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Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Gesundheitssystem

Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge sind 78 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten derzeit mit den Leistungen des deutschen Gesundheitssystems zufrieden oder sehr zufrieden. Eine vergleichbar hohe Zufriedenheit wurde bisher nur in 2018 erreicht, stellt die Studie des Continentale Versicherungsverbundes heraus. Die neue Ausgabe der Studie aus 2020 gibt an, dass die Zufriedenheit deutschlandweit gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gestiegen ist. Besonders deutlich war die Veränderung in Ostdeutschland: Hier sind 90 Prozent der gesetzlich Versicherten zufrieden oder sehr zufrieden, 15 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bei den privat Versicherten sind laut der Studie 85 Prozent mit den Leistungen zufrieden.

„Bei aller Kritik aus Politik, Medien und auch aus Teilen der Bevölkerung zu einzelnen Maßnahmen in Zusammenhang mit Corona zeigt unsere Untersuchung: Die Bürger sind ausgesprochen zufrieden. Insgesamt mit unserem Gesundheitswesen, aber offenbar auch damit, wie wir in Deutschland durch die Coronakrise kommen, gerade im Vergleich mit anderen Ländern. Anders ist der deutliche Anstieg der Zufriedenheit nicht zu erklären“, sagte Helmut Hof­meier, Vorstand der Continentale Kran­ken­ver­siche­rung. Darauf deutet auch der überdurchschnittliche Anstieg in Ostdeutschland hin, wo es die wenigsten Coronafälle gab.

Teilzeitbeschäftigung in Krankenhäusern und medizinischen Praxen gestiegen

Das Statistische Bundesamte hat in seiner jüngsten Statistik zur Entwicklung des Personals in Kliniken und medizinischen Praxen dargestellt, dass sich das Verhältnis von Vollzeitbeschäftigung gegenüber Teilzeitbeschäftigung in den letzten fünf Jahren verändert hat. Dabei stieg der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in den Jahren 2014 bis 2019 von 39 Prozent auf 42 Prozent an. Zeitgleich sank in diesem Zeitraum der Anteil der Vollzeitbeschäftigten von 54 Prozent auf 50 Prozent. Fast unverändert blieb der Anteil des Personals mit einer geringfügigen Beschäftigung, der 2019 bei 8 Prozent lag.

Die Erhebung zeigte einen weiteren Trend auf: Männer waren 2019 öfter in Teilzeit beschäftigt als noch fünf Jahre zuvor. Insgesamt stieg der Anteil der männlichen Teilzeitbeschäftigten in Krankenhäusern und medizinischen Praxen von 8 Prozent auf 11 Prozent, während der Anteil weiblicher Teilzeitkräfte von 85 Prozent im Jahr 2014 auf 82 Prozent im Jahr 2019 sank.

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Praxen: 25 Stunden pro Woche für Pandemiebekämpfung

Welcher Kosten- und Zeitaufwand entsteht für niedergelassene ÄrztInnen infolge des Pandemiemanagements in der Woche? Das herauszufinden war Ziel der Online-Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin unter Berliner Arztpraxen. Das Ergebnis:

Durchschnittlich werden 25 Stunden pro Woche für pandemiebezogene Aufgaben aufgewendet. Dabei haben die befragten Praxen im Mittel 41 PatientInnen betreut sowie 26 Personen beraten, die anschließend nicht in der Praxis getestet oder behandelt wurden. Insgesamt entfielen 7,85 Stunden auf die Beantwortung telefonischer Anfragen zu COVID-19 und entsprechende Testungen sowie 10,2 Stunden auf Tests und Dateneingaben. Bei den positiv getesteten PatientInnen haben die Praxen durchschnittlich 2,85 Stunden pro Woche für die Kommunikation mit Gesundheitsämtern, zur Patientenberatung und zum Monitoring gebraucht.

An der Erhebung vom 28. August bis 9. September 2020 haben 78 Haus- und Facharztpraxen teilgenommen.

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