17.03.2026 Politik
Ärztezahlstatistik der KBV für 2025: Anstellung in Teilzeitbeschäftigung steigend

Die Zahl der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ist im vergangenen Jahr auf 191.875 (+1,2 Prozent) gestiegen. Das geht aus der Arztzahlstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für 2025 hervor, die im März veröffentlicht wurde. Den größten Zuwachs verzeichnete der psychotherapeutische Bereich mit 3,7 Prozent, bei den Ärzten gab es ein Plus von 0,7 Prozent. Nur geringfügig gestiegen ist die Zahl der Hausärzte – und zwar um 0,6 Prozent auf knapp 56.000. Aufgrund des Trends zur Teilzeit sank die Zahl der vollen Sitze in der hausärztlichen Versorgung sogar um 0,1 Prozent.
Auch in anderen Fachgruppen hat die Zahl der Ärzte und Psychotherapeuten zugenommen, die in Teilzeit tätig sind. Im vorigen Jahr arbeiteten mehr als 70.000 in Teilzeit. Setzt sich die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre unverändert fort, würde ab 2039 die Mehrheit der Ärzte verkürzt arbeiten. Das heißt: Um die rund 25.000 vollzeittätigen Ärzte zu ersetzen, die in den kommenden 20 Jahren der ambulanten Versorgung fehlen werden, bräuchte es rund 50.000 Nachfolger.
Weitere aktuelle Artikel
05.02.2020 Politik
Verschärfte Meldepflicht für das neue Coronavirus
Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Eilverordnung zur Meldepflicht für das neue Coronavirus erlassen. Danach müssen Ärzte seit Sonnabend alle Verdachts , Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus namentlich dem örtlichen Gesundheitsamt melden. Verdachtsfälle müssen abgeklärt werden.
01.02.2020 Fachübergreifend
Das neue Innovationsfondsprojekt „Einheitliche, sektorengleiche Vergütung“ schafft Einblicke in eine sektorengleiche Leistungserbringung
Patienten sollten in dem Versorgungssetting behandelt werden, das medizinisch die angemessenste Versorgung bietet. Für eine Reihe von Eingriffen ist eine Behandlung sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor denkbar. Sie gelten damit als „sektorengleich“. Zu den Klassikern zählen beispielsweise Koloskopien und Endoskopien, Eingriffe bei Leistenhernien und Katarakten.
01.02.2020 Fachübergreifend
Ambulantisierung in Deutschland: Aufwind durch aktuelle Gesetzesreformen
Das deutsche Gesundheitswesen gehört bekanntlich zu den teuersten Gesundheitssystemen weltweit: 11,5 Prozent des BIP werden für Gesundheit ausgegeben [4]. Ein besonders großer Anteil dieser Ausgaben entfällt auf die stationäre Versorgung von Patienten im Krankenhaus. Ein vergleichsweise großer Kostentreiber ist dabei die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Während in der Türkei und in den Niederlanden Patienten im Durchschnitt vier bzw. fünf Tage im Krankenhaus bleiben, liegt die durchschnittliche Verweildauer in Deutschland bei 7,5 Tagen [8].
31.01.2020 Politik
AWMF begrüßt Finanzierung von medizinischen Leitlinien
Durch das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) bestehen jetzt Möglichkeiten, medizinische Leitlinien und damit die Leitlinienarbeit der Fachgesellschaften in der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. unabhängig zu finanzieren. Es wird zwei Unterstützungsbereiche geben: Die Förderung der Erstellung oder Aktualisierung kompletter Leitlinien über Mittel des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sowie die Förderung von Evidenzrecherchen zu einzelnen Fragestellungen in Leitlinien über das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin (IQWiG) nach Beauftragung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).
Lesen Sie PASSION CHIRURGIE!
Die Monatsausgaben der Mitgliederzeitschrift können Sie als eMagazin online lesen.

