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Am 22. März 2017 fand traditionell im Rahmen des 134. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie der Organspendelauf in München statt. Die Teilnehmer konnten wahlweise an einem Lauf über eine Kurzstrecke von 4,8 km, einer Langstrecke über 9,6 km oder als Staffel über 4 x 1,2 km teilnehmen. Anders als in den Jahren zuvor fand der diesjährige Lauf unmittelbar vor den Toren des Kongresses am Messesee und im angrenzenden Riemer Park statt. Der Lauf wurde maßgeblich von der B. Braun Melsungen AG, der Firma Theiss Naturwaren GmbH, dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie der Messe München GmbH unterstützt.

Den Startschuss für die insgesamt 177 Teilnehmer gab Klaus Wolfermann, Olympiasieger im Speerwerfen bei den Olympischen Sommerspielen 1972. Unter den Teilnehmern fand sich auch eine Präsidentenstaffel um Prof. Dr. Tim Pohlemann, dem aktuellen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Darüber hinaus nahmen Herr Thomas Biet, kaufmännischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Herr Ulrich Roth, ehemaliger Handball-Nationalspieler, Ingalena Schömburg-Heuck, ehemalige Deutsche Meisterin im Halbmarathon und Deutsche Vizemeisterin über 10.000 m sowie Dr. Hans Neft, Leitender Ministerialrat des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, teil.

Über 10.000 Patientinnen und Patienten warten derzeit bundesweit auf eine lebenswichtige Organtransplantation

Diese Menschen setzen ihre ganze Hoffnung darauf, dass andere Menschen bereit sind, nach ihrem Tod ihre Organe zu spenden. Das Überleben vieler dieser Patienten und ihre Lebensqualität hängen von dieser Spendenbereitschaft ab.

Abb. 1: Startschuss zum Organspendelauf durch Klaus Wolfermann (rechts außen). In der ersten Reihe Prof. Dr. T. Pohlemann (Startnummer 401), I. Schömburg-Heuck (Startnummer 244), sowie U. Roth (Startnummer 234)

„Mit dem Lauf, an dem traditionell auch viele Chirurgen teilnehmen, wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Organspenden Leben retten können“, so Prof. Pohlemann.

Anders als in den Jahren zuvor, wurden im Vorfeld und während des Kongresses über die alleinige Kostendeckung hinaus Spendengelder zur Unterstützung und Verbesserung der Rahmenbedingungen der Organspende in Deutschland gesammelt. Die Spende in Höhe von 10.000 Euro fließt an das neu gegründete „Netzwerk Spenderfamilien“, das dem Verein „Lebertransplantierte Deutschlands e. V.“ angegliedert ist und Angehörige von Organspendern betreut. „Eine solche Unterstützung gab es bisher in Deutschland noch nicht, obwohl der Bedarf da ist. Wir hoffen, durch unsere Spende eine Starthilfe für das Netzwerk zu leisten“, betonte Prof. Pohlemann bei der feierlichen Spendenübergabe im Rahmen der Kongress-Abschlussveranstaltung am 24. März 2017.

Abb. 2: v.l.n.r.: Dr. B. Fröhlich (B. Braun Melsungen AG), Prof. Dr. T. Pohlemann, K. Wolfermann, Ingalena Schömburg-Heuck, U. Roth, Prof. Dr. Dr. P. Schmittenbecher, Prof. Dr. B. Tillig, Prof. Dr. M. Anthuber, T. Biet

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Autor des Artikels

Dr. med. Marcel Orth

Klinik für Unfall-, Hand- und WiederherstellungschirurgieUniversitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des SaarlandesKirrberger Straße66421Homburg kontaktieren

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