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Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass nach dem Händewaschen die Trocknung mit Einmalhandtüchern schneller und gründlicher ist als mit Gebläsetrocknern. Nicht selten wird bei Einsatz von Gebläsetrocknern die Trocknung vorzeitig abgebrochen, sodass Hautschäden an noch feuchten Händen resultieren können, wenn direkt danach Handschuhe angezogen werden.

Weiterhin ist nachgewiesen, dass durch Gebläsetrockner keimhaltige Aerosole im Raum verteilt und somit Pathogene übertragen werden können. Dies gilt ganz besonders für Jet-Air-Trockner, bei denen selbst im Abstand von einem Meter noch Aerosole nachgewiesen werden.

Insofern sollten im medizinischen Bereich möglichst immer nur Einmalhandtücher eingesetzt werden.

Bei Einmalhandtüchern wiederum zeigt sich, dass insbesondere Handtücher aus recyceltem Material mehr Keime aufweisen als z. B. nicht-recycelte Rollenspendertücher. Allerdings ist die Keimbelastung der recycelten Handtücher sehr unterschiedlich. Daher sollte beim Einkauf recycelter Einmalhandtücher darauf geachtet werden, dass diese mit wenig Keimen belastet sind, was vom Hersteller abgefragt werden sollte.

Ross B. / Popp W. / Zastrow KD. Hygiene-Tipp: Händetrocknung – Einmalhandtücher sind der Trocknung mit Gebläsen deutlich überlegen. Passion Chirurgie. 2015 Mai; 5(05): Artikel 03_03.

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Autoren des Artikels

Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow

Chefarzt des Hygiene-Instituts der REGIOMED-Kliniken Bayern/ Thüringen kontaktieren

Prof. Dr. med. Walter Popp

Ärztlicher LeiterHyKoMed GmbHVizepräsident der Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH) kontaktieren

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