01.05.2023 Hygiene-Tipp
Hygiene-Tipp: Handys im OP-Saal

Die Nutzung privater Mobiltelefone im OP-Saal hat zu unterbleiben. Sie stören den Ablauf der Operation und mindern vermutlich die Konzentration des OP-Teams.
Lange ist bekannt, dass Gespräche während einer Operation trotz Tragen eines chirurgischen Mund-Nasen-Schutzes die Luftkeimzahl an Mikroorganismen aus der Mundflora erhöhen. Folge unnötiger Gespräche, der sogenannten „irrelevanten“ Kommunikation im OP-Saal, sind vermehrte postoperative Wundinfektionen.
Zur Benutzung eines Mobiltelefons für dienstliche Telefonate durch das Anästhesieteam oder die „unsterile Schwester” sehen wir derzeit keine Alternative. Ansonsten müsste ein zusätzlicher Mitarbeiter den OP-Saal betreten und die dienstliche Nachricht mündlich überbringen, was ebenso Mikroorganismen in den OP-Saal einträgt. Es kommt ohnehin schon 25- bis 50-mal pro Stunde intraoperativ zu einem Öffnen der OP-Türen, meist sogar ohne dienstlichen Grund.
Unbedingte Voraussetzung für die Benutzung von Mobiltelefonen im OP-Saal ist allerdings eine Händedesinfektion vor und nach Kontakt mit dem Handy.
Der Kurztipp im Auftrag der DGKH gibt die Meinung der Autoren wieder.
Jatzwauk L, Popp W, Kohnen W: Hygiene-Tipp: Handys im OP-Saal. Passion Chirurgie. 2023 Mai; 13(05): Artikel 04_03.
Autor:innen des Artikels
Weitere aktuelle Artikel
01.02.2017 Hygiene-Tipp
Hygiene-Tipp: Speisenkühlung
Immer wieder fällt bei Begehungen im Krankenhaus auf, dass Speisen
17.11.2016 Hygiene-Tipp
Hygiene-Tipp: Ausbruchsprävention
Bedrohung von multiresistenten Keimen in Krankenhäusern: Es kann eine dreifache Sicherheit etabliert werden, die normalerweise funktionieren und die zu einer frühzeitigen Erkennung von Ausbrüchen führen sollte.
Lesen Sie PASSION CHIRURGIE!
Die Monatsausgaben der Mitgliederzeitschrift können Sie als eMagazin online lesen.

