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„La chirurgie est une aventure captivante, aventure qui devient passion quand on a la chance de pouvoir létreindre complètement. Cest elle qui nous subjugue sans répit avec son kaléidoscope de pat hologies et de situations variées, autant de défis quotidiens pour celui qui peut avoir la joie de lavoir épousée.

Avec ses multiples racines millénaires, elle est ubiquitaire, saméliorant constamment grâce aux efforts conjugués de ses protagonistes. Lengouement des jeunes générations à sengager dans cette voie envoûtante est enthousiasmant. Les politiques de santé en général, les coopérations européennes et franco-germaniques en particulier, soutiennent ces vocations naissantes en pérennisant les idées dunion européenne de Jean Monnet et Robert Schumann et en améliorant les possibilités déchanges professionnels universitaires intercommunautaires.  

Ces possibilités initiées dans les années 70 ont permis, grâce aux équivalences de diplômes, des échanges transfrontaliers fructueux détudiant:es et de chirurgien:nes et se sont grandement développées avec par exemple des projets actuellement soutenus par le système“

«Erasmus+ Cooperation Partnerships 2021-2027 (KA220)».

L’auteur de ces lignes, issu de la faculté de médecine de Paris, a pu ainsi en 1977 s’installer à Ludwigsburg (centre de l’institut franco-allemand) et concrétiser son rêve professionnel de chirurgien.

Die Chirurgie ist ein fesselndes Abenteuer, ein Abenteuer, das zur Leidenschaft wird, wenn man das Glück hat, sich voll und ganz darauf einlassen zu können. Sie ist es, die uns unerbittlich mit ihrem Kaleidoskop von Pathologien und unterschiedlichen Situationen in ihren Bann zieht. So viele tägliche Herausforderungen für diejenigen, die die Freude haben dürfen, sich chirurgisch zu betätigen.

Mit den zahlreichen tausendjährigen Wurzeln ist die Chirurgie ubiquitär und sie verbessert sich dank der gemeinsamen Bemühungen seiner Protagonisten ständig. Die Begeisterung der jüngeren Generationen, sich auf diesen faszinierenden Weg zu begeben, ist fantastisch. Die Gesundheitspolitik im Allgemeinen und die europäische und deutsch-französische Zusammenarbeit im Besonderen unterstützen diese aufkeimenden Berufungen, indem sie die Ideen der Europäischen Union von Jean Monnet und Robert Schumann fortführen und die Möglichkeiten des innergemeinschaftlichen universitären beruflichen Austauschs fördern.

Diese in den 1970er-Jahren initiierten Möglichkeiten haben dank der Gleichwertigkeit von Diplomen einen fruchtbaren grenzüberschreitenden Austausch von Studenten:innen und Chirurg:innen ermöglicht und sich stark entwickelt, beispielsweise mit Projekten, die derzeit durch das System „Erasmus + Kooperationspartnerschaften 2021 – (KA220)“ unterstützt werden.

Der Verfasser dieser Zeilen, aus der medizinischen Fakultät Paris, konnte sich so 1977 in Ludwigsburg (Zentrum des Deutsch-Französischen Instituts) niederlassen und seinen Berufstraum Chirurg verwirklichen.

Chirurgie zum Mitmachen macht Schule

Seine Leidenschaft für die Chirurgie ist förmlich spürbar, wenn er den Raum betritt: Dank Dr. med. Reydelet konnte das Schülerforschungslabor Kepler-Seminar e.V. bereits zum dritten Mal einen chirurgischen Naht-und-Knoten-Workshop für Schüler:innen aus dem Raum Stuttgart anbieten. Das älteste Schülerforschungslabor Deutschlands bringt naturwissenschaftlich besonders interessierte Schüler:innen in vielfältigen Angeboten zusammen und stellt die notwendige Unterstützung bei der Umsetzung eigener Projektideen und Jugend-forscht-Arbeiten.

Experimente, Exkursionen und Erlebnisse – all das sind Erfahrungen, die die forschungs-begeisterte Jugend in ihrer weiteren Laufbahn prägen und für die sich das Schülerforschungslabor Kepler-Seminar e.V. gerne einsetzt. Am Samstag, den 09.04.2022 wurde erneut eine Reise in die Welt der Chirurgie unternommen. Über zwanzig Schüler:innen durften in die „Le Fabuleux Destin d‘Amélie Poulain“ oder auch besser bekannt als „Die Fabelhafte Welt des Chirurgischen Nähens“ eintauchen.

Vor dem ersten Nadelstich

Mit etwas Verspätung startete der Chirurgie-Workshop – das ist bekanntlich den Anästhesisten/Anästhesistinnen oder auch der Technik geschuldet. Nachdem Herr Dr. med. Reydelet den Schüler:innen einen groben geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des chirurgischen Handwerks unter verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Einflüssen nahegebracht hatte, begann die Einführung in die verschiedenen Fachbereiche der Chirurgie. Gespannt lauschten die Schüler:innen Dr. med. Reydelet´s Erzählungen aus der Unfall- und Gefäßchirurgie. Neben kuriosen Erlebnissen, wie einer Augenverletzung durch einen Golfball und der diagnostischen Bilddarstellung im CT und Röntgen, lernten die Teilnehmer:innen auch die Einsatzbereiche der verschiedenen Arten und Stärken der Fäden kennen.

Nachdem unterschiedliche Knochenbrüche und deren Therapie besprochen wurden, griffen die Schüler:innen zum ersten Mal zu Nadel und Faden. Doch halt! Zuerst wurde die Fingerfertigkeit der Teilnehmer:innen getrimmt und der Ablauf des Knotens mit einer zweifarbigen Schnur auf Knotenbänkchen geübt.

Stich – Nahtbeginn

Nach einer Skalpellinzision in die Schale einer Banane muss die Wunde wieder verschlossen werden! Zum ersten Mal wird die Nadel mit dem Nadelhalter „durch die Haut des Patienten/der Patientin“ in das Obst eingeführt und nach einem Halbkreis im Fruchtgewebe auf der anderen Seite des Schnitts wieder herausgeführt.

Die Schüler:innen haben bereits Nähen und Knoten mit dem Nadelhalter geübt: Einzelstiche mit oder ohne Rückstich, sodass dem Nähen – sogar dem Fortlaufenden – eigentlich nichts mehr im Wege steht. Doch manchmal tauchen etwaige Schwierigkeiten erst in der Praxis auf.

Abb. 1: Schüler:innen mit historischem OP-Besteck

Abb. 2: Herr Dr. med. Reydelet beim Vortrag

Abb. 3: Beim Demonstrieren auf den Knotenbänkchen

Abb. 4: Erste Knoten-Übungen

Dem ein oder anderen gelingt der Knoten nicht mehr, da die Position des Patienten – der Banane – für die chirurgischen Hände von morgen nicht mehr optimal ist. In diesem Falle lässt sich die Banane als Patient:in ganz einfach in alle Richtungen drehen. Dank der Technik lässt sich der OP-Tisch im Saal auch in fast alle Richtungen bewegen, sodass dieses Hindernis die Schüler:innen später auch nicht weiter aufhalten wird.

Fortlaufende Arbeit

Im optimalen Abstand zum Bananen-Wundrand wird gleichmäßig in einer fortlaufenden Naht genäht. Die Schüler:innen sind mit voller Konzentration bei der Arbeit und haben Freude, ihre Bananen-Patienten zu versorgen.

Abb. 5: Intensive Arbeit bei der Versorgung der Bananen-Patienten

Abb. 6: Feinsäuberliche fortlaufende Naht

Komplikation

Manchmal geht der Faden aus und für den Schlussknoten am Ende der Naht ist Fingergefühl und Erfahrung gefragt: Beides bringt Herr Dr. med. Reydelet mit und hilft der betroffenen Schülerin und ihrer Banane beim Endknoten mit kurzem Faden aus.

Geschafft – Knoten am Ende der Naht

Mal eine kleinere, kurze Wunde, mal ein langer Schlitz, mal eher oberflächlich, mal eher tief. Am Ende sind alle Bananen versorgt und die Wunden können heilen. Kurz nach 16 Uhr ist der spannende und lehrreiche Workshop zu Ende – die Schüler:innen sind dankbar für die vielseitigen Einblicke in die Chirurgie und den intensiven Austausch.

Vielen Dank an Frau Dr. Kandinskaja und den BDC e.V. für die Unterstützung und die Organisation der Materialien für die Workshops.

Ein großer Dank geht an Herrn Dr. med. Reydelet für die fachliche Unterstützung und seine langjährige Erfahrung. Seine Erlebnisse und chirurgischen Geschichten sorgen dafür, dass die faszinierende Welt der Chirurgie im Naht-und Knoten-Workshop deutlich wird.

Zu guter Letzt möchte ich Herrn OStR. Horlacher und Herrn Dr. Urban für die allseitige Unterstützung im Schülerforschungslabor Kepler-Seminar e.V. danken. Ohne Ihr Vertrauen in meine Ideen wäre ich nicht in der Lage, medizinische Einblicke für Schüler:innen durch ärztliche Erfahrungen und mein stetig wachsendes Wissen zu ermöglichen. Vielen herzlichen Dank!

Et voilà: Knoten drauf auf diesen Workshop!

Abb. 7: Herr Dr. med. Reydelet und Katharina beim Endknoten

Abb. 8: geschlossene Bananen-Wunde

Abb. 9: Herr. Dr. med. Reydelet und Katharina Vogl

Vogl K: Früh übt sich – auf dem Weg zur richtigen Naht-und Knotentechnik und in die faszinierende Welt der Chirurgie. Passion Chirurgie. 2022 Juni; 12(06): Artikel 04_01.

Autor des Artikels

Katharina Vogl

MedizinstudentinInitiatorin des Naht-und Knoten-Workshops für das Schülerforschungslabor Kepler-Seminar e.V. kontaktieren

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