 1 am Klinikum München-Harlaching, ist im Februar 2013 das Bundesverdienstkreuz verliehen worden.

Dr. med. Tim Strauss ist neuer Leiter der Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Diakoniekrankenhaus in Rotenburg/Wümme.

Aus der Passion Chirurgie 09/2013

Dr. med. Stefan Bernhardt-Schütze leitet seit Juli 2013 die Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Ameos Klinikum Alfeld.

Dr. med. Jörn Harder ist neuer Ärztlicher Direktor der Inselklinik Föhr-Amrum.

Prof. Dr. med. Rüdiger Horstmann, Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster-Hiltrup, ist seit April 2013 auch neuer Ärztlicher Direktor des Krankenhauses.

Andrej Illenseer ist seit April 2013 neuer Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie im Einbecker Bürgerhospital.

Prof. Dr. med. Joachim Jähne, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des Diakoniekrankenhauses Henriettenstiftung in Hannover, ist für das Amtsjahr 2013/2014 neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH).

Dr. med. Thomas Jungbluth ist seit August Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) am Klinikum Wolfsburg.

Dr. med. Stefan Meierling ist seit Juni 2013 Leiter der Thoraxchirurgie ab der Asklepios Klinik Hamburg-Harburg.

Prof. Dr. med. Karl-Heinz Muhrer wird am September 2013 neuer Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St.-Josefs-Krankenhaus Balserische Stiftung in Gießen.

PD Dr. med. Stefan Piltz ist seit August 2023 neuer Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Coburg.

Dr. med. Markus Ring ist neuer Chefarzt der Unfallchirurgie an den Kliniken “St. Elisabeth” in Neuburg a d Donau.

PD Dr. med. Dr. Uwe Johannes Roblick ist neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie am AGAPLESION Diakonieklinikum Hamburg.

Dr. med. Volkhart Rolf ist seit Juli 2013 Chefarzt der neuen Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie an der HELIOS Klinik Wipperfürth.

Dr. med. Thomas Weihrauch ist neuer Chefarzt der Klinik für Chirurgie an den Ilm-Kreis-Kliniken in Arnstadt-Ilmenau.

 

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen gratuliert seinen Mitgliedern zu den Auszeichnungen und Ernennungen.

Hygiene-Tipp: Leitfaden zu Organisation und Hygienemanagement in der Arztpraxis (Struktur- und Prozessqualität)

Die Situation in der niedergelassenen, hausärztlichen Praxis gestaltet sich immer anspruchsvoller:

Es kommt zu einer zunehmenden Verlagerung der Patientenversorgung aus dem stationären in den ambulanten Bereich, zahlreiche invasive diagnostische Verfahren, Behandlungen und Eingriffe werden nur noch bei ambulanter Leistungserbringung vergütet, es entstehen neuartige Versorgungsstrukturen wie die medizinischen Versorgungszentren. Die Patientenstruktur veränderte sich ebenfalls in den vergangenen Jahren: es sind nicht nur alte und multimorbide, sondern auch immunsupprimierte Menschen zu versorgen. Patienten, die mit multiresistenten Erregern (MRE) kolonisiert sind, werden vom Arzt in seiner Praxis, bei Hausbesuchen bzw. im Rahmen von Visiten in stationären Pflegeeinrichtungen regelhaft betreut.

Zusammenfassend steigen die Anforderungen an die Hygiene auch in der ambulanten Versorgung. Hygiene ist somit als wichtiger Bestandteil des verpflichtenden Qualitätsmanagementsystems einer Arztpraxis zu bewerten.

Auch die Patienten werden zunehmend kritischer, recherchieren Hintergründe ihrer Erkrankung im Internet und achten vermehrt auf die hygienischen Rahmenbedingungen in Praxen. Liegen hinreichende Anhaltspunkte für vermeidbare Hygienemängel oder Anhaltspunkte für eine Nichteinhaltung der fachlich gebotenen Hygienestandards vor, ordnet die Rechtsprechung Hygienefehler dem Bereich der beherrschbaren Risiken zu. Haben sich Hygienerisiken verwirklicht, die nicht vorrangig aus den Eigenheiten des menschlichen Organismus erwachsen, sondern durch die Behandlungsseite voll beherrscht werden können und müssen, kann es verfahrensrechtlich zu einer Beweiserleichterung für den geschädigten Patienten bis hin zu einer Beweislastumkehr zulasten der Behandlungsseite kommen. Es ist aus den genannten Gründen im Eigeninteresse des Praxisinhabers, aber natürlich auch im Interesse der von ihm behandelten Patientinnen und Patienten, die eigene Praxis auf mögliche Hygienemängel zu überprüfen und diese abzustellen. Hygienemängel können in der Arztpraxis in der Regel mit geringem Aufwand und niedrigen Kosten behoben werden.

Niedergelassene Arztpraxen verfügen in der Regel nicht über Beratung durch Hygienefachpersonal. Bislang existierten keine ausreichenden praxisbezogenen Empfehlungen, die auch durch Nicht-Hygienefachpersonal umgesetzt werden können. Diese Situation spiegelt sich wider im zunehmenden Beratungsbedarf der Einrichtungen sowie in den Überprüfungsergebnissen der Aufsichtsbehörden.

Hier setzte die AG Praxishygiene der DGKH an. Fachleute aus der Krankenhaushygiene, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sowie aus Aufsichtsbehörden erarbeiteten im vorliegenden Leitfaden unter Berücksichtigung der aktuellen normativen Vorgaben und der aktuellen Fachliteratur ein Kompendium praxisorientierter, einfach umsetzbarer Empfehlungen zur erforderlichen Organisation der Basishygiene in der Arztpraxis sowie zur ambulanten Betreuung von Patienten zu Hause oder in Heimen.

Praxisbezug soll insbesondere durch die Rubrik „Anmerkungen und Empfehlungen“ hergestellt werden, weitergehende Informationen, Merkblätter, Downloads etc. erhält der Leser im Anhang.

Die tabellarische Darstellung wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit und der schnellen Orientierung gewählt.

Spezielle Bereiche sind in der vorliegenden Fassung nicht berücksichtigt. Zusätzliche Empfehlungen für Arztpraxen einzelner Facharztgruppen, ambulant operierende und endoskopierende Einrichtungen werden sukzessive als ergänzende Module herausgegeben.

Der Lesbarkeit halber wurde ausschließlich die männliche Bezeichnung gewählt.

Mitglieder der AG Praxishygiene der DGKH:

  • Dr. Lutz Bader, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
  • Dr. Edith Begemann, Bayerische Landesärztekammer
  • Dr. Sabine Gleich, Referat für Gesundheit und Umwelt der LH München (Arbeitsgruppenleitung)
  • Adelheid Jones, Evangelisches Krankenhaus Kalk, Köln
  • Dr. Maria-Theresia Linner, München
  • Dr. Dr. Ines Otto-Karg, Klinikum Fulda
  • Wiebke Robl, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
  • PD Dr. Andreas Schwarzkopf, Institut Schwarzkopf, Aura an der Saale (assoziiertes Mitglied)

Die Empfehlung “Leitfaden zu Organisation und Hygienemanagement in der Arztpraxis (Struktur- und Prozessqualität)” der AG Praxishygiene der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) ist ein Nachdruck des Originalbeitrags aus der Zeitschrift Hygiene & Medizin des mhp-Verlags, Wiesbaden (Hyg Med 2013; 38:87–107).

Weiterführende Informationen
Leitfaden Hygienemanagement und praktisches Recht in der Arztpraxis

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V., Joachimstaler Straße 10, 10719 Berlin, info@krankenhaushygiene.de, www.krankenhaushygiene.de

AG Praxishygiene der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Hygiene-Tipp: Leitfaden zu Organisation und Hygienemanagement in der Arztpraxis. Passion Chirurgie. 2013 Juni; 3(06): Artikel 03_02.

BDC fordert transparente Arztrechnung – für alle Patienten

Berlin, Mai 2013: Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC e. V.) fordert eine grundlegende Veränderung im medizinischen Abrechungswesen. Jeder Patient, ob gesetzlich oder privat versichert, sollte nach Abschluss der Behandlung eine transparente, verständliche Rechnung erhalten. Eine neue Gesetzes-Regelung müsste dies schnellstmöglich zur Pflicht für jede Praxis und jede Klinik machen.

Prof. Hans-Peter Bruch, Präsident des BDC: „Auf einer verständlichen Rechnung kann jeder Bürger selbst sehen, ob er die Behandlungen bekommen hat, die in den verschiedenen Posten abgerechnet werden. Und: er bekommt ein Gefühl für die Kosten des Gesundheitssystems, in das er einzahlt.“

Bevor dies so jedoch auch bei den niedergelassenen Ärzten für gesetzlich Versicherte umsetzbar ist, muss die Abrechnung selbst grundlegend geändert werden. Bisher gibt es nur für Privatpatienten feste Preise für bestimmte Behandlungen. Für die gesetzlich Versicherten bekommen die Ärzte, unabhängig von ihrer tatsächlichen Leistung, nur Budgets. Ein Chirurg z.B. erhält zwischen 22 und 28 Euro pro Patient und Quartal. Wenn diese Budgets ausgeschöpft sind, bekommt der Arzt seine Arbeit darüber hinaus bislang nicht bezahlt. Nach diesem System sind normale Rechnungen nicht darstellbar.

Dr. Jörg Rüggeberg, Vizepräsident des BDC und niedergelassener Chirurg: „Feste Preise für bestimmte Leistungen wären viel gerechter, verständlicher und überschaubarer. Sie sind die Grundvoraussetzung für eine sogenannte ´Patienten-Quittung´, sprich, eine transparente Arztrechnung.“

“Wird in Deutschland zu viel operiert?”

Berlin, Mai 2013: Prof. Hans-Peter Bruch, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen, sagt: „Ja, wir müssen Instrumente entwickeln, um Operationen einzudämmen. Zumindest dort wo die Fachgesellschaften und Verbände die begründete Vermutung haben, dass die Operationszahlen den wirklichen Bedarf deutlich übersteigen.

Wichtig ist jedoch, den eigentlichen Grund für diese Leistungsausweitung im Medizinsystem zu beseitigen. Dieser liegt in der Vergütung durch das DRG-System. Es reagiert in der Regel viel zu träge auf Veränderungen. Dieses System setzt häufig ganz falsche ökonomische Leistungsanreize, induziert sogenannte Rosinenpickerei. Es vergütet Leistungen unterschiedlicher Komplexität in logisch nicht nachvollziehbarer Weise. Nicht selten begünstigt es in großer Zahl ausgeführte einfache Leistungen. Und: es ist in erheblichem Maße dem Einfluss von Lobby-Gruppen unterworfen. Wir fordern die Politik auf, dieses Vergütungs-System schnellstmöglich zu ändern! Sonst gehen entweder Kliniken reihenweise pleite oder die Patienten werden nicht alle nach bestem Therapie-Standard behandelt.

In diesem planwirtschaftlichen pseudo-ökonomischen System entsteht immer dann eine missliche Situation, wenn ein Höchstbetrag für ein Gesundheitsproblem festgelegt wird. Dann wird die bestmögliche Therapie dem ökonomischen Zwang unterworfen. Ähnliches gilt auch, wenn das gesundheitliche Problem eines Patienten deutlich mehr Ressourcen verbraucht als das gleichgelagerte Problem eines anderen. In einer durchökonomisierten Gesellschaft, die auf Wettbewerb, shareholder value, Massenproduktion und Massenkonsum abzielt, ist die Versuchung groß, gewinnträchtige Masse zu produzieren. Markt und Wettbewerb können für das Gesundheitssystem aber immer nur eingeschränkt gelten, weil das Wirtschaftssubjekt Patient seinen Nutzen nicht selbstständig optimieren und bestimmen kann. Denn ein Zweiter (der Arzt) übernimmt die Therapie und ein Dritter (die Kasse) die Bezahlung.“

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Aus Sorge um den Nachwuchs: Niedergelassene Chirurgen wollen Ausbildung der Assistenz-Ärzte zum Teil aus eigener Tasche zahlen

Berlin, Mai 2013: Niedergelassene Chirurgen wollen für die Weiterbildung des Nachwuchses jetzt Teile ihres eigenen Honorars zur Verfügung stellen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Ärzten des BDC.

Die Weiterbildung vieler Chirurgen in Deutschland ist in Gefahr. Weil immer mehr Erkrankungen nicht mehr nur in Kliniken, sondern zunehmend ambulant in Facharztpraxen behandelt werden, fehlen in den Krankenhäusern die entsprechenden praktischen Weiterbildungs-Inhalte. Zum Beispiel bei Leistenbrüchen, Augen-Operationen, in der Gastroenterologie und vielen anderen Bereichen.

Deshalb muss die Weiterbildung in diesen Bereichen nun dringend in die Praxen verlagert werden, so wie es bei den Hausärzten längst gesetzlich geregelt ist. Nur: Wer bezahlt die Assistenzärzte? Der Gesetzgeber hat für Hausärzte klare Regeln aufgestellt: zur Hälfte die Ärzteschaft, zur anderen Hälfte die Krankenkassen. Bei Fachärzten fehlt eine derartige Gesetzesregelung.

Dr. Jörg Rüggeberg, Vizepräsident des BDC und selbst niedergelassener Chirurg: „Angesichts der politisch gewollten Verlagerung großer Teile der Medizin und speziell der operativen Behandlungen in den ambulanten Bereich muss auch die Weiterbildung dieser Entwicklung folgen. Wir Chirurgen sind bereit, jetzt freiwillig in Vorleistung zu gehen, erwarten aber, dass die Krankenkassen auch ihren Beitrag leisten. Ansonsten ist die flächendeckende Versorgung mangels ausreichend qualifizierter Fachärzte in Gefahr. Wir fordern den Gesetzgeber auf, die fachärztliche Weiterbildung in Praxen endlich derjenigen von Hausärzten gleichzustellen!“

Chirurgie-Suche.de: Deutschlands größtes Chirurgie-Portal freigeschaltet

Berlin, April 2013: Jeder Patient kennt das mulmige Gefühl, wenn plötzlich ein chirurgischer Eingriff oder gar eine komplizierte Operation ansteht. Sofort wird in der Familie und im Freundeskreis gefragt: „Wie und wo finde ich den richtigen Arzt, die beste Behandlung?“ Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) kann diese Fragen jetzt beantworten – mit Unterstützung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Mit „Chirurgie-Suche.de“ hat der BDC Deutschlands größtes unabhängiges Suchportal für Patienten und Ärzte entwickelt, die nach chirurgischen Kliniken und Praxen suchen. Über 5.600 Abteilungen und Praxen sind bereits gelistet.

Das Portal bietet einen völlig neuen Weg, den passenden Spezialisten zu finden. Die Patienten geben einfach ihre Erkrankung/die gesuchte Operation und Ihren Wohnort ein. Sie müssen weder den medizinischen Fachausdruck, noch die dazu passende chirurgische Spezialisierung zu kennen. Ein intelligentes Computersystem verknüpft alle Angaben und zeigt die in Frage kommenden Spezialisten in der Region an.

Ein speziell entwickelter Chirurgie-Suche-Index (CS-Index) klassifiziert die gefundenen Kliniken und Praxen automatisch nach Vollständigkeit, Aktualität und Transparenz. Die Einrichtungen mit den umfangreichsten Informationen werden auf den Top-Positionen angezeigt.

Es werden Eingriffszahlen und Qualitätszertifikate genannt, Teams vorgestellt und Spezialsprechstunden ausgewiesen. Jeder kann sehen, auf welchen Gebieten die jeweiligen Kliniken oder Praxen wirklich spezialisiert sind. Wegen der detaillierten Informationen ist Chirurgie-Suche.de auch für überweisende Haus- und Fachärzte eine nützliche Informationsquelle. Denn gerade bei seltenen Krankheiten und Operationen ist es auch für zuweisende Ärzte nicht immer leicht, den richtigen chirurgischen Experten zu finden.

Und: Chirurgie-Suche.de bedient noch eine Zielgruppe: Ärzte in Aus- und Weiterbildung. Sie erfahren unter „Karriere“ viele Details zur Facharztausbildung, zu Arbeitszeitmodellen und zur Familienorientierung einer Klinik.

Angaben zu Arzt, Klinik und Praxis helfen dem Patienten manchmal aber allein nicht weiter. Oft möchte der Betroffene mehr über seine Erkrankung wissen. Aber welchen medizinischen Informationen können Patienten vertrauen? Hier hilft auf Chirurgie-Suche.de der Bereich „Berichte“ weiter. Über eine Verknüpfung gelangt der Patient direkt an die richtige Stelle auf dem medizinischen Wissensportal „ARZTBIBLIOTHEK“ des ÄZQ. Im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) werden dort ständig die neuesten medizinischen Erkenntnisse für Ärzte und Patienten in kurzer, verständlicher Form aufbereitet. Ziel ist die Vermittlung von objektivem, unabhängigem, hochwertigem und geprüftem Wissen.

weiterführende Informationen Link
Link zur Chirurgie-Suche

Generation Pippi Langstrumpf – auch im OP? Größte deutsche Studie zu drei Chirurgen-Generationen vorgestellt

Berlin, April 2013: Sie wollen keinen Dienstwagen, sondern lieber einen Betriebskindergarten. Sie wollen Karriere machen, aber nicht für mehr Kohle. Sie wollen die beste Weiterbildung – zum Wohle des Patienten. Sie wollen flexible Arbeitszeiten – damit sie sich selbst um ihre Kinder kümmern können.

Die größte deutsche Studie über drei Chirurgen-Generationen brachte Neues und Erstaunliches ans Licht. Eine attraktive Arbeitsaufgabe ist den jüngsten Chirurgen wichtiger als die Bezahlung. Zeit ist wieder mehr wert als Geld. Die Familienfreundlichkeit und flexible Arbeitszeitmodelle der Kliniken und Praxen werden immer wichtiger. Der Chef ist wieder Vorbild, wird gefragt, hat Respekt.

Kurz: Generation Y unter den Chirurgen will das ganze Leben. Sie wollen heilen und trotzdem eine eigene Familie. Sie wollen viel arbeiten und trotzdem gesund bleiben. Sie wollen Zeit für ihre Patienten, ihre Kinder und sich selbst. Sie wollen: eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Viel Leistung, wenig Stress bei langer Gesundheit und Arbeitsfähigkeit.

Auftraggeber der Studie war der Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC), der nun mit diesen Zahlen Empfehlungen für Kliniken und Praxen erarbeitet. Durchgeführt wurde die Studie von Prof. Margit Geiger, die den Lehrstuhl für Human Ressource Management an der Hochschule Bochum führt. Frau Prof. Geiger arbeitet für die Consulting Gruppe Zürich AG (CGZ), für die Cisik Consulting GmbH Düsseldorf und ist Prüferin bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung.

Aufteilung der Studie in die Generationen

Baby-Boomer (geb. 1946-1964), Alter: 49-68 Jahre
Generation X (geb. 1965-1979), Alter: 34-48 Jahre
Genaration Y (geb. ab 1980), Alter: unter 34 Jahre

Studienkennzahlen

Teilnehmer: 2.640
Rücklaufquote: ca. 30%
Befragungszeitraum: Okt. 2012 – Febr. 2013

Kurz-Zusammenfassung: Gemeinsamkeiten der Chirurgen-Generationen

      1. Über 70% der Chirurginnen und Chirurgen aller Generationen ist es wichtig, dass ihre Klinik/Praxis ein sehr gutes Image genießt.
      2. Die Ausstattung des Arbeitsplatzes (OP-Säle, Stationen) wird in allen Generationen als sehr wichtig (95%) eingeschätzt.
      3. Auf einen sicheren Arbeitsplatz legen über 80% der Chirurgen in allen Generationen Wert.
      4. Gute Zusammenarbeit ist wichtig. Bei einem schlechten Arbeitsklima würden über alle Generationen hinweg fast alle Chirurgen (88%) den Arbeitsplatz wechseln.
      5. „Ich bin ein Workaholic“ sagen nur 26-30% der Chirurgen aller Generationen von sich selbst.
      6. Die Trennung von Arbeit und Privatleben ist über 63% aller Chirurgen wichtig.
      7. Über alle Generationen hinweg interessiert sich lediglich ein Drittel der Chirurgen für einen Dienstwagen, wobei sich die Generation X mit 39% noch am stärksten für dieses Statussymbol interessiert.

 

Kurz-Zusammenfassung: Unterschiede der Chirurgen-Generationen

      1. Während nur 62% der Baby-Boomer auf die Karriere-Perspektivenschauen, sind es bei der Generation Y 85%!
      2. Das Entgelt ist der Generation X mit 83% am wichtigsten. In der Generation Y dagegen interessiert das nur knapp 70%. Für ein besseres finanzielles Angebot würde in der Generation Y nur nur jeder Dritte (31%) den Arbeitgeber wechseln. In der Generation X sind es immerhin 43% der Befragten.
      3. Für eine attraktivere Arbeitsaufgabe hingegen würde nahezu jeder Chirurg der Generation Y den Arbeitsplatz (92%) wechseln. In der Generation X sind es 85% und bei den Baby-Boomern 73%.
      4. Für die Generation Y haben die Vorgesetzten wieder eine Vorbildfunktion. Das geben knapp 82% an. Bei den Baby-Boomern sagen das nur 47%. Ein regelmäßiges Feedback des Chefs ist deshalb jedem Chirurgen der Generation Y sehr wichtig (94%). Bei den Baby-Boomern ist das nur 72% der Chirurgen wichtig.
      5. Die jungen Chirurginnen und Chirurgen interessieren sich für eine „exzellente Weiterbildung“ (91%) und wählen danach ihren Arbeitgeber aus.
        Die Arbeitgeberauswahl nach Weiterbildungsqualität ist jedoch nur für jeden zweiten Baby-Boomer interessant. Dies ist insofern ernüchternd, als daß die erfahrenen Baby-Boomer ihr Wissen eigentlich bereitwillig an die junge Generation weiter geben sollten und stolz auf ihre Schüler blicken sollten. Hier haben sie es auch selbst in der Hand, die besten Nachwuchskräfte durch adäquate Weiterbildungsangebote an die eigene Abteilung zu binden.
      6. Über 67% der Generation Y achten auf ihre Work-Life-Balance. Bei den Baby-Boomern achten nur 46% darauf. Arbeitszeitmodelle spielen für dreiviertel der Generation Y (76%) eine Rolle. Bei den Baby-Boomern interessiert dies nur jeden Zweiten (53%).
      7. Ein pünktliches Arbeitsende ist knapp 30% der Generation Y wichtig. Bei den Baby-Boomern interessiert das nur 15%. Mehrarbeit kommt für jeden Zweiten aus der Generation Y nur bei einem adäquaten Ausgleich an Freizeit in Frage. Bei den Baby-Boomern fordern das nur 21%.
      8. Betriebliche Sozialleistungen sind für zwei Drittel der Baby-Boomer (67%) wichtig. In der Generation Y interessiert das nur jeden Zweiten (51%). Eine gute Ausstattung der Sozialräume ist dafür 50% der Generation Y wichtig, jedoch nur jedem dritten Baby-Boomer.
      9. Die Familienfreundlichkeit einer Klinik ist für 73% der Chirurgen in Generation Y wichtig. In der Generation der Baby-Boomer interessiert das nur jeden Zweiten (52%). Einen Betriebskindergarten wünscht sich die Hälfte der Chirurgen in Generation Y.

 

Kurz-Zusammenfassung: Ergebnisse anderer Umfragen und Studien zur Generation

    1. Audi-Studie (August 2012): Audi fand heraus, dass „die jungen Menschen Herausforderungen suchen, der Job spannend und abwechslungsreich sein muss“. Das kann für die Generation Y unter den Chirurgen voll bestätigt werden.
      Einen Unterschied gibt es bei den Autoritäten. Junge Chirurgen sehen – im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen – meist in ihrem Chef ein Vorbild, fragen ihn gern bei Problemen. Formelle Strukturen stellen sie nicht infrage.
      Wieder gleich ist dagegen die gelebte Work-Life-Balance. Soziale Aspekte und Werte sind entscheidend. Auch junge Chirurgen wollen Zeit für ihre Familie, ihre Kinder haben und dies nicht für eine Karriere opfern.
    2. Zeit online „Wollen die auch arbeiten?/Generation Pippi Langstrumpf“ (März 2013): „Die Neuen wollen Spaß haben, schnell voran kommen, weniger Zeit im Job verbringen. Und nebenbei auch noch die Welt retten“
      Ganz so einfach ist das bei den jungen Chirurgen nicht. Sie legen großen Wert auf eine gute Weiterbildung, sie wollen um jeden Preis den Patienten nach besten Möglichkeiten helfen. Dafür nehmen sie auch viele Überstunden in Kauf.
      Bestätigt hat sich jedoch, dass sie nicht bereit sind für „Job und Status“ ihr Leben zu verpassen. Sie wollen Familie und Beruf, flexible Arbeitszeitmodelle, Aufmerksamkeit, Fürsorge und ein ständiges Feedback.
    3. Marburger-Bund-Symposium „Weiterbildung für Generation Y/Ärzteblatt (2/2013): „Beim ärztlichen Nachwuchs stehen Weiterbildung, Planbarkeit, Struktur und regelmäßiges Feedback auf der Wunschliste ganz oben.“ So ist es auch bei den Chirurgen. Die junge Generation Y will klare Ansagen zur eigenen Leistung, sie will Verbindlichkeit, Anleitung und trotzdem eine Balance zwischen Familie, Job und Freizeit.

Schau Dich schlau: Wichtigste Operationsschritte bei der offenen und der laparoskopischen Appendektomie

Heute: Wichtigste Operationsschritte bei der offenen und der laparoskopischen Appendektomie

Die beiden Videos veranschaulichen die Operationsschritte der offenen und der laparoskopischen Appendektomie, erstellt von Prof. R. Brauer, München.

Operationsschritte der offenen Appendektomie

Wir fordern Sie herzlich dazu auf, mit eigenen Beiträgen, Themenvorschlägen und Fragen diese neue Rubrik zu beleben.

Viel Spaß beim Anschauen!