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Gelegentlich klagen Mitarbeiter über entzündliche Hautveränderungen und Rötungen, die sie auf den Einsatz von Händedesinfektionsmitteln zurückführen.

Dem kann zum einen begegnet werden, dass neuere Produkte eingesetzt werden, die frei von Zusatzstoffen, z. B. Parfümen, sind. Des Weiteren sind alkoholische Händedesinfektionsmittel im Allgemeinen für die Haut sehr gut verträglich, während häufiges Händewaschen zur Austrocknung der Haut führt.

Bei anhaltenden Beschwerden ist unbedingt eine hautfachärztliche intrakutane Austestung anzustreben. Wenn dabei Reaktionen gefunden werden, sollten die ermittelten Stoffe den Herstellerfirmen der Waschlotionen und Händedesinfektionsmittel mitgeteilt und danach gefragt werden, ob diese Stoffe, ggf. in sehr niedriger Konzentration, in den Produkten enthalten sind. Bei Bestätigung kann dem Mitarbeiter eine dezidierte Empfehlung zur Meidung bestimmter Produkte gegeben werden.

Fallbeispiel:

Eine Mitarbeiterin klagt über Allergien auf alle alkoholischen Händedesinfektionsmittel und zeigt eine extrem gerötete und entzündete Haut an den Händen. Sie möchte, dass ein anderes Produkt eingeführt wird, das ihr jemand empfohlen hat. Die Mitarbeiterin wird zum Hautarzt geschickt und bei der intrakutanen Austestung zeigen sich schwach positive Ergebnisse für Terpentin, Cetylpyridiniumchlorid, Triclosan und Iodpropinylbutylcarbamat. Die Anfrage bei den Herstellerfirmen der Waschlotionen und der Händedesinfektionsmittel ergibt, dass eine Waschlotion in geringer Konzentration Triclosan enthält. Damit kann geklärt werden, dass die Mitarbeiterin nicht allergisch auf die Händedesinfektionsmittel ist. Sie muß allerdings die genannte Waschlotion meiden.

Der Hygienetipp gibt die Meinung der Autoren wieder.

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Autoren des Artikels

Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow

Chefarzt des Hygiene-Instituts der REGIOMED-Kliniken Bayern/ Thüringen kontaktieren

Prof. Dr. med. Walter Popp

Ärztlicher LeiterHyKoMed GmbHVizepräsident der Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH) kontaktieren

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