01.03.2013 Panorama
Hanno-Peter-Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für KatastrophenMedizin DGKM e.V.

Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für KatastrophenMedizin e.V. (DGKM)
Die Deutsche Gesellschaft für KatastrophenMedizin e.V. stiftet zu Ehren ihres langjährigen Präsidiumsmitgliedes Regierungsdirektor Diplom-Pädagoge Hanno Friedrich Peter einen Preis. Auf Initiative unseres ehemaligen Präsidenten Herrn Professor Dr. med. Dr. h.c. Bernd Domres, hat sich die DGKM e.V. entschlossen, alle zwei Jahre einen jungen Wissenschaftler oder Praktiker mit dem Hanno-Peter-Preis der Deutschen Gesellschaft für KatastrophenMedizin e.V. auszuzeichnen.
Hanno Peter wäre im vergangenen Jahr 60 Jahre alt geworden. Er verstarb am 21.01.2009 viel zu früh nach langer Krankheit. Wir widmen diesen Preis als Andenken an einenm außergewöhnlichen Menschen und als Würdigung seiner Leistungen um den Rettungsdienst und den Bevölkerungsschutz in Deutschland.
Prämiert werden können Arbeiten, die sich in Ihrer Exzellenz und Originalität herausheben und auf dem Gebiet der Katastrophenmedizin neue Impulse für Wissenschaft und Praxis geben. Der Kandidat sollte bei Antragstellung nicht älter als 40 Jahre alt sein. Die zur Auszeichnung eingereichten Arbeiten müssen in den letzten zwei Jahren vor der Antragstellung erstellt worden sein. Bei der Bewertung werden weiterhin berücksichtigt: Beitrag der Arbeit zur Reputation des Bevölkerungsschutzes, Interdisziplinarität, Internationalität der Arbeit, gesellschaftliche Relevanz der Ergebnisse, Verwertbarkeit der Resultate (Vorträge, Publikationen, Patente etc.).
Einsendeschluss ist der 27. März 2013.
Die DGKM e.V. vergibt den Preis erstmalig 2013 in einem angemessenen festlichen Rahmen, Angaben hierzu werden frühzeitig mit Hilfe verschiedener Medien angekündigt. Die Preisträger erhalten eine vom amtierenden Präsidenten der Deutsche Gesellschaft für KatastrophenMedizin e.V. und vom Kurator unterzeichnete Urkunde und eine Skulptur.
Die prämierte Arbeit wird unter einer hierfür eingerichteten Rubrik des elektronischen Vereinsorgans der DGKM e.V. veröffentlicht. Der Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen wird alle zwei Jahre mit ungeraden Jahreszahlen der 27. März sein, der Geburtstag von Hanno Peter.
Hanno Peter war nicht nur ein langjähriges Mitglied der DGKM e.V. und Mitglied des Präsidiums. Sehr früh engagierte er sich im Ehrenamt des DRK als Einsatzkraft im Rettungsdienst und im Katastrophenschutz. Hauptberuflich war er jahrzehntelang an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundes (AKNZ), zuletzt als Fachbereichsleiter für Führung und Leitung. Diese Verbindung förderte die erfolgreiche Zusammenarbeit von AKNZ und DGKM e.V. bei gemeinsamen Veranstaltungen. Hanno Peter bildete Führungskräfte in Stabsarbeit aus und verschaffte dem Rettungsdienst durch Entwicklung der fachlich-speziellen Führungslehre die notwendige Bedeutung. Später wechselte er dann ins Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nach Bonn, um das Zentrum Medizin zu übernehmen. Hier hatte er – um nur einige Beispiele zu nennen – Führungsaufgaben bei den bundesweiten LÜKEXÜbungen, beim Weltjugendtag in Köln/Kerpen/Frechen 2005 und der Fußballweltmeisterschaft 2006. Zusammen mit Kollegen erarbeitete er unter anderem das rheinische Einsatzkonzept “ÜMANV”, neue MANV-Taktiken und die Führungswissenschaft im Bevölkerungsschutz. Hanno Peter hat das System Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz maßgeblich geprägt, mit zahlreichen Veröffentlichungen und seinem Engagement im Hinblick auf die Medizinischen Task Forces. Ehrenamtlich blieb er immer aktiv in seiner Heimat im Kreis Ahrweiler. Ganz besonders war ihm an der Einbindung und Förderung junger Akademiker und Praktiker gelegen. Um diesen Gedanken der Förderung des Nachwuchses in der Katastrophenmedizin aufzugreifen und weiterzutragen, soll dieser Preis dienen.
Weitere Informationen über:
DGKM e.V. – Geschäftsstelle
℅ Frau Billi Ryska,
Wasserburger Str. 59, D-85614 Kirchseeon
dgkm_ev@t-online.de
www.dgkm.org
Weitere aktuelle Artikel
01.05.2026 Nachhaltigkeit
BDC-Praxistest: Carus Green – Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit am Universitätsklinikum Dresden
„Wir sind ein umweltfreundliches Klinikum“ – ein Leitsatz, dem sich das Universitätsklinikum Dresden bereits seit 2012 mit der Initiative „Carus Green“ verschrieben hat. Das Gesundheitswesen trägt in Deutschland zwischen 5,2 % und 6,7 % zu den gesamten Treibhausgasemissionen bei, wobei Krankenhäuser international etwa 30 % der Emissionen im Gesundheitssektor verursachen [1].
01.05.2026 Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit in der Medizintechnik – warum sich ein Recycling lohnt
Der Auftrag des Gesundheitswesens ist eindeutig. Es soll Krankheiten behandeln, Leben retten und die Lebensqualität sichern. Wenn in Deutschland über Klimaschutz gesprochen wird, fällt der Begriff Gesundheitssektor jedoch meist spät. Dabei ist seine Klimabilanz beachtlich.
01.05.2026 Nachhaltigkeit
CO2-Fußabdruck von offenen Operationen, Laparoskopie und Robotik
Der Klimawandel rückt die ökologische Verantwortung des Gesundheitswesens zunehmend in den Fokus. In den westlichen Industrienationen verursacht das Gesundheitssystem 4–8 % der nationalen Treibhausgasemissionen [1, 2]. Der Operationssaal zählt dabei zu den ressourcen- und energieintensivsten Bereichen eines Krankenhauses und trägt wesentlich zu dessen CO2-Emissionen bei [3].
01.05.2026 Nachhaltigkeit
OP-Abfall als Kunstobjekt – Maria Koijck, die Künstlerin auf und hinter dem Titelbild der aktuellen Ausgabe
Maria Koijck, die Künstlerin auf und hinter dem Titelbild der aktuellen Ausgabe. Der BDC befragt die Nachhaltigkeitskünstlerin aus Groningen, Niederlande, zu ihrer Arbeit.
Lesen Sie PASSION CHIRURGIE!
Die Monatsausgaben der Mitgliederzeitschrift können Sie als eMagazin online lesen.

