Alle Artikel von Claudia Kunze

Petition zur Aufwertung der Pflege läuft noch 8 Tage

Mehr als 190.000 Unterzeichner hat die vom Magazin Stern initiierte Bundestags-Petition “Pflege braucht Würde”, die der Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. unterstützt.Dabei steht im Fokus, die Arbeitsbedingungen Pflegender nachhaltig und von Grund auf zu verbessern.

Konkret heißt es:
1. Mehr Zeit für Patient:innen. Verlässliche Arbeitszeiten. Entlastung von Bürokratie. Personalschlüssel nach echtem Bedarf. Sofortiges Handeln bei Unterbesetzung
2. Aufwertung des Berufsbildes: höhere Gehälter, Zulagen und Entlohnung von Weiterqualifizierung. Mehr Entscheidungsmöglichkeiten an Patient:innen. Bessere Karrierechancen
3. Konsequente Abkehr von Profitdenken und ökonomischen Fehlanreizen durch eine echte Gesundheitsreform

Noch 8 Tage lang können Interessierte die Petition noch unterschreiben unter www.bundestag.de

Gesundheits-Apps: KV-App-Radar gibt Überblick

Mehr als 3.400 Gesundheits-Apps katalogisiert: Das Zentralsinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi ) hat Ende 2020 sein neues Informationsportal für Gesundheits-Apps gestartet. Das kostenfreie Web-Portal www.kvappradar.de bietet registrierten Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zunächst im Testbetrieb die Möglichkeit, sich über sämtliche in App-Stores gehostete Gesundheits-Apps zu informieren und diese auch zu bewerten. Ziel ist langfristig, das Zi-Portal auch für Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen.

Die Gesundheits-Apps sind in knapp 60 Themen, von A wie ADHS bis Z wie Zähne, sortiert. Von Lifestyle-Applikationen (Fitness-Tracker, Ernährungs-Apps) über serviceorientierte Apps (Medikamentenerinnerungen, Symptomtagebücher) bis hin zu medizinischen Anwendungen mit Medizinproduktezulassung zur Behandlung von Patienten (z.B. Auswertungen von Blutdruckwerten) spiegelt das KV-App-Radar die gesamte Vielfalt der Gesundheits-Apps. Zu den Top-Themen mit den insgesamt höchsten Downloadzahlen zählen „Menstruation, Verhütung und Schwangerschaft“, „Bewegung und Fitness“ sowie „Ernährung“. Dies zeigt nicht zuletzt, dass der Gebrauch von Gesundheits-Apps primär vom Gedanken der Prävention und Gesundheitsförderung bestimmt wird und eher weniger zur direkten Krankheitsbehandlung eingesetzt wird.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs)

Der KV-App-Radar enthält auch alle Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs), also Gesundheits-Apps, die das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in das Verzeichnis der zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähigen Medizinprodukte aufgenommen hat. Durch ihre Bewertungen können Vertragsärzte sich hierzu gegenseitig über Erfahrungen sowie Vor- und Nachteile informieren.

Bisher sind folgende DiGAs im KV-App-Radar enthalten:
velibra
Kalmeda mynoise
Vivira
zanadio
somnio
Invirto – Therapie gegen Angst
Elevida
M-Sense Migräne
Selfapys Online-Kurs bei Depression
Rehappy

Quelle: Zentralsinstitut für die Kassenärztliche Versorgung

 

Arztpraxen: Richtlinien zur IT-Sicherheit gelten ab Januar 2021

Die im Zuge des Digitale-Versorgung-Gesetzes durch die Politik geforderte IT-Sicherheitsrichtlinie tritt nun in Kraft. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben eine Richtlinie zur Datensicherheit entwickelt. Diese regelt den Schutz sensibler Daten in den Praxen. Klare und verbindliche Vorgaben sollen dazu beitragen, Patientendaten noch sicherer zu verwalten und Risiken wie Datenverlust oder Betriebsausfall zu minimieren.

Für Praxen hat die KBV eine Infoseite eingerichtet mit unterstützendem Material und Online-Schulungen.

Eine weitere Richtlinie tritt in Kraft – die Richtlinie für IT-Dienstleister. Diese regelt die Zertifizierung von Dienstleistern, die die Ärzte in IT-Sicherheitsfragen beraten und die Vorgaben der Sicherheitsrichtlinie umsetzen. Die Zertifizierung wird durch die KBV durchgeführt.

Beide Richtlinien werden im Ärzteblatt am 22. Januar veröffentlicht und gelten rückwirkend ab 01. Januar 2021.

Quelle: Kassenärztlich Bundesvereinigung

 

KBV mit Kommunikationsdienst kv.dox gestartet

Der Kommunikationsdienst kv.dox ist der von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) angebotene Dienst für Kommunikation im Medizinwesen (KIM). Dieser kann jetzt von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten online bestellt und in den Praxen eingesetzt werden. kv.dox passt zu allen Praxisverwaltungssystemen und allen Konnektoren mit einem E-Health-Update. Mit dem Dienst können Dokumente innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) direkt aus dem jeweiligen Praxisverwaltungssystem (PVS) an den ärztlichen KollegInnen genauso wie an die  Apotheken oder die Kassenärztliche Vereinigung verschickt werden. Für KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel sei damit “ein alternatives Angebot zu dem der Industrie” geschaffen worden.

Der Gesetzgeber hatte der KBV Ende 2019 die Möglichkeit eingeräumt, selbst einen KIM-Dienst für die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten parallel zur Industrie anzubieten.

Umfassende Informationen zur Anbindung des eigenen PVS und zum Angebot der KBV erhalten Sie unter www.kvdox.aquinet.de

Neue Publikation: Durchsetzungskraft der Chirurginnen

ChirurgInnen brauchen Ihren Platz, vor allem in der Entwicklungsgeschichte der Chirurgie. Diesen Platz möchte das im Januar 2021 erschienene Buch CHIRURGINNEN geben.

Frauen war es Jahrhunderte lang verwehrt, ärztlich und erst recht chirurgisch tätig zu sein. Sie mussten in Vergangenheit und Gegenwart viele Zurücksetzungen erfahren und brachten häufig persönliche Opfer, um gleichberechtigt mit ihren Kollegen zu sein. Der Autor Volker Klimpel beschreibt in seinem Buch CHIRURGINNEN erstmals ausführlich die wechselvolle Geschichte der weiblichen Emanzipation auf diesem Gebiet. Zugleich portraitiert er über 100 Chirurginnen von der Antike bis in die Neuzeit und erweist ihnen so die längst zustehende Reverenz.

Über den Autor
Dr. med. habil. Volker Klimpel (*1941) hat nicht nur viele Jahre als Chirurg gewirkt, sondern sich auch mit über 100 medizinhistorischen Einzelarbeiten zur Geschichte der Chirurgie, Literatur, Medizin und der sächsischen Medizingeschichte mit ihrer Metropole Dresden einen Namen gemacht. Viele seiner Beiträge sind in der Zeitschrift Chirurgische Allgemeine erschienen. Seit 2008 ist er Mitautor beim Biographischen Lexikon zur Pflegegeschichte.

Klimpel, Volker: Chirurginnen
Kaden Verlag Heidelberg. 2021, 17 x 24 cm, gebunden, 188 Seiten
EUR 24,80 (inkl. MwSt.)
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Hier finden BDC-Mitglieder eine Leseprobe

Live-Diskussion für ÄrztInnen mit Jens Spahn

BMG-Chef Jens Spahn lädt Ärzte und Apotheker am Samstag zu einem Austausch zur Corona-Schutzimpfung per Livestream ein. Ab sofort können auf der Website des Ministeriums Fragen und Beiträge zum Thema online eingereicht werden.

Es ist die zweite Diskussionrunde dieser Art. Die Teilnehmenden der ersten Online-Veranstaltung im Dezember 2020 werden auch wieder dabei sein. Das waren neben Minister Spahn auch der Präsident des Robert Koch-Instituts, Professor Lothar H. Wieler, und der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Professor Klaus Cichutek.

Mit dem Livestream „Ihre aktuellen Fragen zur Corona-Schutzimpfung“ will Spahn kurz nach dem Start der Impfungen in Deutschland den fachlichen Austausch mit Ärzten und Apothekern fortsetzen, so der Veranstalter mit. Die eingereichten Fragen und Beiträge werden in das Gespräch aufgenommen. Start ist 14:00 Uhr.

Den Livestream finden Sie am 09. Januar unter www.zusammengegencorona.de/live. Auf dieser Seite können Sie auch direkt Ihre Fragen einreichen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Neue Podcastreihe des BDC: Kompaktes Wissen to go!

Fortbildung mit Kontakteinschränkungen – das geht. Gerade in der Chirurgie ist es wichtig, am Ball zu bleiben. Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen hat jetzt seine erste Podcastreihe veröffentlicht. In enger Kooperation mit chirurgischen Experten wurde eine sechsteilige Podcast-Serie zum Thema „Perioperative Medizin“ für alle chirurgischen Fachdisziplinen produziert und steht auf der BDC-Fortbildungsplattform eAkademie kostenfrei zur Verfügung.

Ziel des Formats ist es, vor allem AssistenzärztInnen in Weiterbildung durch diese Lernmethode auf ihrem Weg zum Facharzt für Chirurgie zu unterstützen. Denn insbesondere Podcasts bieten die Möglichkeit „on the Go“ Wissen zu übermitteln mit großer zeitlicher und räumlicher Flexibilität. Folgende Themen können abgerufen werden:

  • Akutschmerztherapie in der Chirurgie
  • Intraoperativer Erhalt der Normothermie
  • Perioperative Antibiotika-Prophylaxe & lokale Maßnahmen zur Vermeidung chirurgischer Infektionen
  • Postoperative Ernährungstherapie
  • Perioperative und postoperative Thromboseprophylaxe
  • Perioperative Medizin: „Risikoevaluation”

Weitere Podcastfolgen sind bereits in der Planung.

Mit mehr als 600 Fortbildungsmodulen und kombinierten, multimedialen Lernpaketen steht die E-Learning Plattform des BDC für die fachlich qualifizierte Fortbildung für ChirurgInnen. Einfach Suchbegriff eingeben und passende E-Learnings finden: www.bdc-eakademie.de.

Studienteilnehmer gesucht zum Thema Belastungsauswirkung durch Corona

Langzeitstudie gestartet zu Folgen der Belastungen am Arbeitsplatz durch Corona Krise

Die Goethe-Universität Frankfurt am Main hat das Forschungsprojekt „Arbeit und Befinden in der Krise“ gestartet, das die Auswirkungen und Konsequenzen der veränderten Arbeitsbedingungen durch die Corona-Pandemie untersuchen möchte. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Vergleich zwischen verschiedenen Branchen und Arbeitsmarktsektoren sowie auf dem Vergleich von MitarbeiterInnen aus verschiedenen europäischen Ländern. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die einzelnen Länder und auch Bundesländer und Branchen sehr unterschiedlich von der Pandemie betroffen sind. Die TeilnehmerInnen können dabei fortlaufend in die Studie einsteigen, sodass man ein zeitkontinuierliches Design erhält (van Montfort, Oud, & Voelkle, 2018) und für den Zeitpunkt der Corona-Pandemie statistisch kontrollieren kann. Dieses zeitkontinuierliche Forschungsdesign erlaubt zudem einen Vergleich, inwieweit sich der fortlaufende Pandemiestatus auf die Wahrnehmung von Unsicherheit und Stress am Arbeitsplatz auswirkt.

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Forschungsförderpreis: Einreichung noch bis 31. Januar 2021

Die Sektion Chirurgische Forschung e.V. der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hat wieder Ihren Forschungsförderpreis ausgeschrieben. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der akademischen Chirurgie zu fördern. Der Preis wird der besten eingereichten einschlägigen Originalarbeit aus dem Bereich der chirurgischen Forschung verliehen. Der Preis ist mit einer Prämie in Höhe von 1.000 Euro dotiert.

Voraussetzungen für die Bewerbung

Jedes Mitglied der Sektion Chirurgische Forschung unter 35 Jahren kann sich mit einer wissenschaftlichen Arbeit um den Preis bewerben. BewerberInnen müssen ErstautorInnen der eingereichten Arbeit sein. Die Arbeit sollte eine peer-review, Pub-Med gelistete englischsprachige Originalarbeit sein und kann in den beiden dem Vergabejahr vorangegangenen Kalenderjahren erschienen sein.

Die Bewerbung ist mit der Preisarbeit und dem Lebenslauf (jeweils in vierfacher Ausfertigung) bis zum 31. Januar des Vergabejahres als PDF bitte an die Vorsitzende Frau Professor Bruns zu richten.

Eine bereits ausgezeichnete Arbeit darf nicht eingereicht werden. Der Preisrichterausschuss hat das Recht, Arbeiten, die den wissenschaftlichen Anforderungen nicht genügen oder in einer der Würde und dem An-sehen des Preises abträglichen Form eingereicht werden, von der Beurteilung auszuschließen. Eine Anfechtung der Entscheidung des Preisrichterausschusses ist ausgeschlossen. Der Preis wird auf der Eröffnungsveranstaltung des DGCH-Kongresses vergeben. An die Preisverleihung ist die Vorstellung der Preisarbeit auf den Chirurgischen Forschungstagen des Vergabejahres gebunden.

Schaufenster Juni 2020

Aktuelle und relevante Informationen zur Corona-Krise für BDC-Mitglieder

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen werden die Menschen weltweit noch lange in Atem halten. Der Informationsbedarf insbesondere auch für Chirurgen in der Klinik wie in der Niederlassung ist immens. Der BDC hat darauf rasch reagiert und für seine Mitglieder ein Informationsangebot auf der BDC-Website eingerichtet, das fortlaufend aktualisiert wird. BDC-Fachartikel, Verlinkungen zu vertiefenden Inhalten, E-Learning-Tools, Musterverträge und vieles mehr finden sich zu medizinischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Themenfeldern und sollen helfen, Überblick zu behalten in Zeiten, die unübersichtlich sind wie selten zuvor.

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Pflegepersonaluntergrenzen – Noch nicht der große Wurf

Der Deutsche Berufsverband der Pflegeberufe (DBfK) hat in einer Onlineumfrage im letzten Quartal 2019 seine Mitglieder nach ihren Erfahrungen mit den Pflegepersonaluntergrenzen befragt. Seit 2019 gelten Untergrenzen für die Kardiologie, Geriatrie, Intensivmedizin und Unfallchirurgie. Diese sollten 2020 durch die Fachbereiche Neurologie, Neurologie Frührehabilitation, Neurologie Schlaganfalleinheit und Herzchirurgie im sogenannten Ganzhausansatz ergänzt werden. Aufgrund der Corona-Epidemie wurden die Pflegepersonaluntergrenzen seit dem 4. März 2020 jedoch ausgesetzt.

Die rund 1.000 befragten DBfK-Pflegenden äußern insgesamt ihre Unzufriedenheit. Bemängelt wird ein höherer Dokumentationsaufwand sowie Verschiebungen von Personal und Patienten und Patientinnen. Die Untergrenzen könnten weder die Patientensicherheit erhöhen noch die Pflegenden vor Überlastung schützen. Die Umfrage belegt aber auch, dass in einigen Bereichen Personal aufgestockt werden musste, um die Untergrenzen zu erreichen. Der DBfK fordert nun ein verbindlich anzuwendendes Personalbemessungsinstrument. Gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft, ver.di und dem Deutschen Pflegerat wurde ein solches Instrument entwickelt.

Zum Abschlussbericht der Umfrage …

Universitätsklinikum Leipzig zahlt PJlern eine Aufwandsentschädigung

Studierende, die ihr Praktisches Jahr (PJ) am Universitätsklinikum Leipzig absolvieren, erhalten seit 1. Mai eine Aufwandsentschädigung. Für das erste Tertial sind 400 Euro vorgesehen, für die folgenden jeweils 600 Euro. Mehr als 140 Studierende leisten diesen Ausbildungsabschnitt am UK Leipzig ab. Die Aufwandsentschädigung ist als Anerkennung gedacht und löst bisherige Sachleistungen ab. Die Zahlungen werden komplett aus Mitteln des Universitätsklinikums finanziert.

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