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Berlin, Februar 2013: Immer weniger Kinder, viele alte Menschen, die immer länger leben: Die Demographie ist die am besten verdrängte Katastrophe in Deutschland. Gute, bezahlbare Medizin ist unverzichtbar. Aber sie ist in Gefahr. Veränderungen im Medizinsystem, vor allem auch in der Chirurgie, sind dringend nötig.

Hochkarätige Referenten diskutieren auf dem Symposium des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC) und der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) am Freitag, 15.02.13, in Berlin über die Zukunft unseres Gesundheitswesens.

“Benötige Endoprothese – wer macht mir ein günstiges Angebot?“
Experten zeigen Szenarien eines freien Gesundheitsmarktes (vor allem auch am Beispiel Berlins) auf.

  • Werden wir in Zukunft unsere Operationen auf eBay ersteigern?
  • Wird es Frühbucherrabatte und Preisoffensiven in Kliniken (z. B. Chefarztbehandlung und Einzelzimmer gratis im Sommerloch) geben?
  • Werden Behandlungen rationiert? Müssen wir tief in die Tasche greifen, um schnell einen Termin zu bekommen?
  • Können oder müssen wir in Zukunft vielleicht selbst um den Preis von Arzneimitteln und Operationen feilschen?
  • Werden wir eine voll vernetzte Gesundheitsakte haben, die zwischen Facebook und Krankenhaus hin- und hergereicht wird?
  • Vertrauen wir nur noch Kliniken, die uns „onhealth“ empfohlen werden und twittern wir schon vom OP-Tisch herunter, wie es uns ergangen ist?

Der Präsident des BDC, Prof. Dr. med. Hans-Peter Bruch, warnt: „Schon jetzt sind viele Kliniken ökonomisch am Ende. Die Politik lässt bisher alles einfach laufen. Wenn jetzt nicht die Weichen neu gestellt werden, sind wir auf dem besten Weg zu einem Gesundheitsmarkt mit knallharten Szenarien. Wir werden zu monetarisierten Patienten – wer reich ist bleibt gesund!“

Info: Das Programm zur Veranstaltung finden Sie im Anhang. Es gibt keine gesonderte Pressekonferenz. Interviews sind während des Symposiums und auch vorab jederzeit möglich.

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