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Daten zur gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2018

Unter dem Titel „Grenzen des Wachstums“ hat sich Helmut Laschet in der Juni-Ausgabe von IMPLICON mit den Daten zur gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2018 auseinandergesetzt. Mit fast 370 Milliarden Euro trägt die Gesundheitswirtschaft zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und gibt 7,6 Millionen Menschen Arbeit. Doch zuletzt deuten sich auch Grenzen des Wachstums an, wie aus der Gesamtrechnung des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht: Fachkräfte scheinen zum Engpassfaktor zu werden. Das gilt in jedem Fall für den Pflegesektor, wo aktuell 30.000 bis 40.000 Stellen nicht besetzt werden können, aber auch für die ärztliche Versorgung bei einem zunehmenden Anteil angestellter Ärzte in der ambulanten Medizin, von denen ein immer größerer Teil in Teilzeit arbeitet. Um so wichtiger ist die Rolle der industriellen Gesundheitswirtschaft, deren Bruttowertschöpfung in den vergangenen Jahren etwas weniger dynamisch wuchs als in der gesamten Gesundheitswirtschaft. Mit ihrer ausgeprägten Forschungsintensität und mit Innovationen im Arznei- und Medizintechniksektor ist sie ein Hoffnungsträger auch für langfristige Einsparungen im Gesundheitswesen: durch Arzneimittel, die Heilung schwerer und kostenträchtiger Krankheiten wie Hepatitis C ermöglichen, aber auch einen arbeitssparenden technischen Fortschritt in die Branche tragen. Noch nicht absehbar ist das Potenzial der im Gesundheitswesen nach wie vor unterentwickelten Digitalindustrie.

IMPLICON 06/2019
Grenzen des Wachstums

Quelle: Implicon, albring & albring: pharmaceutical relations GmbH (Hrsg.), Warnauer Pfad 3, 13503 Berlin, www.albring.com, 04.06.2019

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Autor des Artikels

Helmut Laschet

Ressortleiter/Stellv. ChefredakteurRessort Gesundheitspolitik/GesellschaftSpringer Medizin kontaktieren

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