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Der BDC hat es sich zum Ziel gemacht, explizit Chirurginnen auf Führungspositionen vorzubereiten und dafür eine Seminarreihe aufgelegt: Chirurginnen auf dem Weg nach oben. Auch in der zweiten Jahreshälfte werden in 2015 noch Termine der Reihe angeboten.

Die Seminare bieten speziell zugeschnittene Module zu folgenden Themen:

1. Führungsstrategien

2. Durchsetzungsstrategien

3. persönliche Erfolgsstrategien und

4. Gesprächsstrategie – souverän Klartext reden

5. Bewerbungstraining

Wir haben mit Frau Dr. Leers, Oberärztin an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Universitätsklinik Köln, über ihre Erfahrungen mit dieser Seminarreihe gesprochen:

Aus welchen Gründen haben Sie sich gerade für diese Seminarreihe entschieden?

An unserer Universität werden durch das Prodekanat für akademische Entwicklung und Gender viele Seminare angeboten, die sich mit dem Thema Frauen in der Medizin, aber auch mit Persönlichkeitsstrukturierung auseinandersetzen. Das war der erste Kontakt mit derartigen Seminaren – der mich inspiriert hat. Ich wollte mich weitergehend mit dieser Thematik auseinandersetzen und bin bei meiner Recherche auf die Seminarreihe des BDC aufmerksam gestoßen. Bei dieser Reihe hat mich die spezifische Auslegung auf Chirurginnen überzeugt.

Warum denken Sie, ist es sinnvoll, diese Reihe speziell für weibliche Chirurgen zu konzipieren?

Für Außenstehende ist das chirurgische Umfeld nicht immer leicht zu erklären. Daher ist der bereits angesprochene Fokus auf Chirurginnen so wichtig. Lange Erklärungen über die Situation der Teilnehmerinnen fallen so weg. Alle Beteiligten kennen die Situationen und es konnten während der Seminare gleich die Kernpunkte besprochen werden. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Frauen untereinander offener miteinander umgehen.

Was war ihr persönliches Highlight der Modulreihe?

Die Heterogenität der Gruppe und die Erkenntnis, dass die grundlegenden Problematiken überall gleich sind – ob in der Praxis oder in der Klinik, ob Chefärztin oder junge Assistentin. So ergab sich schnell, dass nur die einzelne selbst an ihrem Umfeld und ihrem Werdegang etwas verändern kann. Und gerade dafür machen kleine positive Beispiele natürlich Mut.

Welches konkrete Beispiel aus Ihrem Berufsalltag zeigt am besten, was Sie nach dem Seminar für sich geändert haben?

Ich habe nach diesen Kurserfahrungen die Initiative „Perspektive Chirurgie“ gegründet. Diese hat zum Ziel, Studierende für die operativen Fächer zu begeistern. Ein großer Bereich in dieser Initiative nimmt die Frauenförderung ein, der mittlerweile auch von der Universität Köln gefördert wird. Durch Seminare, Kurse und Mentoring versuchen wir, genau diese Erfahrungen weiterzugeben und vielleicht auch schon früh anzugehen.

Aus Ihrer Sicht – für wen eignen sich die Seminare am besten? Oder wem würden Sie die Module besonders empfehlen?

Geeignet sind die Seminare für alle in der Chirurgie tätigen Frauen. Für mich persönlich macht die Heterogenität der Gruppe – also Assistentin bis Chefärztin, Klinik oder Praxis, unterschiedliche Bereiche der Chirurgie – den Reiz aus. So können alle voneinander profitieren, Vorbild sein und Vorbilder haben.

Chirurginnen auf dem Weg nach oben. Passion Chirurgie. 2015 August, 5(08): Artikel 02_04.

 

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