Die Ausgaben der Passion Chirurgie
Ausgabe 09/08
Auszug aus dem Inhalt:
Chirurgische Weiterbildung
Es besteht kein Zweifel. Die Chirurgische Weiterbildung ist nach langen Jahren der Sieche zu einem brandaktuellen Thema geworden. Die Diskussion über Qualität und Struktur der Facharztweiterbildung beschäftigt mittlerweile nicht nur den Lamento-Chor des betroffenen Nachwuchses, sondern selbst klinische Leitungsebenen und Krankenhausträger, die bisher in der Personalführung eher preußischem Traditionalismus oder einer modernen Form des Manchester-Kapitalismus verschrieben waren.
Ausgabe 08/08
Auszug aus dem Inhalt:
„Wirtschaftliche Praxisführung“
Manches in der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Geldzuflüsse in das Gesundheitssystem bleibt ebenso märchenhaft. Man hört aus dem Munde der Ministerin immer wieder Zahlen in märchenhafter Dimension (2,5 Milliarden für die ambulante Versorgung, 3,5 Milliarden für die Krankenhäuser…). Als
gelernte Sonderschulpädagogin wird man sicher gute Kenntnisse im Erzählen von Märchen vorweisen können. Und spätestens auf die Frage, wo dieses Geld denn herkommen soll, gibt es dann keine konkreten Antworten mehr, allenfalls den Hinweis auf Steuermittel.
Ausgabe 07/08
Auszug aus dem Inhalt:
Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen vertritt die Interessen seiner Mitglieder mit starker Stimme in Politik, Selbstverwaltung und gegenüber anderen medizinischen Fachgebieten. Neben dieser Interessenvertretung bietet der Berufsverband seinen Mitgliedern umfangreiche Beratungsleistungen sowie attraktive und zum Teil exklusive Dienstleistungen an. Im ersten Halbjahr 2008 konnten diese Angebote erheblich ausgebaut werden.
Ausgabe 06/08
Auszug aus dem Inhalt:
Delegation ärztlicher Leistungen
Unter den berufspolitischen Themen des 125. Chirurgenkongress in Berlin, der in vorbildlicher Form vom Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Herrn Prof. Rainer Arbogast ausgerichtet wurde – Gratulation! – war eines der beherrschenden Themen die Frage der Delegation oder der Substitution (Übertragung auf andere Gesundheitsberufe) ärztlicher Leistungen. Hier erhitzten sich auf ärztlicher wie juristischer Seite die Gemüter
Ausgabe 05/08
Auszug aus dem Inhalt:
Vernachlässigte und misshandelte Kinder
In den letzten Jahren haben Presseberichte den Eindruck erweckt, dass die Zahl der Kinder, die vernachlässigt, missbraucht und/oder misshandelt werden, erheblich zugenommen hat. In absoluten Zahlen lässt sich das nicht belegen, aber jeder einzelne Fall ist tragisch und es Aufgabe einer Gesellschaft, alle Kinder vor Übergriffen zu schützen und dem Kindeswohl einen höheren Rang einzuräumen als dem so genannten Elternrecht. Die UN-Kinderrechtskonvention, von Deutschland 1992 ratifiziert, macht hier ganz unmissverständliche Vorgaben für Staat und Gesellschaft. Wir Kinder- und Jugendärzte beobachten in den letzten Jahren allerdings eine erhebliche Zunahme an erziehungsinkompetenten Familien, die Kinder gerade im Kleinkindalter nicht ausreichend fördern und zur Vernachlässigung mit all ihren Folgen neigen.
Ausgabe 04/08
Auszug aus dem Inhalt:
Deprofessionalisierung
der Gesetzgeber, aber auch wirtschaftlich interessierte Gruppen, planen nicht nur, sondern haben längst in die Tat umgesetzt, was auf das hinausläuft: den Ersatz des Arztes durch nichtärztliches Personal. Man kann dies als Deprofessionalisierung infolge ökonomischen Drucks bezeichnen oder etwas drastischer auch als verordneten Blindflug im Nebel ohne Navigator. Das Ergebnis wird dann vermutlich ebenso neudeutsch wie verlogen als Kollateralschaden verbucht. Ganz im Sinne des Wortes von Karsten Vilmar, langjähriger Präsident
der Bundesärztekammer, der wie so oft früh und spitz formuliert hat, was niemand hören wollte, weil es leider genau die Wahrheit traf: „sozialverträgliches Frühableben“.
Ausgabe 03/08
Auszug aus dem Inhalt:
Qualitätssicherung
Der 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie im April 2008 steht unter dem Motto: „Chirurgische Heilkunst – vom Empirie zu Evidenz“. Die so genannte evidenzbasierte Medizin ist vergleichsweise spät nach Deutschland gekommen, und hier ist sie auf eine besondere medizinische Praxis-, Forschungs-, Beurteilungs-, und Entscheidungskultur getroffen wo Eminenz, Vehemenz, Konfidenz und Eloquenz mehr galten als empirische Evidenz im angelsächsischen Sinne, die sich vom kontinentaleuropäischen Verständnis von Evidenz deutlich unterscheidet.
Ausgabe 02/08
Auszug aus dem Inhalt:
Chirurginnen
Wir haben die Wahl! Entweder wir begeistern junge Leute für die Chirurgie oder in fünf bis zehn Jahren wird es kaum noch Fachärzte für Chirurgie geben. Und wir haben eine Chance! Ein großes Potential liegt bei den Frauen, denn schon heute sind 61 Prozent aller Studienanfänger weiblich (Wintersemester 2005/2006, Statistisches Bundesamt)
Ausgabe 01/08
Auszug aus dem Inhalt:
EBM 2008
Auf den ersten Blick mag sich mancher über den neuen EBM 2008 gefreut haben, bietet er doch durchweg eine Erhöhung der Leistungsbewertung. Die Freude weicht jedoch sofort trostloser Ernüchterung, denn von einer zusätzlichen Finanzierung dieser Punkte ist keine Rede. Das Ganze wird im Jahr 2008 unverändert unter dem Budgetdeckel der gleichen Gesamtvergütung abgewickelt, d.h. mit abermals sinkenden Auszahlpunktwerten. Hausgemachte Inflation eben. Was nützt es, Leistungsbewertungen vorzunehmen, ohne auch nur im Mindesten eine ausreichende Gegenfinanzierung zu sichern? Was sollen wir mit ungedeckten Schecks?
Ausgabe 12/07
Auszug aus dem Inhalt:
Deutsches Gesundheitswesen: Was bringt 2008 aus Politikersicht
Der BDC hat sich im Jahr 2007 für die chirurgische Weiterbildung in Deutschland stark gemacht. Neben der erneuten Assistentenumfrage zur Qualität der chirurgischen Weiterbildung wurden die Ergebnisse der ersten Umfrage aus dem Jahr 2005 in konkrete Projekte umgesetzt. Die vom BDC entwickelten Logbücher sind bereits über 2.500-mal in Deutschland im Einsatz. Zum Jahresende konnte endlich auch eine elektronische Version zur Dokumentation der operativen Eingriffe fertig gestellt und angeboten werden. Der BDC hat weiterhin das Mentoringprojekt zu Patenschaften in der Chirurgie ins Leben gerufen und hofft auf rege Teilnahme erfahrener Kollegen und junger Chirurgen.
Ausgabe 11/07
Auszug aus dem Inhalt:
Kompetenzverlust in der Chirurgie
Der Chirurg sui generis besitzt traditionell ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, welches in gefährlicher Weise eine allumfassende Kompetenz vorgaukelt. Dies bezieht sich keineswegs nur auf die originäre operative und diagnostische Tätigkeit am Patienten, sondern wird in einer gewissen Hybris auch gerne auf unternehmerische Fähigkeiten, Kenntnisse in Rechtsfragen, Steuerbelangen und nicht zuletzt Fragen der Personal- und Menschenführung übertragen. Daraus resultieren Fehleinschätzungen mit dramatischen Auswirkungen auf den Einzelnen, aber auch Einschnitte im eigentlichen beruflichen Umfeld als Folge ungenügender Beachtung neuer Entwicklungen
Ausgabe 10/07
Auszug aus dem Inhalt:
Qualitätsmanagement
Das Gesundheitssystem war noch nie in einer solchen rasanten Umbruchphase wie zurzeit. Ein Gesetz jagt das andere, eine Änderung der bestehenden Gesetze die andere, Ausführungsbestimmungen, Erweiterungen, Ergänzungsgesetze wetteifern förmlich miteinander, wer die Bürokratie auf die Spitze treiben kann.
Längst ist es so, dass weder Kliniker noch Praktiker die Flut der Gesetze und Verordnungen kennen und beherrschen können, denen sie täglich unterliegen, geschweige können sie jede Fußangel, die darin versteckt ist, sicher umgehen.
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