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Neues BDC-Seminar: Arbeitsschutz – Unternehmermodell

Die BDC|Akademie bietet Ihnen in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsingenieurin und Kooperationspartnerin der BGW Angela Reckling die Grundschulung zur Arbeitssicherheit für das sogenannte „Unternehmermodell“ an.

Die alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung wird als Unternehmermodell bezeichnet. Sie ist eine Alternative zur sicherheitstechnischen Regelbetreuung durch die Bestellung von Fachkräften für Arbeitssicherheit (FaSi) und der arbeitsmedizinischen Regelbetreuung durch Betriebsärzte bzw. Fachärzte für Arbeitsmedizin.

Seminar Arbeitsschutz – Unternehmermodell

Termin: 20. April 2018

KARL STORZ SE & Co. KG Besucherzentrum
Scharnhorstr. 3
10115 Berlin

Zur Anmeldung

Unternehmermodell deshalb, weil sich der Unternehmer/Arzt in diesem Modell selbst für den Arbeits- und Gesundheitsschutz schult. In der 4,5 stündigen Schulung wird das grundlegende Verständnis für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Arztpraxis vermittelt. Bei Teilnahme eines Mitarbeiters ohne den Praxisinhaber, muss das Formblatt “Übertragung der Unternehmerpflichten” ausgefüllt in Kopie vorgelegt werden. Für die Anerkennung dieser Betreuungsform bei der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) muss in Verbindung mit dem Kurs ein Vertrag abgeschlossen werden, welcher dem Unternehmer die Möglichkeit gibt, zusätzlich eine Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Fragen bzw. Beratungsbedarf zu beauftragen.

Plastische Chirurgie im Alter

„Plastische Chirurgie im Alter – dabei geht es überwiegend nicht um Falten und Facelift“, stellt Prof. Dr. Riccardo Giunta, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, klar. Vielmehr ginge eine stetig wachsende Lebenserwartung auch mit einer Zunahme von degenerativen Erkrankungen einher. Der Plastische Chirurg könne hier in vielen Bereichen helfen, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Kompetente Wundbehandlung und verhinderte Amputationen

Dabei sei das Spektrum groß, berichtet der Plastische Chirurg: „Der Klassiker ist sicherlich die schwierige, nicht oder schlecht heilende Wunde, aber auch größere Defekte nach Tumorentfernung. Auch degenerative Erkrankungen, wie die Arthrose etwa an der Hand, nehmen immer weiter zu“, berichtet Giunta aus der Praxis. Wundpatienten fänden häufig zu spät den Weg zum Plastischen Chirurgen. „Dabei ist Zeit hier ein entscheidender Faktor. Je weiter sich eine Entzündung ins Gewebe ausweitet, desto mehr Material muss entfernt werden, um eine gereinigte Wundfläche zu erreichen.“ Mit plastisch-chirurgischen Gewebeverpflanzungen lasse sich eine Abheilung meist rasch erreichen. Gerade bei älteren Patienten spiele die individuelle Situation eine große Rolle. Chronische Wunden und Wundinfektionen bedrohen das Leben des Patienten. „Insbesondere mehrfach erkrankte Patienten profitieren oftmals von einem raschen Wundverschluss oder von der Wiedererlangung der Mobilität durch Plastische Chirurgie“, berichtet Giunta. Um Mobilität gehe es auch beim diabetischen Fuß. So werde geschätzt, dass sich rund 50.000 Fußamputationen in Folge des diabetischen Fußsyndroms bei optimierter Behandlung vermeiden ließen. „Hier ist es zunächst wesentlich, die Ursache der Entzündung zu ermitteln: Handelt es sich um einen bakteriellen Infekt? Die Auswirkungen einer kleinen Verletzung? Die Folge massiver Durchblutungsstörungen?“, berichtet Giunta erläutert, dass eine langjährige Typ-2- Diabetes häufig mit einer Schwächung der Nerven und damit der Sensibilität einhergehe. Dies führe dazu, dass Patienten eine Verletzung häufig erst spät bemerkten, wenn sich die Entzündung bereits ausgeweitet habe. „Ich rate daher dringend dazu, den Zustand der Fußsohlen monatlich mit einem Spiegel zu prüfen“, betont der Plastische Chirurg und führt aus, dass zunächst versucht werde, den Defekt mit Wundreinigung, Entlastung von Druckstellen und besonderen Verbänden zu schließen. Gelinge dies nicht, würden operative Verfahren notwendig.

Auch bei Druckgeschwüren, die meist im Gesäßbereich aufträten, liege meist eine verminderte Sensibilität vor. Auch hier sei der Patient auf eine optische Bewertung der Durchblutungssituation der Haut und die Anwendung von Lagerungstechniken zur Druckentlastung durch die Pflegekräfte angewiesen. Sei die pflegerische Situation nicht ausreichend, entstünden große Druckgeschwüre, sogenannte Dekubitalulzera, die dann plastisch-chirurgische Maßnahmen erforderten.

Mikrochirurgie – auch im Alter und Palliativ-Situationen

„Je nach Tiefe und Ort der Wunde wenden wir hier unterschiedliche Verfahren an: Ist lediglich die Oberfläche zerstört und es treten keine Knochen und Sehnen hervor, können wir an anderer Stelle entnommene Haut einsetzen und die Wunde so verschließen. Geht die Wunde tiefer, kann regional Gewebe versetzt werden, um sie zu verschließen“, berichtet Giunta über die Verfahren. Finde sich in der Umgebung kein geeignetes und verzichtbares Gewebe, so führe an einer mikrochirurgischen Rekonstruktion kein Weg vorbei. „Dazu entnehmen wir an einem anderen Ort einen Gewebeblock und schließen dann unter dem Mikroskop feinste Gefäße und Nerven an neuer Stelle wieder an“, erläutert Giunta. Diese aufwändigen mikrochirurgischen Verfahren würden zunehmend auch eingesetzt, um Patienten am Lebensende die letzten Tage und Wochen zu erleichtern. So würden etwa Gewebedefekte nach Entfernung großer Tumoren häufig mikrochirurgisch verschlossen und dabei auch eine unangenehme Geruchsbildung unterbunden. „Plastische Chirurgie am Lebendende erleichtert dabei allen Beteiligten die ohnehin schwere Phase des Abschiednehmens und ist dank zunehmend verfeinerter Anästhesie auch in kritischen Situationen oft eine Option“, schließt der Plastische Chirurg.

Quelle: Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V., Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstr. 58-59, 10117 Berlin, www.dgpraec.de, 21.02.2018

Akademie in Zahlen

An insgesamt 204 Seminartagen hat die BDC|Akademie 2017 chirurgische Fort- und Weiterbildungen angeboten, fachlich reichte das Spektrum über Common Trunk- und Facharztseminare über fachbezogene Seminare bis hin zu Softskill- und Managementseminaren.

Die BDC|Akademie begrüßte über das Jahr 2017 genau 2.909 Teilnehmer zu den angebotenen Seminaren.

Insgesamt beteiligte und plante der BDC 194 Veranstaltungen in den Bereichen Seminare & Workshops, Hospitationen, HBA-Veranstaltungen, Webinare und Kongress.

Die BDC|Akademie hat 2017 insgesamt 6 reine Workshops organisiert und 
angeboten.

2017 plante und organisierte das Team der BDC|Akademie 88 Seminare in ganz Deutschland.

2017 wurden 52 Hospitationen im Rahmen der Veranstaltungsreihe HERNIE konkret von der BDC|Akademie organisiert.

Fachgesellschaften erinnern an das Schicksal jüdischer Chirurgen

Zur Erinnerung an das Schicksal jüdischer Ärzte während des Nationalsozialismus haben die Vertreter chirurgischer Fachgesellschaften am Haus der Chirurgie in Berlin im Februar 2018 einen Gedenkstein errichtet. Im Folgenden drucken wir die zwei Redemanuskripte ab, die anlässlich der Einweihung des Gedenksteines gehalten wurden.

Rede von Prof. Dr. med. Jörg Fuchs, Präsident der DGCH 2017/2018

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie wurde 1872 auf Initiative der Herren Bernhard von Langenbeck, Gustav Simon und Richard von Volkmann gegründet.

Gemäß dem Eid des Hippokrates sollte die chirurgische Wissenschaft und Nachwuchsförderung zur Weiterentwicklung des Faches Chirurgie und zum Wohle des Patienten dienen. In vielen Bereichen unserer Profession gab es wahrhaftige Pioniere und historische Vorbilder.

Ich zitiere in diesem Zusammenhang Theodor Billroth, Mitglied des Gründungsausschusses: „Was mir am meisten Freude in meinem reichen Leben gemacht hat, ist die Begründung einer Schule, welche sowohl in wissenschaftlicher wie in humanitärer Richtung mein Streben fortsetzt und ihm dadurch etwas von Dauer verschafft.“

Deutschland erlebte von 1933 bis 1945 das dunkelste Kapitel seiner Geschichte und auch innerhalb unserer Fachgesellschaft kam es vielfach zu einer Abkehr von bisherigen Wertevorstellungen. Die Chirurgie machte hier sowohl in berufspolitischer als auch in wissenschaftlicher Hinsicht mit unfassbaren Human-Experimenten keine Ausnahme. Diese Zeit war geprägt durch eine gnadenlose Ausgrenzung, Entwürdigung und Verfolgung von jüdischen Mitmenschen und endete in Krieg und organisierter Massenvernichtung. Nach Kriegsende existierte eine tiefe Identitätskrise und kollegiales Schweigen. Jahre der Ohnmacht folgten. Aufarbeitungen und Analysen zu den Geschehnissen dieser Zeit gestalteten sich als außerordentlich herausfordernd.

Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie setzte 2011 mit dem ersten Band „Deutsche Gesellschaft für Chirurgie 1933-1945 – die Präsidenten“ ein Zeichen zur Aufarbeitung von Unrecht und Verbrechen an 217 jüdischen Mitgliedern der Gesellschaft während des Dritten Reiches. In einer weiteren intensiven Nachlese sind es im bald erscheinenden zweiten Band nun mehr als 315 verfolgte jüdische Kolleginnen und Kollegen, denen unser Gedenken gilt. Sie alle wurden in der Zeit des Nationalsozialismus gedemütigt, entrechtet, mussten ins Ausland fliehen oder wurden gemeinsam mit Ihren Familien in Konzentrationslager verschleppt und teils in den Tod getrieben.

Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. errichtet die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. und die mit ihr verbundenen zehn chirurgischen Fachgesellschaften einen Gedenkstein. Der zwei Meter große Monolith aus der Bretagne findet seinen Platz hier im Garten des Langenbeck-Virchow-Hauses, dem Haus – unserem Haus – der Chirurgie. Zusammen mit einer Gedenktafel soll er am historischen Ort der Gründung unserer Gesellschaft ein Zeichen der Verantwortung gegen das Vergessen setzen.

Mit der Einweihung dieses Gedenksteines möchten wir heute gemeinsam in Demut und Ehrfurcht unserer damals verfolgten Kolleginnen und Kollegen und aller jüdischen Mitglieder gedenken, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Wir sind es ihnen schuldig an das unermessliche Leid, das sie erfahren mussten, zu erinnern.

Prof. Dr. med. Jörg Fuchs Präsident der DGCH 2017/2018

Rede von Prof. Dr. med Hans Zwipp, Sprecher der DGU-Senatoren

Verehrte Kollegen,

da der Stein des Gedenkens noch im ausklingenden Duemillenium des Poeten Ovid hier im Garten des Langenbeck-Virchow-Hauses am 13.12.2017 aufgestellt wurde, möchte ich auf dreierlei Metamorphosen eingehen.

Die 1. Metamorphose ist die Verwandlung einer Idee zum sichtbaren Stein.

Vor gut einem Jahr wollten die Senatoren der Unfallchirurgie neben den sichtbaren Stolpersteinen in Leipzig, auch hier in Berlin, im Haus der Chirurgie ein sichtbares Zeichen der Erinnerung, der Wertschätzung und des Mahnens setzen. Aus der Idee Stele von Lothar Kinzl, initial ein Projekt der DGU-Senatoren, wurde es im Diskurs eines Jahres auch ein Projekt der DGCH und zuletzt sogar eines aller zehn chirurgischen Fachgesellschaften. Deshalb erinnern heute mit diesem Mahnmal mehrere Tausend Mitglieder der zehn chirurgischen Fachgesellschaften Deutschlands an ihre mehrere Hundert früheren jüdischen Mitglieder. Wir gedenken ihrer in ihrer Gesamtheit, dies bewusst ohne Namen zu nennen, da etliche noch nicht gefunden, kriegsbedingt verlorengegangen, vielleicht nie wieder zu finden sind.

Die 2. Metamorphose ist die petrologische, die Entstehung dieses Steines.

Er ist ein rot-bunter, unbehauener Schiefer, 2 m groß, 600 kg schwer, der geochronologisch im Devon, d.h. vor etwa 350 Millionen Jahren als Sedimentstein entstanden ist: aus Peliten, d. h. kleinsten Schlamm-Schotter-Sandkörnern, aus Quarz- und Feldspat-Mineralien, Kaolinit u. a. Substraten, die über Flüsse in ein Meerbecken transportiert wurden, dort langsam sinterten und mit zunehmendem Gewicht zu Tonstein kompaktierten. Durch weitere Überlagerung in etwa 7.000 m Versenkungstiefe wurde unter hohem Druck und hoher Temperatur aus dem Tonstein in seiner Metamorphose Schiefer. Sein roter Anteil ist durch Eisenerde bedingt. In seiner schönen Form und Farbe kam er vermutlich in der Jungsteinzeit, vor etwa 7.000 Jahren in Saint Just zum Vorschein. Ein Ort in der heutigen Bretagne, wo es nach Carnac die meisten Menhire Frankreichs gibt. Seinen Weg hierher an diesen Ort hat er über Belgien genommen, um ein Stein des Erinnerns zu werden.

Die 3. Metamorphose ist die mythologische Verwandlung Mensch zu Stein.

Ich erinnere an Battus, der von Merkur wegen Meineids in einen Stein verwandelt wurde, an Lichas, der zum Felsen wurde, als er unwissend Herakles das vergiftete Hemd überbrachte und an Niobe, die sich gegenüber der Titanin Leto vermaß, sodass sie alle ihre Kinder verlor und in Trauer zum Stein erstarrte, der nicht aufhörte, Tränen zu vergießen. Mit diesen Metaphern der versteinernden Schuld, „ist es gerade in der heutigen Zeit wichtig, dass sich Deutschlands Chirurgen nach so langen Jahren des Unrechts und der Verbrechen zu ihren früheren jüdischen Mitgliedern öffentlich bekennen“.

Prof. Dr. med. Hans Zwipp Sprecher der DGU-Senatoren

 

EBM für das erste Quartal ist online

Die Online-Ausgabe des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes wurde aktualisiert und steht seit Januar 2018 im Sicheren Netz, im Internet und in der App KBV2GO! der KBV bereit.

Zum Jahreswechsel wurde für alle Gebührenordnungspositionen (GOP) die Bewertung an den aktuellen Orientierungswert in Höhe von 10,6543 Cent angepasst (vorher: 10,53 Cent).

Neu aufgenommen wurden unter anderem die GOP für das Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen, die Botoxbehandlung bei bestimmten Blasenfunktionsstörungen und das Notfalldatenmanagement. Für die HLA- und HPA-Antikörperdiagnostik gibt es ebenfalls neue Ziffern, hier wurde darüber hinaus die Systematik im EBM geändert. Auch die Höherbewertung der Leistungen für die Hörgeräteversorgung wird im aktuellen EBM für das erste Quartal abgebildet.

Kassenärztliche Bundesvereinigung KdöR
Herbert-Lewin-Platz 2
10623 Berlin
info@kbv.de

Online-Version des EBM
Übersichtsseite zum EBM mit allen Versionen

KBV: EBM für das erste Quartal ist online. Passion Chirurgie. 2018 März, 8(03): Artikel 04_05.

Webinar-Termine im ersten Quartal

Seit September 2017 stellen Ihnen monatlich ausgewiesene Experten eine Leitlinie der AWMF live vor (45 Minuten Vortrag, 15 Minuten Diskussion). Der Vortrag wird online übertragen – via Chat-Funktion können Teilnehmer Fragen stellen. Jede Teilnahme wird in der Regel mit zwei CME-Punkten akkreditiert und ist für BDC-Mitglieder kostenfrei.

Webinar im Archiv abrufen

Auch wenn einmal ein Termin verpasst wird, ist das kein Problem, denn der aufgezeichnete Vortrag mit Diskussion kann jederzeit aus dem Webinar-Archiv abgerufen werden. Detaillierte Informationen und Termine zu diesem innovativen Lernangebot sind unter www.bdc-webinare.de zu finden.

Die nächsten Termine

Weitere Themen 2018

  • Mai: S2e-Leitlinie Rotatorenmanschette
  • Juni: S3-Leitlinie Klinische Ernährung in der Chirurgie
  • Juli: S3-Leitlinie Magenkarzinom
  • August: S3-Leitlinie Periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • September: S2e-Leitlinie Schenkelhalsfrakturen
  • Oktober: S2k-Leitlinie Benigne Schilddrüsenerkrankungen
  • November: S2k-Leitlinie Gastrointestinale Blutungen
  • Dezember: S2-Leitlinie Außenbandruptur
Registrieren Sie sich jetzt schon auf der Webinar-Webseite: Alle aktuellen Informationen und Termine finden Sie auf der Webseite unter www.bdc-webinare.de. Der BDC hält Sie mit Newslettern auf dem Laufenden.

Webinar-Termine im ersten Quartal. Passion Chirurgie. 2018 März, 8(03): Artikel 04_01.

Schaufenster März 2018

Befragung Sektorenübergreifende Qualitätssicherung (sQS)

Die Vermeidung von Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen ist das Ziel eines neuen Qualitätssicherungsverfahrens in Praxen und Kliniken, das zum 01. Januar 2017 gestartet ist. Operierende Ärzte in Praxen, Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und Krankenhäusern beantworten dafür jährlich Fragen zum Hygiene- und Infektionsmanagement ihrer Einrichtung. Dies erfolgt im vertragsärztlichen Bereich im Rahmen einer webbasierten Befragung. Die Dokumentationspflicht beginnt erstmalig im ersten Quartal 2018.

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NEUE LEITLINIE – Spezifischer Kreuzschmerz

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC) hat für die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) gemeinsam mit 13 medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden die S2k-Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz herausgegeben. Sie wurde zusammen mit Patientenvertretern unter Begleitung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) entwickelt. Es ist die erste Leitlinie, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Behandlung von Patienten mit spezifischen Kreuzschmerzen dokumentiert. Sie bietet Medizinern Informationen zum Krankheitsbild und gibt Empfehlungen zu verschiedenen Therapieansätzen.

Zur Leitlinie…

 

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APPS & CO – Digitalisierung und Patientensicherheit

Welche Auswirkungen hat die fortschreitende Digitalisierung auf die Patientensicherheit? Können Apps für Patienten einen Beitrag zu mehr Behandlungssicherheit leisten? Und welche Digitalisierungsstrategien verfolgen Krankenkassen, Praxen und Kliniken? Sind die Aktivitäten sinnvoll vernetzt oder bleibt Deutschland in Insellösungen verstrickt? Die 13. Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) bietet am 03. und 04. Mai 2018 in Berlin eine Plattform, auf der Experten aus dem Gesundheitswesen über diese Fragen diskutieren – und beispielhafte digitale Projekte zum Ausbau der Patientensicherheit präsentieren.

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AKTUELLE STUDIE: Ärzte wollen digitalen Austausch

Das Gros der Ärzte wünscht sich digitale Kommunikation zwischen Kliniken und Praxen. Dies zeigt die zur Jahreswende veröffentlichte Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2017“. Die Stiftung Gesundheit hatte sowohl niedergelassene Ärzte als auch leitende Klinikärzte zur transsektoralen Zusammenarbeit befragt. 36,4 Prozent der niedergelassenen Ärzte würden laut der Studie am liebsten per E-Mail in sicherer Umgebung kommunizieren, 21,5 Prozent über ein IT-System, das sich idealerweise ins Arztinformationssystem integrieren ließe. Auch bei den Klinikärzten stehen diese beiden Kommunikationswege ganz oben auf der Wunschliste: 40,4 Prozent wünschen sich ein IT-System, 38,5 Prozent würden gern E-Mails in sicherer Umgebung nutzen.

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Personalia März 2018

Peter Beer wird zum 01. April 2018 neuer Chefarzt der Fachabteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Aichacher Krankenhaus.

Dr. med. Andreas Botzlar, Facharzt für Chirurgie aus Murnau, Landesvorsitzender des Marburger Bundes Bayern und stellvertretender Bundesvorsitzender wurde zum 1. Vizepräsidenten der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) gewählt.

Prof. Dr. med. Robert B. Brauer, FACS leitet seit Anfang Januar 2018 die Chirurgie des Krankenhauses Grimma der Muldentalkliniken GmbH.

Dr. med. Alexander Buia ist seit Februar 2018 neuer Chefarzt der Viszeral- und Thoraxchirurgie der Asklepios Klinik in Langen.

Dr. med. Lars Heide leitet seit dem 01.01.2018 die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Bernhard-Hospital in Brake. Zuvor war er als Oberarzt in der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am DIAKOVERE Friederikenstift in Hannover tätig.

Dr. med. Michael Imhof ist der neue Chef­arzt der chirurgischen Abteilung in der Sächsische-Schweiz-Klinik Sebnitz.

Dr. med. Orhan Kahraman ist der neue Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Helios-Klinik Wesermarsch in Esenshamm.

Dr. med. Robert Koburg ist neuer Leiter der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am REGIOMED Klinikum in Hildburghausen.

Dr. med. Bernd Krieg ist neuer Leiter der Sektion Obere Extremität an der Orthopädischen Universitätsklinik Bad Abbach. Krieg gilt als Spezialist für die Behandlung von verschleiß- oder rheumabedingten Sehnen- und Gelenkerkrankungen im Bereich von Händen und Armen. Er zählt zu den Vorreitern beim Einsatz minimalinvasiver Operationstechniken zur Beseitigung von Nerveneinengungen an den Extremitäten.

Georgios Nicoloulias, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie und ehemaliger Oberarzt der Chirurgie am St.-Marien-Hospital in Friesoythe, hat sich im Therapiezentrum in Barßel niedergelassen. Er übernahm die Praxis von Dr. med. Joachim Niemeier.

Prof. Dr. med. Wilhelm Sandmann ist seit Oktober 2017 neuer Chefarzt der Gefäßchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Mettmann.

Katharina Schwarz ist seit Februar 2018 neue Chefärztin der neuen Klinik für Endokrine Chirurgie am Lukaskrankenhaus in Neuss.

Prof. Dr. med. Sebastian Wutzler, zuvor Oberarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, ist neuer Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie der HELIOS Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden.

Dr. med. Eckhard Zeiger ist neuer Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie im HELIOS-Klinikum Warburg.

DGH erklärt den 1. März zum Tag der Hand

Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie e.V. (DGH) wird der 1. März zum “Tag der Hand”. Dies soll dazu beitragen, ein Bewusstsein für die Komplexität der menschlichen Hand zu schaffen und über Erkrankungen und Verletzungen aufzuklären. Der “Tag der Hand” steht unter jährlich wechselnden Schwerpunktthemen: 2018 ist es die Prävention von Handverletzungen.

Die häufigsten Ursachen von Verletzungen der Hand sind Arbeitsunfälle, gefolgt von Freizeit- und Sportverletzungen. Die Folgen: Verstauchungen, Brüche oder Quetschungen, Entzündungen und Verbrennungen bis hin zu abgetrennten Fingern durch Unfälle an Maschinen. “Wie elementar gesunde Hände im Alltag und Beruf sind, spüren wir, wenn die Hand verletzt oder in ihrer Funktion eingeschränkt ist”, sagt Prof. Dr. med. Jörg van Schoonhoven, Chefarzt der Klinik für Handchirurgie an der Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt und Generalsekretär der DGH. “Wir wollen den Tag der Hand nutzen, um über Präventionsmaßnahmen sowie die optimale Behandlung von Handverletzungen aufzuklären.”

Die menschliche Hand ist ein Meisterwerk. Das Zusammenspiel der Knochen, Sehnen, Bänder, Nerven und Gefäße ist extrem komplex. Umso wichtiger ist es, Verletzungen ernst zu nehmen. “Um langfristige Konsequenzen zu vermeiden, sollten auch scheinbar leichte Verletzungen oder tiefe Schnittwunden einem Handchirurgen vorgestellt werden”, sagt Dr. Walter Schäfer, Präsident der DGH und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Oberberg. “Die besondere Kompetenz und Erfahrung von Handchirurgen ermöglicht eine sichere Diagnose und ein optimales Behandlungsergebnis.”

Für schwere Verletzungen, z.B. durch Arbeitsunfälle, stehen deutschlandweit knapp 30 Hand-Trauma-Zentren zur Verfügung – Kliniken, in denen Handchirurgen rund um die Uhr Notfälle versorgen. Doch Handchirurgen sind nicht nur auf Chirurgie spezialisiert, sondern auch auf Probleme der Hand, die konservativ behandelt werden. Weitere Informationen bietet die Website www.handexperten.com.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie e.V.; Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin, www.dg-h.de, 27.02.2018