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KBV-Chef Gassen unterstützt Vorstoß von Gesundheitsminister Garg

Gesundheitsministerkonferenz – Um den Beruf attraktiver zu machen, sollen die Honorare für niedergelassene Ärzte künftig nicht mehr gedeckelt werden, sagte Heiner Garg, Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein, gegenüber Medien. Über einen entsprechenden Antrag will er auf der heute beginnenden Gesundheitsministerkonferenz abstimmen lassen. Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen begrüßt diesen Schritt ausdrücklich.

„Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen kümmern sich gerne um ihre Patienten – und das jede Woche mehr als 50 Stunden lang. Die Politik verlangt aktuell noch mehr an Leistungen: Weitere Sprechstunden und eine Rund-um-die-Uhr Betreuung lauten die Stichworte. Doch gleichzeitig verweigern die Krankenkassen seit Jahren eine adäquate Finanzierung. Sie geben ein unendliches Leistungsversprechen ab und vergüten aber im Schnitt fast 20 Prozent der Leistungen nicht. Das darf nicht so weitergehen. Vor diesem Hintergrund unterstützt die KBV den Vorstoß des schleswig-holsteinischen Gesundheitsministers ausdrücklich. Wir haben in unserem Programm KBV 2020 vorgeschlagen, in einem ersten Schritt mit einer Entbudgetierung der Grundleistungen zu beginnen. Das würde die Krankenkassen übrigens weniger als ein Euro je Behandlungsfall kosten. Vor dem Hintergrund hoher Geldpolster der Kassenseite stellt sich die Frage: Warum nicht endlich anfangen mit der Entbudgetierung?“

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin, www.kbv.de, 20.06.2018

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