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Ein neuer Vorstand übernimmt die Führung beim BDC

Der Weg war lang. Nach intensiver interner Diskussion im erweiterten BDC-Vorstand, Vorschlag eines neuen geschäftsführenden Vorstands durch das Präsidium im November 2025 und Wahl durch die BDC-Mitgliederversammlung auf dem DCK in Leipzig am 24. April 2026 übernimmt zum 01. Juli 2026 der neue Vorstand die Führung des BDC. Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Meyer und Vizepräsident Dr. Jörg Rüggeberg geben ihre Ämter nach langer und erfolgreicher Tätigkeit für den BDC ab. Es folgt Prof. Dr. Dietmar Pennig als Präsident des BDC, der zusammen mit den beiden Vizepräsidenten Dr. Peter Kalbe und Prof. Dr. Wolfgang Schröder und mit Unterstützung durch die Geschäftsführerin Dr. Friederike Burgdorf die Aufgaben des neuen geschäftsführenden Vorstands beim BDC für die nächsten vier Jahre übernimmt.

Wir wollen es vorwegsagen: Wir als neuer BDC-Vorstand sind auf verschiedene Weise und auf verschiedenen Ebenen über viele Jahre eng mit dem BDC verbunden und – wir freuen uns auf diese herausfordernde Aufgabe.

Prof. Dr. med. Dietmar Pennig
ab 07/2026 Präsident des Berufsverbandes
der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC)
ehem. Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU)
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie
und Unfallchirurgie Berlin (DGOU)
pennig@bdc.de

Prof. Dr. med. Wolfgang Schröder

ab 07/2026 Vizepräsident des Berufsverbandes
der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC)

ehem. Leiter der BDC|Akademie

Leiter des Zentrums für Speiseröhren-
und Magenchirurgie

HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal

schroeder@bdc.de

Dr. med. Peter Kalbe

Vizepräsident des Berufsverbandes
der Deutschen Chirurgie e.V. (BDC)

Gelenkzentrum Schaumburg

Kalbe@bdc.de

Mit diesem Wechsel an der BDC-Spitze stellt sich unweigerlich die Frage, wie wir die schon vom letzten Vorstand definierten Kernziele des BDC fortsetzen und welche weiteren Schwerpunkte wir dabei setzen wollen. Aus unserer Sicht sind die beiden großen Aufgabenfelder eindeutig identifiziert und reflektieren unmissverständlich das Selbstverständnis eines großen Berufsverbandes. Sie sind nicht unbedingt neu, müssen aber in ihrer Umsetzung neu gedacht werden. Dieses sind zum einen die berufspolitische Interessenvertretung aller berufstätigen Chirurginnen und Chirurgen, zum anderen das umfassende Angebot verschiedenster Serviceleistungen für seine Mitglieder. Für diese zwei zentralen Aufgaben versteht sich der BDC als Vertreter aller in Deutschland tätigen Chirurginnen und Chirurgen, für alle chirurgischen Fachdisziplinen, für alle Karrierestufen und alle Versorgungsebenen.

“Die Meinung
unserer Mitglieder
ist uns wichtig.”

Berufspolitische Interessenvertretung

Die anstehenden und zum Teil bereits auf den Weg gebrachten gesundheitspolitischen Gesetzgebungsverfahren verfolgen letztendlich alle das gleiche große Ziel: das deutsche Gesundheitssystem als eines der zentralen Sozialversicherungssysteme finanzierbar und damit zukunftsfähig zu machen. Es ist aus unserer Sicht nicht zielführend, unser System der Gesundheitsfürsorge schlecht zu reden, denn die Versicherten erhalten hierzulande nach wie vor ein umfassendes Portfolio qualifizierter Gesundheitsleistungen. Richtig ist allerdings, dass die stetig steigenden Kosten im gesamten Gesundheitssystem auf ineffiziente Strukturen hindeuten und deswegen grundlegende Veränderungen zwingend erforderlich sind. Dies wird auch die kontroverse Diskussion umfassen, ob das im westeuropäischen Vergleich einzigartige umfassende Leistungsversprechen des deutschen Gesundheitssystems aufrechterhalten werden kann.

Die aktuelle Spargesetzgebung der Bundesregierung und die beschlossenen wie noch geplanten Strukturveränderungen betreffen den beruflichen Alltag aller Chirurginnen und Chirurgen auf den verschiedenen Versorgungsebenen unmittelbar. Nicht zuletzt deswegen ist das Interesse an berufspolitischen Fragen aktuell spürbar gestiegen und immer mehr Chirurginnen und Chirurgen beteiligen sich direkt am politischen Diskurs.

Für uns als neuen Vorstand gilt es, dieses Momentum zu nutzen und die berufspolitische Interessenvertretung unserer Mitglieder in mehreren dezidierten Schritten weiter auszubauen. Zukünftig werden wir unsere Mitglieder aktuell und umfassend über die verschiedenen BDC-Print- und Online-Medien über die berufspolitischen Aktivitäten informieren. Die in der laufenden Legislatur vom Bundesministerium für Gesundheit vorangetriebenen Reformprojekte müssen von unserer Seite aktiv begleitet und frühzeitig mit Sachkompetenz hinterlegt werden. Oberstes Ziel ist hierbei immer der Aspekt der berufspolitischen Relevanz für die berufstätigen Chirurginnen und Chirurgen.

Die Meinung unserer Mitglieder ist uns wichtig. Deswegen werden wir in einem zweiten Schritt die berufspolitische Diskussion unter unseren BDC-Mandatsträgern auf verschiedenen Ebenen intensivieren und zu ausgesuchten Schwerpunktthemen eine konsentierte Meinung herbeiführen. Auch die gut aufgestellten Landesverbände sind in diesem Zusammenhang ein zentrales Element. Wir werden über BDC-Messengerdienste verschiedene Online-Diskussionsforen einrichten, aber auch den persönlichen Meinungsaustausch durch regelmäßige Präsenz-Veranstaltungen fördern. Wir werden gemeinsam überlegen, ob die Wiedereinrichtung des Deutschen Chirurgentages mit Schwerpunkt der berufspolitischen Diskussion dieses Ziel unterstützt.

Der dritte Schritt ist die eigentliche berufspolitische Interessenvertretung. Als Vorstand ist es eine unserer wesentlichen Aufgaben, die geplanten Strukturreformen des Gesetzgebers durch chirurgischen Sachverstand zu unterstützen, Gesetzentwürfe zu kommentieren und konsentierte Meinungen unseres Verbands in die Breite zu tragen sowie diese in den gesundheitspolitischen Gremien zu artikulieren.

Die aktive Beteiligung unseres Berufsverbands an den Gesetzgebungsverfahren ist von herausragender Bedeutung für jedes BDC-Mitglied, aber auch die Gesamtheit der Chirurgie. Denn im Gegensatz zu anderen Berufsverbänden im operativen Bereich bildet der BDC den gesamten Querschnitt der operativen Medizin im chirurgischen Sektor ab. In diesem gesamten Konzept sehen wir die BDC-Landesverbände als entscheidende Multiplikatoren, sodass die vertrauensvolle und engen Zusammenarbeit mit ihren Vorsitzenden eine conditio sine qua non darstellt.

Serviceleistungen für seine Mitglieder

Die Mitgliederentwicklung beim BDC hat sich in den letzten Jahren rückläufig gezeigt, aktuell sind rund 16.500 Mitglieder beim BDC registriert (Stand Juni 2026). Für diese Entwicklung sind zwei Gründe anzuführen. Auf der einen Seite sind die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gegangen oder stehen unmittelbar davor – eine Entwicklung, die sich in den nächsten fünf Jahren auch auf dem medizinischen Arbeitsmarkt noch spürbar bemerkbar machen wird. Auf der anderen Seite ist die Gewinnung von Neumitgliedern im Nachwuchsbereich deutlich erschwert, da die nachfolgenden jungen Generationen in der Bindung an medizinische Fachgesellschaften und Berufsverbände den direkten Benefit nicht unmittelbar erkennen können – ein Trend, den viele Vereine, Gewerkschaften, Parteien und ähnlich organisierte Strukturen erfahren. Somit stellt sich für uns als Vorstand die entscheidende Frage, mit welchen Angeboten der BDC für seine Mitglieder einen spürbaren Mehrwert generieren kann. Hierbei muss allen Beteiligten klar sein, dass die Mitgliederentwicklung die wirtschaftliche Grundlage des BDC ist und die Finanzierung neuer, moderner Servicearbeit für BDC-Mitglieder wesentlich an diese Frage gebunden ist. Wirtschaftlichkeit ist deshalb auch für den neuen Vorstand ein zentrales Gebot, eine Aufgabe, die durch unseren langjährigen Schatzmeister Dr. Hubert Mayer unterstützt und überwacht wird.

Wir sind uns einig, dass der BDC durch die enge Kooperation mit der Ecclesia Gruppe ein besonders umfassendes Versicherungsangebot bietet. Insbesondere die im Mitgliedsbeitrag enthaltene Berufs-Rechtsschutz-Versicherung stellt einen wesentlichen Mehrwert auch für die Chirurginnen und Chirurgen in der Weiterbildung dar. Sie wird ergänzt durch eine 24/7 zu Verfügung stehende, individuelle telefonische Rechtsberatung durch unseren langjährigen Justiziar Dr. Jörg Heberer. Diese einzigartige Serviceleistung allein ist schon ein starkes Argument für eine Mitgliedschaft beim BDC und muss nach außen deutlicher hervorgehoben werden.

Die BDC|Akademie mit ihrem umfassenden Programm ist und bleibt ein weiteres zentrales Element der BDC-Serviceleistungen. Hier stehen wir in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen, bedingt durch eine Ausweitung der zu vermittelnden Inhalte, eine weitergehende Digitalisierung der Formate, eine Verknappung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und eine Zunahme der konkurrierenden Angebote. Unter Federführung des neuen Akademieleiters Prof. Dr. Andreas Kirschniak ist die konzeptionelle Ausrichtung der Akademie auf diese sich abzeichnenden Veränderungen eine zentrale Aufgabe des gesamten BDC-Vorstandes, um Innovationen auf dem Fort- und Weiterbildungsmarkt mitzugestalten und damit den beruflichen Nutzen für alle unsere Zielgruppen hochzuhalten.

Diese beiden Pfeiler der BDC-Serviceleistungen werden aber nicht ausreichen, um die Mitgliederzahlen im BDC auf hohem Niveau stabil zu halten. Deshalb spielt die Koordination der BDC-Themen-Referate und damit der verschiedenen Sachthemen und Projekte eine entscheidende Rolle. Auch hier hat es einen Wechsel im erweiterten Vorstand gegeben. Der Staffelstab wurde von Prof. Dr. Michael Betzler an Prof. Dr. Carsten Krones, einem langjährigen Mitglied des erweiterten Vorstands, weitergegeben. Die Leitung und Koordination der Themenreferate in so erfahrenen Händen ist für den BDC eine große Chance, weitere langfristige Projekte für verschiedene Mitgliedergruppen im BDC zu initiieren und damit die Sichtbarkeit des BDC weiter zu verbessern. Wir als zukünftiger Vorstand haben bereits im Vorfeld eine breite Unterstützung für diese Initiativen signalisiert.

Mit der oben beschriebenen Mitgliederentwicklung ist unstrittig, dass ein besonderer Fokus der zukünftigen Arbeit auf dem chirurgischen Nachwuchs liegen muss, denn – der BDC muss jünger werden. Hier sind die Aufgabenfelder durch die von der jungen Generation geäußerten Ansprüche klar definiert: Gestaltung und Verbesserung der chirurgischen Weiterbildung, Entwicklung von Karrierepfaden und Vereinbarkeit von Berufsleben mit eingeforderter Lebensqualität. Der BDC wird sich hier aktiv in die Beschreibung und Kommunikation neuer Karrierewege einbringen, unter Berücksichtigung der anstehenden gesundheitspolitischen Veränderungen, der unveränderlich bestehenden hohen Anforderungen an das chirurgische Fach selbst und die klar formulierten Ansprüche einer jungen Generation an ein chirurgisches Berufsleben. Die Umsetzung dieser Ziele beinhaltet als erstes, die junge Generation aktiv und langfristig in unseren Verband einzubinden und so über die direkte Stimme eine unmittelbare Kommunikation zu ermöglichen. Erste größere Projekte wie der Aufbau eines „Young Surgeons Club“ wurden bereits durch den bisherigen Vorstand auf den Weg gebracht. Jetzt gilt es, diesem engagierten Nachwuchs beim BDC eine Bühne zu geben. Auch für diese zentrale zukünftige Aufgabe ist die Leitung der Themenreferate durch Prof. Dr. Carsten Krones eine Schlüsselposition.

Es gibt zwei weitere wichtige Berufsgruppen innerhalb der chirurgischen Community, die wir wieder mehr in den Fokus unserer Servicearbeit nehmen werden. Diese sind in den Krankenhäusern die Riege der eigenverantwortlich arbeitenden Fach- und Oberärzte und in der ambulanten Versorgung die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. Diese Berufsgruppen sind und bleiben das Rückgrat der chirurgischen Versorgung in Deutschland und es ist nur folgerichtig, deren berufspolitischen Interessen gegenüber ihren Arbeitgebern unmissverständlich zu artikulieren.

Umsetzung der strategischen Ziele

Die Mitglieder unseres Verbandes werden sich fragen, wie die skizzierten Vorhaben in den nächsten vier Jahren auf den Weg gebracht werden können. Unsere Antwort ist so einfach wie aufwendig. Der BDC muss über Kongresse und Fortbildungen hinaus am klinischen Alltag aller berufstätigen Chirurginnen und Chirurgen aktiver partizipieren und das impliziert, dass wir als BDC dort präsent sind, wo die Kernarbeit chirurgischer Leistungen erbracht wird: in den Kliniken, in den Praxen und weiteren Einrichtungen, in denen chirurgische Patienten behandelt werden. Wir streben an, mit unserer chirurgischen Community noch intensiver ins Gespräch zu kommen und damit den Geist gemeinsamer Interessen neu zu beleben. Dabei können wir auf der erfolgreichen Arbeit des bisherigen BDC-Vorstands aufbauen und uns am 10-Punkte-Programm „Leitbild und Programmatik“ des BDC aus dem Jahr 2022 orientieren und dieses weiterentwickeln.

Die Umsetzung einer solchen Kampagne wird die koordinierte Mitarbeit aller Mitglieder des geschäftsführenden und erweiterten Vorstands sowie der Leiter der Themenreferate erfordern. Durch die unterschiedlichen beruflichen Karrieren der Vorstandsmitglieder steht uns für diese Aufgabe ein großes Netzwerk nicht nur unter Chirurginnen und Chirurgen zur Verfügung. Zudem stehen wir als neuer Vorstand explizit für die Ausweitung von Kooperationen mit anderen Fachgesellschaften und Berufsverbänden, unseren Partnern in der Industrie, den medizinischen Verlagen sowie allen gesundheitspolitischen Akteuren.

Wir sind fest entschlossen, den hier skizierten Weg als Vorstand zu gehen und laden alle Chirurginnen und Chirurgen in Deutschland ein, den BDC in den nächsten Jahren aktiv mitzugestalten. Investieren Sie gemeinsam mit uns in die Zukunft der Chirurgie in Deutschland!

BDC|Akademie-Programm 2026

Auch dieses Jahr freuen wir uns, unseren BDC-Mitgliedern und allen, die unsere BDC|Akademie unterstützen, ein umfassendes und spannendes Programm für das neue Fortbildungsjahr 2026 vorlegen zu können.

Mit Blick in das Vorwort aus dem letzten Jahr müssen wir feststellen, dass die anstehende Krankenhausstrukturreform die Gesundheitspolitik weiterhin fest im Griff hat. Aber trotz der Verabschiedung eines Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) durch den Bundesrat, einem Regierungswechsel mit einer neuen Gesundheitsministerin und einem Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) zur Reform der Reform, ist der Sachstand für die Krankenhäuser – Nordrhein-Westfalen einmal ausgenommen – im Wesentlichen weiterhin unverändert unsicher, was am Ende denn nun kommen wird. Das Thema „Fort- und Weiterbildung“ wird auf der großen bundespolitischen Bühne nach wie vor nur am Rande ab-gehandelt.

Unabhängig von der gesundheitspolitischen Ebene scheint chirurgische Fort- und Weiterbildung auch von ganz anderen Entwicklungen getriggert zu werden. Die spürbaren Veränderungen werden hier primär getrieben von einem immensen Zuwachs an medizinischem Wissen, von technologischen Entwicklungen und der damit fortschreitenden Spezialisierung sowie nicht zuletzt durch die gesellschaftlichen Veränderungen einer auf den Gesundheitsmarkt drängenden jüngeren Generation. Alle Bereiche sind bereits jetzt untrennbar geprägt durch Digitalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Wenn medizinische Informationen digital in Echtzeit überall abrufbar sind und medizinische Entscheidungsalgorithmen vorgeben, ist für alle an Fortbildung beteiligten Institutionen die neu zu denkende und entscheidende Frage, für welche Zielgruppe welches Fachwissen überhaupt zukünftig vermittelt werden muss. Diese sich abzeichnende Transformation darf aber nicht unsere zentrale Aufgabe einer insbesondere patientenorientierten Medizin aus dem Auge verlieren: „The needs of the patients come first“.

In diesem Spannungsfeld und unter dieser Prämisse wird sich auch das Programm der BDC|Akademie in den nächsten Jahren neu ausrichten müssen. Dabei sind es zwingende Voraussetzung, allen engagierten und ambitionierten Chirurginnen und Chirurgen der nächsten Generationen für diese relevanten Veränderungen Platz zu machen und spürbar kreativen Raum zu überlassen. Wir sehen diese Ausrichtung aber als große Chance und möchten alle unsere Unterstützer:innen, denen wir jetzt schon für ihr gegenwärtiges Engagement zu großem Dank verpflichtet sind, einladen, an diesem Prozess aktiv zu partizipieren.

In diesem Sinne wünschen wir allen BDC|Mitgliedern ein erfolgreiches Fortbildungsjahr 2026 und freuen uns weiterhin auf einen konstruktiven wie persönlichen Dialog rund um alles zum Fort- und Weiterbildungsprogramm unserer BDC|Akademie.

HIER finden Sie das neue Programm als PDF zum Duchblättern…

HIER stöbern Sie online in den Terminen der BDC|Akademie und können direkt den gewünschten Kurs buchen…

PODCAST SURGEON TALK

Surgeon Talk – der BDC|Podcast geht in das fünfte Jahr. Chirurgisches Fachwissen auf den Punkt, interessante Fälle aus dem chirurgischen Alltag, Diskussionen von pratice-changing Publikationen, neue Ideen zur Karriereplanung oder auch mal ein Blick über den Tellerrand in der Gesundheitspolitik – in Surgeon Talk kommt alles auf den Tisch, was in der Chirurgie unter die Haut geht.

Egal ob unentschlossene:r Berufseinsteiger:in, chirurgische:r Arbeiter:in oder Held:in, oder einfach Chirurg:in aus Passion – Surgeon Talk verbindet alle, mehrmals im Monat. Wir, die Moderatorinnen und Moderatoren, ein Team von Begeisterten, die in der Chirurgie schon wahrlich viel gesehen, aber noch immer nicht genug erlebt haben. Ihr, unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, neugierig auf alles, was Chirurgie spannend macht und mutig genug, uns Eure Meinung zu sagen.

Auch 2026 besuchen wir wieder die großen Jahreskongresse der verschiedenen chirurgischen Fachgesellschaften und berichten von den aktuellen Trends in der Chirurgie. Als besonders Highlight sind wir im April für Euch auf dem Deutschen Chirurgenkongress (DCK) in Leipzig und interviewen klinische Meinungsmacher und wissenschaftliche Nerds – alles zusammengefasst im Podcast „DCK Kompakt“, der kurz nach dem Kongress online geht.

Hier geht’s zum Reinhören…

WEBINAR-REIHE „LEITLINIEN IN DER CHIRURGIE“

Der Klassiker der BDC|eAkademie geht in das neunte Jahr. Auch in 2026 wird wieder jeden Monat eine Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der medizinischen Fachgesell¬schaft (AWMF) aus allen Gebieten der Chirurgie vorgestellt. In einem 45-minütigen Live-Vortrag referieren Expert:innen die aktuelle Leitlinie und diskutieren diese online via Chat-Funktion. Parallel hierzu erscheint in jeder Ausgabe eine Rubrik in „Die Chirurgie“ (Springer-Medizin) mit den Highlights vorab. Die Archivierung der Webinare ermöglicht die CME-zertifizierte Teilnahme zu jedem späteren Zeitpunkt. Ein kostenfreies Fortbildungsangebot für alle BDC- und DGCH-Mitglieder.

Webinar-Termine

S3-Leitlinie „Magenkarzinom“

29.01.2026

S3-Leitlinie „Ösophaguskarzinom“

26.02.2026

S3-Leitlinie „Versorgung peripherer Nervenverletzungen“

26.03.2026

S3-Leitlinie „Perioperative und Periinterventionelle
Antibiotikaprophylaxe“

30.04.2026

S3-Leitlinie „Schilddrüsenkarzinom“

21.05.2026

S2k-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge VON
low-grade muzinösen Neoplasien der Appendix (LAMN)“

18.06.2026

S1-Leitlinie „Tibia- und Unterschenkelschaftfrakturen im Kindesalter“

09.07.2026

S3-Leitlinie „Gonarthrose“

27.08.2026

S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie osteoporotischer thorakolumbaler Wirbelfrakturen“

24.09.2026

S2e-Leitlinie „Hallux valgus“

29.10.2026

S2k-Leitlinie „Chirurgische Maßnahmen bei Geschlechtsinkongruenz“

12.11.2026

S2k-Leitlinie „Hydrocephalus im Kindesalter“

03.12.2026

Hier geht’s zu den Leitlinien-Webinaren der BDC|eAkademie…

 

WEBINAR-REIHE „FRAKTUR IM FOKUS“

Mit der Webinar-Reihe „Fraktur im Fokus“ soll jeden Monat des Jahres eine Fraktur unter die Lupe genommen werden. Expert:innen für den jeweiligen Bereich stellen die aktuellen Entwicklungen auf ihrem Gebiet vor und diskutieren diese anschließend anhand von konkreten Fallbeispielen. Für Teilnehmer:innen besteht während des Webinars die Möglichkeit zur Vorstellung eigener Fälle. Begleitet wird jeder Vortrag von einem voraufgezeichneten Einführungswebinar, Literaturempfehlungen der Referent:innen und/oder Links zu OP-Videos zur Nachbereitung.

Die Webinar-Reihe ist in einem bewusst niederschwelligen Format zur Fort- und Weiterbildung in kompaktem Rahmen konzipiert – außerhalb der Arbeitszeit und bequem von zu Hause. Jedes Webinar vereint durch Darstellung der aktuellen Literatur und interaktive Falldiskussion das Thema zu einem praxisbezogenen Update.

Webinar-Termine

Im Fokus: LWS Frakturen

28.01.2026

Im Fokus: Proximale Humerusfrakturen

25.02.2026

Im Fokus: Terrible Triad Verletzungen

25.03.2026

Im Fokus: Beckenringfrakturen

29.04.2026

Im Fokus: Acetabulumfrakturen

20.05.2026

Im Fokus: Proximale Tibiafrakturen

17.06.2026

Im Fokus: Distale Femurfrakturen

08.07.2026

Im Fokus: Calcaneusfrakturen

26.08.2026

Im Fokus: Proximale Femurfrakturen

23.09.2026

Im Fokus: Metatarsale und Lisfrac Frakturen

28.10.2026

Im Fokus: Pilon Tibiale Frakturen

11.11.2026

Im Fokus: Distale Radiusfrakturen

02.12.2026

Hier gibt’s mehr Infos zum neuen Webinar…

 

WEBINAR-REIHE „MEDIZINÖKONOMIE KOMPAKT“

Die Webinar-Reihe „Medizinökonomie Kompakt“ soll Chirurginnen und Chirurgen im Klinikalltag helfen, die notwendigen Kenntnisse zu Fragen der Gesundheitswirtschaft zu entwickeln. Das Konzept ist modular aufgebaut und beantwortet alle Fragen rund um die Themen Dokumentation, Kodierung, Abrechnung, Controlling, Qualitäts- und OP-Management. Alle zwölf Themenblöcke dieser Reihe sind im Videoformat über die BDC|eAkademie abrufbar und können einzeln oder als Gesamtpaket gebucht werden.

VON

BIS

ORT

FORTBILDUNG

WISSENSCHAFTLICHE:R LEITER:IN

PREIS
BDC-MG

PREIS
NICHT-MG

ganzjährig abrufbar

online

Medizinökonomie Kompakt

Prof. Dr. med. Thomas Auhuber

200,00

400,00

24.04.2026

DCK, Leipzig

Workshop DRG-System: Dokumentation, Kodierung und Abrechnung

Prof. Dr. med. Thomas Auhuber

20,00*

20,00*

* zzgl. Kongress-Ticket

WEBINAR-REIHE „GESUNDHEITSPOLITIK AKTUELL“

Mit dieser neuen Webinar-Reihe kommt der BDC einer seiner Kernaufgaben nach, nämlich seine Mitglieder über Fragen der Gesundheits- und Berufspolitik aktuell und umfassend zu informieren. Die Themen der Webinare ergeben sich aus den aktuellen Entwicklungen der gesundheitspolitischen Gesetzgebung und werden kurz vor den vorgegebenen Terminen über die BDC-Website und die Social-Media Kanäle bekanntgegeben. Ein Informations-Paket, um auf dem neusten Stand der Diskussion zu bleiben.

Webinar-Termine

24.02.2026

25.08.2026

14.04.2026

27.10.2026

09.06.2026

08.12.2026

Professor Dr. Thomas Steinmüller mit der Wolfgang-Müller-Osten Medaille ausgezeichnet

Im Rahmen der BDC-Präsidiumssitzung am 28. November 2025 verlieh der Vorstand Professor Dr. Thomas Steinmüller die Wolfgang-Müller-Osten Medaille.

Seit fast 17 Jahren engagierte sich Prof. Steinmüller für die BDC|Akademie und bereitete in dieser Zeit mehr als 1.300 angehende Fachärztinnen und -ärzte auf die Facharztprüfung vor. Außerdem war er Seminarleiter des Kurses „Viszeralchirurgie Kompakt – Endokrine Chirurgie“ der BDC|Akademie. Professor Steinmüller ist seit 2006 Chefarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie an den DRK Kliniken Berlin Westend und wurde unter anderem für die onkologische Abdominal- und Schilddrüsenchirurgie ausgezeichnet. Auch an der Einführung zahlreicher minimalinvasiver Verfahren war Professor Steinmüller an seiner Klinik maßgeblich beteiligt, beispielsweise der retroperitoneoskopischen Resektion der Nebenniere.

Der BDC ist dankbar für Professor Steinmüllers konstante und unermüdliche Arbeit für den chirurgischen Berufsverband und seinen herausragenden Einsatz für die Chirurgie.

Bild: Professor Steinmüller bei seinem letzten Seminar gemeinsam mit BDC-Akademieleiter Professor Dr. Wolfgang Schröder.

 

Prof. Dr. med. Thomas Steinmüller
Facharzt für Chirurgie
Senior Consultant
Klinik für Allgemein-,
Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie
DRK Kliniken Berlin Westend

Zu den Veranstaltungen der BDC|Akademie…

Akademie Aktuell: Die eAkademie hat Geburtstag

Vor fünf Jahren, am 18.11.2020, wurde in einer Pressemitteilung die neue BDC|eAkademie als moderne Plattform für chirurgische Fortbildung angekündigt und so feiert die BDC|eAkademie in diesem Monat ihren fünften Geburtstag!

Schon zu einem deutlich früheren Zeitpunkt hatten die Verantwortlichen im BDC erkannt, dass digitale Fortbildungsangebote den zukünftigen Markt entscheidend mitbestimmen und so wurde 2008 das eCME-center.org ins Leben gerufen, eine der ersten, medizinischen digitalen E-Learning Plattformen überhaupt. Das primäre Ziel war, die notwendigen Vorgaben der Ärztekammern zum Erwerb der CME-Punkte digital und damit zeitlich wie örtlich flexibel erfüllen zu können. Dieses digitale Fortbildungskonzept wurde für seinen innovativen Charakter 2009 mit dem European eLearning Award und der Comenius EduMedia Medaille ausgezeichnet (s. Abb.). Schon bald kam diese erste E-Plattform bei steigender Nachfrage und zunehmender Vielfalt der digitalen Angebote an ihre technischen Grenzen. Im Nachgang war es dann einer der wichtigsten strategischen Entscheidungen, dass bereits vor der Corona-Pandemie eine neue, erweiterte E-Learning Plattform den Zuschlag bekam und mit viel Kleinarbeit, erheblichen finanziellen Ressourcen und einem großartigen Partner, der Medienagentur Monks GmbH in München, implementiert wurde. Dies war die Gründungsstunde der BDC|eAkademie, die als Marke im deutschen Patentamt registriert ist (s. Abb.). Mit diesem Schritt kam die BDC|Akademie nicht nur gut durch die Corona-Jahre, sondern war auch für die Transformation von der Präsenz-Veranstaltung in die digitale Fortbildung bestens aufgestellt.

Mittlerweile findet sich in der BDC|eAkademie unter dem Motto „Aller guten Dinge sind eins“ ein riesiges Angebot digitaler Fortbildungen: Webinare, Online-Kurse, begleitende Seminarunterlagen und ein eigener BDC-Podcast (s. Abb. S. 34). Die Statistik dieser eAkademie spricht für sich. Über 10.000 registrierte Nutzer sind auf der Plattform unterwegs und suchen in mehr als 650 E-Learning Kursen und über 120 Online-Seminaren das für sie passende Angebot. Zusätzlich wurden bisher über diese Plattform mehr als 450 Live-Webinare organisiert, die alle im Nachgang als Archiv-Webinare abrufbar sind und mit insgesamt mehr als 19.000 Teilnehmern:innen ein Kernelement dieser Plattform sind. Unser Klassiker in diesem Segment sind die mehr als 80 kostenfreien Webinare mit Vorstellung von publizierten AWMF-Leitlinien, die bis heute von 16.000 Chirurg:innen besucht wurden. Ein echter Beitrag zur chirurgischen Fortbildung. Und für den chirurgischen Nachwuchs hat sich unser BDC-Podcast SURGEON TALK mit über 4.000 Followern fest etabliert. Im nächsten Frühjahr dürfen wir hier feiern, wenn die 100. Folge on air geht.

Mit diesen Zahlen steht außer Frage, dass die BDC|Akademie den Sprung ins Zeitalter der digitalen Fortbildung exzellent geschafft hat. Aber auch die gegenwärtigen E-Learning Konzepte müssen und werden sich weiterentwickeln. Alle Bereiche von Fort- und Weiterbildung sind bereits jetzt untrennbar geprägt durch Digitalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Wenn medizinische Informationen digital in Echtzeit überall abrufbar sind und medizinische Entscheidungsalgorithmen vorgeben, ist für alle an Fortbildung beteiligten Institutionen die neu zu denkende und entscheidende Frage, für welche Zielgruppe welches Fachwissen überhaupt zukünftig vermittelt werden muss. In diesem Kontext sind wir überzeugt, dass Präsenzveranstaltungen immer ihren Stellenwert behalten, da auch heute alle Chirurg:innen wie auch unsere Industriepartner nicht auf die direkte Kommunikation und das Networking verzichten wollen. Für die BDC|Akademie bedeutet das, ein großes Portfolio für alle Karrierestufen weiterhin anzubieten und auf der anderen Seite die digitale Transformation weiter mitzugehen, im besten Falle in kleinen Segmenten mitzugestalten.

Und so bedankt sich die BDC|Akademie bei allen, die in den letzten fünf Jahren mit ihren Beiträgen tatkräftig geholfen haben, diese moderne E-Learning Plattform zu dem zu machen, was sie heute für unsere BDC-Mitglieder und alle Chirurg:innen ist – eine fest etablierte Marke für chirurgische Fort- und Weiterbildung.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

HIER gehts zur BDCeAkademie …

Das Bleibt in Erinnerung

„Herr X, niedergelassen in Ostfriesland, hatte sich zu einem Live-Webinar angemeldet und 5 Minuten nach dem Webinar-Start rief er an und schimpfte, dass hier alles nicht klappt… Ich beriet ihn, ging mit ihm die einzelnen Klickabläufe durch bis die Registrierung in der BDC|eAkademie erfolgreich war. Kurz darauf rief er wieder an und berichtete von Fehlermeldungen beim Betreten des Webinarraums. Da die mir bekannten Hilfestellungen nicht funktionieren, fragte ich welches Betriebssystem er auf seinem Rechner hat. Darauf antwortete er „Windows 7 (aus dem Jahr 2009)“ und ich antwortete „Es tut mir leid; Ihr System ist zu alt für Zoom-Meetings. So bekommen wir Sie nicht in das Meeting.“ Er legt schimpfend auf. Fünf Minuten später rief er wieder an, ich hörte Wind und schweren Atem. Herr X „Ich sitze auf dem Fahrrad in den Nachbarort; da wohnt mein Sohn, der einen modernen Laptop hat. Kann ich Sie gleich wieder anrufen, wenn ich da bin, damit Sie mich ins Webinar bringen?!“ Gesagt, getan und er konnte mit 30 Minuten Verspätung tatsächlich das Webinar live verfolgen und schrieb später eine sehr nette Mail, in der er sich für die Schimpferei am Telefon entschuldigte – alle glücklich!“

Schröder W, Dreusch J, Joachimi S, Burgdorf F: Die eAkademie hat Geburtstag. Passion Chirurgie. 2025 November; 15(11): Artikel 04_01.

Editorial 10/2025: Krankenhausstrukturreform – Chancen für die Chirurgie

Zur Oktoberausgabe 2025 | PASSION CHIRURGIE

Anfang August wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) der Referentenentwurf des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) vorgelegt, der jetzt in den Fachgremien diskutiert und kommentiert wird. Im Fokus dieses geplanten Gesetzes als Ergänzung zu dem im Dezember 2024 beschlossenen Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) stehen Ausnahmemöglichkeiten, die es den Ländern zukünftig erlauben, einzelnen Kliniken Leistungsgruppen zuzuweisen, unabhängig davon, ob diese die definierten Qualitätskriterien erfüllen. Während diese Anpassung von den Ländern und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt werden, stehen die Krankenkassen diesen Änderungen kritisch gegenüber. Sie befürchten eine Aufweichung eines Kernelements der beschlossenen Krankenhausreform, der Qualitätssteigerung in der Patientenversorgung. Ungeachtet dieser Diskussion ist in den Bundesländern die praktische Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform angelaufen, die Vorbereitung und/oder Umsetzung allerdings recht unterschiedlich ausgeprägt. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass bis Anfang 2030 die Krankenhausreform mit ihren Leistungsgruppen und dem neuen Modell einer Vorhaltefinanzierung umgesetzt ist.

Das ist der aktuelle Stand bei Redaktionsschluss der Oktoberausgabe von PASSION CHIRURGIE, und damit ist auch völlig unstrittig: Die Krankenhausreform wird trotz möglicher weiterer Modifikationen und vieler ungeklärter Fragen kommen und nachhaltig die Krankenhauslandschaft in Deutschland verändern. Während in der gegenwärtigen Diskussion zur Krankenhausstrukturreform immer wieder die negativen Konsequenzen für einzelne Krankenhäuser und deren Ärzte herausgestellt und aufgezeigt werden, plädieren wir mit diesem Themenheft für einen Ansatz, aus den unvermeidlichen Veränderungen die möglichen Vorteile für den individuellen Chirurgen auf den unterschiedlichen Karrierestufen zu identifizieren und in den Fokus der zukünftigen Gestaltung zu nehmen. Welche Chancen bietet die Krankenhausstrukturreform für die Chirurgie?

Hier ist ein Blick nach Nordrhein-Westfalen sinnvoll, da im Gegensatz zu den anderen Bundesländern die Landesregierung den Krankenhausplan NRW mit rechtsbindender Zuweisung von Leistungsgruppen im Dezember 2024 bereits implementiert hat. Gibt es aus diesem Bundesland bereits Erfahrungen, die bei der bundesweiten Umsetzung den einzelnen chirurgischen Abteilungen in anderen Ländern praktische Hilfestellung leisten können?

Die politisch gewollte Zentralisierung komplexer chirurgischer Leistungen wird bei der nächsten Generation die Karriereplanung nachhaltig beeinflussen und eine zunehmend strategische Wahl des zukünftigen Arbeitgebers erforderlich machen. Welche Angebote können hier chirurgische Berufsverbände und Fachgesellschaften ihren Mitgliedern anbieten, um Häuser mit klar definierten Leistungsprofilen oder attraktiven, regionalen Kooperationsnetzwerken zu finden? Inwieweit sind individuelle Beratungen mit Auslotung der eigenen Kompetenzen für die Karriereplanung begleitend sinnvoll? Fest steht, dass eine abgeschlossene chirurgische Facharztweiterbildung den Marktwert deutlich erhöht, da sich aus der Zahl angestellter Fachärzt:innen – auch wenn die vorzuhaltende Anzahl pro Leistungsgruppe noch nicht abschließend definiert ist – ein Wettbewerbsvorteil des Krankenhausträgers ergibt.

Nicht zuletzt rückt wieder einmal mit der Krankhausreform die chirurgische Weiterbildung in den Mittelpunkt, denn die Umsetzung wird neben einer Anpassung der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer (BÄK) zumindest in einer langen Übergangsfrist die Implementierung von Rotationen in einem Weiterbildungsverbund notwendig machen. Welche Modelle sind auf diesem Feld denkbar und praktisch zu realisieren?

In jedem Fall bleibt die weitere Entwicklung der Krankenhausreform spannend. Die Herausgeber wünschen Ihnen eine erhellende Lektüre mit neuen Ideen für die eigene Karriereplanung.

Prof. Dr. med. Wolfgang Schröder, FACS, FEBS

Mitglied im erweiterten Vorstand des BDC

Leiter der BDC|Akademie

Leiter des Zentrums für Speiseröhren- und Magenchirurgie

HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal

schroeder@bdc.de

Prof. Dr. med. Stephan M. Freys

em. Chefarzt Chirurgische Klinik
DIAKO Krankenhaus Bremen
freys@mail.de

Editorial

Schröder W, Freys SM: Krankenhausstrukturreform – Chancen für die Chirurgie. Passion Chirurgie. 2025 Oktober; 15(10): Artikel 01.

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Akademie aktuell: Ein Plädoyer für die Ausbildung in der konventionellen minimalinvasiven Chirurgie

Die Chirurgie ist in der letzten Dekade durch eine technische Evolution geprägt, die in vielen chirurgischen Fachdisziplinen mit der robotisch-assistierten Chirurgie neue Operationstechniken und Möglichkeiten minimalinvasiver Operationen auf den Markt gebracht hat. Viele der robotisch-assistierten Prozeduren haben mittlerweile einen hohen Grad an Standardisierung erreicht und sind fester Bestandteil des chirurgischen Alltags. Unübersehbar ist auch, dass sich diese robotisch-assistierten Operationen grundsätzlich von der konventionellen minimalinvasiven Chirurgie unterscheiden und beide Technologien ihre eigenen Lernkurven für gleiche Prozeduren aufweisen.

Für die viszeralchirurgische Weiterbildung junger Chirurginnen und Chirurgen stellt sich somit die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, in der klassischen und seit Jahren bewährten minimal-invasiven Technik auszubilden, oder sich in Anbetracht der schnell fortschreitenden Verbreitung der Roboter-gestützten Chirurgie bereits zu einem frühen Zeitpunkt ganz auf die neuen Technologien zu fokussieren.

In diesem Zusammenhang ist zunächst festzustellen, dass trotz aller Euphorie und der damit verbundenen Dominanz auf Kongressveranstaltungen immer noch die große Masse aller viszeralchirurgischer Operationen in der breiten Versorgung konventionell minimalinvasiv durchgeführt wird. Das liegt allein daran, dass trotz aller Bemühungen der Industrie die Anzahl der in den Krankenhäusern implementierten robotischen Systemen bei weitem noch nicht ausreicht, alle Patienten mit dieser Technologie zu versorgen. Zudem bleibt die robotisch-assistierte Chirurgie bei technischer Machbarkeit gegenwärtig in weiten Teilen den Nachweis schuldig, der konventionellen minimalinvasiven Chirurgie hinsichtlich postoperativer Morbidität und Lebensqualität für den Patienten entscheidende Vorteile zu generieren. Das jedoch sollte kein Argument gegen die robotische Chirurgie sein, sondern für Universitätskliniken und Maximalversorger Ansporn und Verpflichtung sein, hier die notwendige Evidenz zu liefern. Unbeantwortet ist auch die Frage, ob die robotische Lernkurve durch profunde Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der konventionellen minimal-invasiven Erfahrung verkürzt wird. Alle Protogonisten der robotischen Technologie, die mit der minimal-invasiven Chirurgie groß geworden sind, würden diesen Zusammenhang eher bejahen.

Die aufgeführten Gründe lassen es sinnvoll erscheinen, auch weiterhin in den chirurgischen Curricula die konventionelle minimal-invasive Chirurgie zu führen und auch im klinischen Alltag zu verankern. Für alle komplexen chirurgischen Prozeduren ist es daher notwendig, die Lernkurve nicht erst im OP, sondern in den verschiedenen Dry- und Wet-Labs zu beginnen. Gut konzipierte Kurse, welche diese grundlegenden technischen Fertigkeiten vermitteln, bleiben damit auch weiterhin fester Bestandteil der viszeralchirurgischen Weiterbildung.

BDC|Akademie

Grundlagen der minimalinvasiven Chirurgie vom 15.-16. Mai 2025

Dieser Trainingskurs für minimalinvasive Chirurgie bietet Ihnen die Möglichkeit, modernste Techniken und Verfahren zu erlernen und zu vertiefen. Mit dem Fokus auf Präzision, Sicherheit und Effizienz werden wir Ihnen praxisorientierte Fähigkeiten vermitteln, die Ihnen helfen, Patient:innenbehandlungen zu optimieren und postoperative Erholungszeiten zu verkürzen. Der Kurs bietet Ihnen: Überblick über die Prinzipien der Laparoskopie sowie die Geräte und Instrumente, Einübung von Kenntnissen im Bereich Kameraführung und Koordination im 2D-Bild sowie Nähen, Knoten und Schneiden mit Basisübungen im Boxtrainer, am perfundierten Organmodell und mit dem Computersimulator, Erlernen und Training von Basiseingriffen, aber insbesondere auch anspruchsvolleren Eingriffen und Anastomosentechniken unter realen Bedingungen.

Informationen und Anmeldung…

Schröder W, Duprée A: Ein Plädoyer für die Ausbildung in der konventionellen minimalinvasiven Chirurgie. Passion Chirurgie. 2025 April; 15(04): Artikel 04_01.

Akademie aktuell: Die BDC|Akademie erweitert ihre wissenschaftliche Führung

Nachdem Ende letzten Jahres Frau Prof. Dr. Julia Seifert und Prof. Dr. Paul Michael Hahn als Stellvertretende Akademieleiter aus ihren Ämtern ausgeschieden sind, wurde zunächst der Staffelstab an Prof. Dr. Benedikt Johannes Braun mit dem Schwerpunkt Orthopädie/Unfallchirurgie weitergegeben. Zum 1. April 2025 ist die Akademieleitung wieder komplett besetzt, wenn Prof. Dr. Andreas Kirschniak das Amt als Stellvertretender Akademieleiter übernimmt.

Nach dem Studium der Humanmedizin in Tübingen und einer sich anschließenden mehrjährigen Tätigkeit am Anatomischen Institut der Universität Tübingen begann Professor Kirschniak 2005 seine chirurgische Weiterbildung in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie Universitätsklinik Tübingen unter Leitung von Prof. Dr. A. Königsrainer. Nach einem kurzen Intermezzo in der Allgemein- und Viszeralchirurgie Krankenhaus Neuwerk, „Maria von den Aposteln“, Mönchengladbach (Prof. Dr. F. A. Granderath) ging er als Facharzt zurück an die Chirurgische Universitätsklinik Tübingen und durchlief hier die klassische Karriere bis zum Leitenden Oberarzt. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit mit einer eigenen Arbeitsgruppe waren insbesondere die technologischen Entwicklungen in der minimal-invasiven und später dann auch der robotischen Chirurgie. Nach seiner Habilitation 2013 folgte 2019 der Ruf auf die W2-Professur „Chirurgische Technologie“ der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Professor Kirschniak, ein durch und durch passionierter und bekennender Viszeralchirurg, ist seit August 2020 als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Kliniken Maria Hilf GmbH, in Mönchengladbach unter Vertrag.

Prof. Dr. med. Andreas Kirschniak

Neben der klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit war ein weiterer, sichtbarer Schwerpunkt seiner Arbeit das Thema „Didaktik in der Medizin“. Von 2013 bis 2016 war Professor Kirschniak Vorsitzender der „Chirurgische Arbeitsgemeinschaft junger Chirurgen“ (CAJC) der DGAV, seit 2018 leitet er verantwortlich das Nachwuchsressort des BDC e.V. Sein letztes großes Projekt waren hier der Aufbau einer umfänglichen Videoplattform für Studierenden mit Clips zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung des 3.Staatsexamens („Watch and Learn“). Bei dieser Vita ist es jetzt wenig überraschend, dass der Vorstand des BDC Prof. Kirschniak gebeten hat, die stellvertretende Akademieleitung zu übernehmen, um hier weitere Fortbildungsangebote im Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie zu entwickeln.

Die BDC|Akademie und der Vorstand freuen sich jetzt auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit Professor Kirschniak und begrüßen ihn herzlich im Führungskreis des BDC.

Schröder W, Burgdorf F, Meyer HJ: Die BDC|Akademie erweitert ihre wissenschaftliche Führung. Passion Chirurgie. 2025 März; 15(03/QI): Artikel 04_01.

BDC|Akademie-Programm 2025

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so beginnt der neue Jahreszyklus der BDC|Akademie mit der Fertigstellung des Jahresprogramms 2025, mit dem wir alle Mitglieder und Förderer des BDC einmal mehr herzlich begrüßen.

Das alles bestimmende gesundheitspolitische Thema war im vergangenen und ist sicherlich auch in den kommenden Jahren das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG). Alle Beteiligten sind sich über die Notwendigkeit einer Krankenhausreform einig, deren grundlegende Umsetzung jedoch im Streit zwischen Bund und Ländern unterzugehen oder zumindest Kernziele zu verfehlen droht. Wie auf Landesebene Nordrhein-Westfalen mit der Implementierung des Krankenhausplans bereits aufgezeigt, wird diese Strukturreform einen kaum zu unterschätzenden Einfluss auf die Krankenhauslandschaft haben. Und nicht nur das: Sie wird auch nachhaltig die individuelle Karriereplanung beeinflussen, da die chirurgische Spezialisierung in diesem Konstrukt mit angestrebter Verbesserung der Behandlungsqualität beschlossene Sache ist. Damit werden sich zwangsläufig auch die bestehenden Weiterbildungsordnungen anpassen müssen. Wie deren notwendigen Änderungen gestaltet werden sollen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch in keiner Weise und auf keiner Entscheidungsebene an- oder gar zu Ende gedacht. Welche Auswirkungen diese grundlegenden Veränderungen auf das zukünftige Fort-und Weiterbildungsangebot der Berufsverbände und Fachgesellschaften haben wird, ist gegenwärtig ebenfalls unklar und wahrscheinlich auch einer der letzten Schritte in der Kette resultierender Anpassungen.

In der BDC|Akademie hat mit Ende des Jahres 2024 ein Wechsel der stellvertretenden Akademieleitung stattgefunden, Professorin Julia Seifert und Professor Michael Paul Hahn verlassen nach langjähriger Mitarbeit die Akademie. Der BDC sagt beiden für ihr erfolgreiches Engagement auf dem Gebiet der Orthopädie/Unfallchirurgie herzlichen Dank. Ihnen folgt der Unfallchirurg Professor Benedikt Braun, der als Leitender Oberarzt an der Universitätsklinik Tübingen tätig ist und viele Projekte im Nachwuchsbereich für den BDC gestaltet hat. Ein erstes Projekt in seiner neuen Funktion wurde schon auf den Weg gebracht: „Fraktur im Fokus“ ist die innovative Webinar-Reihe, die ab Januar 2025 monatlich erscheint und in einem niederschwelligen, interaktiven Format praktizierenden Unfallchirurgen:innen ein Update der häufigen Frakturen liefern soll. Die BDC|Akademie unterstreicht mit diesem neuen Angebot ihren Anspruch, alle Fachdisziplinen in der Chirurgie zu vertreten.

Auch dieses Jahr ist es der BDC|Akademie und dem gesamten Vorstand des BDC ein Anliegen, sich bei allen Seminarleiter:innen und Referent:innen besonders herzlich zu bedanken. Ihr großes Engagement für Fort- und Weiterbildung ist nicht nur die entscheidende Grundlage unserer Akademiearbeit, sondern auch ein wesentlicher Beitrag, das praktische und akademische Niveau in der Chirurgie flächendeckend weiter zu steigern. Dank gilt auch der Unterstützung unserer treuen Industriepartner, mit denen wir seit vielen Jahren in einem offenen und konstruktiven Dialog stehen.

Wir wünschen jetzt allen BDC-Mitgliedern ein erfolgreiches Fort- und Weiterbildungsjahr 2025 und laden alle ein, die BDC|Akademie durch neue Ideen mit zu gestalten und somit auch weiter zu entwickeln.

Prof. Dr. Dr. h.c. H.-J. Meyer
Präsident des BDC

Prof. Dr. W. Schröder
Leiter der BDC|Akademie

 

HIER gehts zum neuen Jahresprogramm der BDC-Akademie,

Sofort buchen.

 

Akademie aktuell: Wechsel in der stellvertretenden Leitung der BDC|Akademie

Mit dem neuen Jahresprogramm 2025 wird es in der Akademieleitung einen Wechsel geben. Frau Professor Dr. Julia Seifert und Professor Dr. Paul Michael Hahn scheiden als stellvertretende Akademieleiter aus, ihnen folgt Professor Dr. Benedikt Johannes Braun.

Professorin Seifert ist seit vielen Jahren eng mit dem BDC verbunden und kennt unseren Verband nicht zuletzt durch ihre Vizepräsidentschaft von 2013 bis 2019 bis in kleinste Detail. Sie hat über viele Jahre die unfallchirurgischen Akzente im BDC und der Akademie gesetzt. Aufgrund ihrer vielfältigen Verpflichtungen als leitende Oberärztin am BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin und den verschiedenen Gremienarbeiten, unter anderem in der KRINKO des Robert-Koch Institutes, hat Frau Seifert sich letztendlich entschieden, von ihrem Amt als stellvertretende Akademieleiterin zurückzutreten. Sie bleibt mit dem BDC in ihrer Funktion als beratendes Mitglied im erweiterten BDC-Vorstand verbunden, zusätzlich wird sie weiter unfallchirurgische Facharztseminare für den BDC organisieren und leiten. Es bleibt daher zu befürchten, dass die begeisterte Alpinistin auch weiterhin nicht genügend Zeit für diese große Leidenschaft haben wird – die BDC|Akademie würde es ihr jedenfalls wünschen.

Anders bei Professor Hahn, der nach 23-jährigem Berufsleben als Chefarzt der Unfallchirurgischen Klinik Bremen Mitte, den wohlverdienten Ruhestand erreicht hat und damit auch gleichzeitig sein Amt in der BDC|Akademie als stellvertretender Leiter und Seminarleiter verschiedener Osteosynthese-Kurse und D-Arzt Fortbildungen niederlegt. Der gebürtige Norddeutsche hat in seiner langen Laufbahn so manche Entwicklung miterlebt und mitgestaltet, vom ersten Trauma-Zentrum bis zu den Endoprothesen. Doch alles hat seine Zeit und jetzt ist Zeit für andere Aktivitäten. Der passionierte Unfallchirurg wird wohl weiter bohren und schrauben, jetzt aber an seinem Oldtimer und seiner Harley-Davidson.

Mit dem Ausscheiden von Professorin Seifert und Professor Hahn aus der Akademieleitung war vorgegeben, dass Ihnen jemand mit Schwerpunkt in der Unfallchirurgie/Orthopädie folgen muss. Die Wahl fiel hier nicht schwer. Professor Benedikt Braun, gegenwärtig leitender Oberarzt an der Unfallchirurgischen Klinik der Universität Tübingen, ist seit vielen Jahren für den BDC in Sachen Nachwuchsförderung als stellvertretender Leiter des BDC-Themenreferats „Nachwuchs und Karrieregestaltung“ unterwegs. Darüber hinaus ist er einer der fünf Moderatoren des BDC Podcast „Surgeon Talk“ – das Motto des ebenfalls aktiven Bergsteigers: „Mit Spaß geht’s leichter!“ Ein erstes Projekt in seiner neuen Funktion wurde schon auf den Weg gebracht: „Fraktur im Fokus“ ist eine innovative Webinar-Reihe, die ab Januar 2025 monatlich erscheint und in einem niederschwelligen, interaktiven Format praktizierenden Unfallchirurg:innen ein Update der häufigen Frakturen liefern soll.

Die BDC|Akademie und der gesamte Vorstand des BDC sind Professorin Seifert und Professor Hahn für ihr besonderes Engagement in der Fort-und Weiterbildung zu großem Dank verpflichtet. Beide haben maßgeblich das Programm in der Unfallchirurgie/Orthopädie mitgestaltet und entwickelt– keine leichte Aufgabe in Anbetracht großer Konkurrenz auf dem Markt und nicht immer einfacher berufspolitischer Umstände. Die BDC|Akademie freut sich jetzt auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit Professor Braun und die Entwicklung weiterer unfallchirurgischer und orthopädischer Angebote in Fort- und Weiterbildung.

Prof. Dr. Julia Seifert
Präsidiumsmitglied im BDC
Stellv. Leiterin Deutsche Akademie für Fort- und Weiterbildung des BDC
ABS-Expertin und Hygienebeauftragte Ärztin
Vorsitzende Interdisziplinäre Sektion Krankenhaus- und Praxishygiene der DGKH
Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie
Unfallkrankenhaus Berlin

Julia.Seifert@ukb.de

Prof. Dr. med. Michael Paul Hahn
Stellv. Leiterin Deutsche Akademie für Fort- und Weiterbildung des BDC
Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie
Klinikum Bremen Mitte gGmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

Michael.Paul.Hahn@klinikum-bremen-mitte.de

 

 

Schröder W, Burgdorf F, Meyer HJ: Wechsel in der stellvertretenden Leitung der BDC|Akademie. Passion Chirurgie. 2024 Dezember; 14(12/IV): Artikel 04_01.

Akademie aktuell: Ein guter Grund für Fortbildung in Präsenz

Die BDC|Akademie bietet mit mehr als 200 Veranstaltungen jedes Jahr Chirurg:innen ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildung an, dies in unterschiedlichsten Formaten angepasst an die jeweiligen Zielgruppen und die zu vermittelnden Inhalte. Oft ist die Entscheidung, eine Veranstaltung in Präsenz oder Online durchzuführen, eine schwierige Entscheidung und beide Formate gehören heute in das Portfolio großer Akademien. Aber: Die oft schon tot geglaubten Präsenzveranstaltungen sind und bleiben auch weiterhin ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders und das aus gutem Grunde.

Zum einen lassen sich viele Inhalte der Fort-und Weiterbildung nicht online vermitteln, sie müssen im OP, dem entscheidenden Arbeitsplatz der Chirurgie, gesehen, erlebt und unmittelbar besprochen werden. Und das im kleinsten Kreis von Experten und ihren Lernenden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Workshop „Viszeralchirurgie Kompakt: Rektum- und Analchirurgie“, der am 28.-29. November 2024 in Recklinghausen stattfindet und nach wenigen Wochen der Bewerbung bereits ausgebucht war. Frau PD Dr. Gabriele Böhm, die neue Chefärztin der Klinik für Koloproktologie im Stiftungsklinikum PROSELIS gGmbh Recklinghausen, hat das Programm so konzipiert, dass es genau diese Anforderungen erfüllt. Moderne OP-Techniken der Koloproktologie werden live einem kleinen Kreis Interessierter zugängig gemacht.

Zum anderen gehört zum Lernen nicht nur die reine Wissensvermittlung, sondern auch der direkte Austausch mit Kolleginnen und Kollegen außerhalb der Hörsäle und Seminarräume. Gleichgesinnte hören die Geschichte hinter der Geschichte, um zu erfahren, dass der reale Arbeitsalltag in vielen Kliniken nicht immer mit referierten Daten und Fakten auf gut präsentierten Powerpoint-Folien übereinstimmt. Und gerade dieser Mehrwert der informellen Kommunikation fördert und trägt die chirurgische Community. Ein exzellentes Beispiel hierfür ist das Brandenburger Update Viszeralchirurgie, welches bereits zum 15. Mal im Juni dieses Jahres am Döllnsee unter der wissenschaftlichen Leitung Prof. Dr. Frank Marusch und Prof. Dr. Stephan Gretschel stattfand. Ein Ambiente ohne Ablenkung vom eigentlichen Thema, aber doch ein Ort zum Entspannen, ein bewusst moderates Preisniveau sowie eine exzellente Zusammenstellung von Vorträgen und Referenten zu aktuellen Themen sind die Essenz dieser Erfolgsgeschichte. Der Zusammenhalt der Brandenburger Chirurginnen und Chirurgen ist zu spüren, bis in den späten Abend und so waren nicht nur alle Plätze dieser zweitägigen Veranstaltung wieder einmal ausgebucht, sondern auch der chirurgische Nachwuchs fand den Weg an den historischen Döllnsee.

Zwei Beispiele, die den Stellenwert guter chirurgischer Fort- und Weiterbildung in Präsenz aufzeigen. Überlegen auch Sie, ein Fortbildungskonzept – online oder in Präsenz – in die Tat umzusetzen und Ihre eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben? Unsere BDC|Akademie ist für jede Idee in allen möglichen Formaten und für jede Zielgruppe offen. Es ist macht uns großen Spaß, sie mit unserer langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet zu beraten und in der Umsetzung ihrer Idee dann auch zu unterstützen. Sprechen Sie uns an.

HIER GEHT’S ZU den BDC-SEMINAREN…

Schröder W, Burgdorf F: Ein guter Grund für Fortbildung in Präsenz. Passion Chirurgie. 2024 November; 14(11): Artikel 04_01.