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Die Aufgaben des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen lassen sich im wesentlichen in drei Kernaufgaben zusammenfassen. Zum einen ist der BDC die berufspolitische Interessenvertretung aller deutschen Chirurgen in Klinik und Praxis. Er vertritt die Interessen deutscher Chirurgen gegenüber Öffentlichkeit, Körperschaften und Politik. Weiterhin berät der BDC seine Mitglieder in Kernfragen der Berufsausübung von der Weiterbildung über die Karriereplanung bis hin zu Versicherungen und Niederlassung. Großen Raum in der Routinetätigkeit des BDC nimmt die Rechtsberatung ein. Hierzu gehören auch diverse Dienstleistungen wie das Aushandeln von Rahmenverträgen und Sonderkonditionen für BDC-Mitglieder. Der BDC hat es sich schon unter seinem Präsidenten Prof. Karl Hempel zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr weitere Service-Leistungen und Angebote für seine Mitglieder zu generieren.

Die dritte Kernaufgabe des Berufsverbandes besteht in der Förderung der chirurgischen Weiter- und Fortbildung. In der Informationsgesellschaft fällt dem BDC als größter Chirurgenvereinigung Deutschlands zusätzlich die Aufgabe zu, seine Mitglieder untereinander zu vernetzen und den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu fördern. Der BDC-Geschäftsstelle und der BDC Service GmbH fallen bei der Umsetzung der genannten Ziele und Aufgaben vielfältige Tätigkeiten zu, um die ehrenamtlich tätigen Funktionäre des Berufsverbandes zu unterstützen.

Dabei ist die Arbeit der BDC-Geschäftsstelle darauf ausgerichtet, den Ehrenamtlern den Rücken freizuhalten, damit sie sich mit ganzer Kraft auf ihre berufspolitischen Aufgaben konzentrieren können. Ich freue mich, im Folgenden die Tätigkeitsschwerpunkte von BDC-Geschäftsstelle und BDC Service GmbH reflektieren zu dürfen.

BDC-Geschäftsstelle

Nachdem BDC-Präsident Prof. Jens Witte und Vizepräsident Dr. Jürgen Bauch 1999 durch geschickte Verhandlungstaktik den Weg ins Langenbeck-Virchow-Haus frei gemacht hatten, zog die BDC-Geschäftsstelle Ende 1999 von Hamburg nach Berlin um. Es ist der große Verdienst des damaligen Geschäftsführers, Kollegen Dr. Hans-Hinnerk Felsing, trotz Umzug und neuem Personal die Tätigkeit der Geschäftsstelle aufrecht erhalten zu haben und den Betrieb in den neuen Räumen so schnell zur Routine werden zu lassen. Nach Berlin zogen nur zwei Mitarbeiterinnen aus Hamburg mit.

Vier neue Mitarbeiter mussten in das Sekretariat, die Buchhaltung, die Akademie und die Mitgliederverwaltung eingearbeitet werden. Darauf bereiteten sich die vier neuen Mitarbeiterinnen bereits ein halbes Jahr lang in Hamburg vor. Mit neuer Mannschaft und großem Tatendrang startete die BDC-Geschäftsstelle am 1. Januar 2000 in eine neue Ära. Die Herausforderungen waren gewaltig.

Seit dem Mauerfall hatte sich die Mitgliederzahl des BDC von 6.185 auf mehr als 13.000 Mitglieder verdoppelt. Sowohl die Anfragen an den BDC, als auch der Verwaltungsaufwand stiegen enorm. Auch das Seminarangebot der BDC|Akademie wuchs kontinuierlich. Nach der Sanierung des Langenbeck-Virchow-Hauses und der vollständigen Übergabe der Personalverantwortung an den neuen Hauptgeschäftsführer im Jahr 2007 wurde die BDC-Geschäftsstelle organisatorisch neu strukturiert. So konnten durch IT-Einsatz und Prozessoptimierung die Effizienz und der Durchsatz in der Geschäftsstelle deutlich verbessert werden. Neuen Herausforderungen wurde mit Neu-Einstellungen und gezielten Mitarbeiterschulungen begegnet.

Die BDC-Geschäftsstelle ist heute ein effizient arbeitendes, modern geführtes Dienstleistungsunternehmen mit 15 Angestellten. Mit Kompetenz und Freundlichkeit meistern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle die kontinuierlich gewachsenen Herausforderungen der täglichen Arbeit. Die BDC-Geschäftsstelle organisiert heute knapp 80 Seminare der BDC|Akademie, den Chirurgentag, verwaltet nahezu 16.000 Mitglieder und beantwortet jährlich mehrere tausend Anfragen und Beratungswünsche.

BDC Service GmbH

Zur Effizienzsteigerung und Neuorientierung der Geschäftsstelle trug ganz wesentlich die Gründung der BDC Service GmbH im Jahr 2000 bei. Erster Geschäftsführer war Dr. Jörg Heberer. Im Jahr 2002 folgte ihm Dr. Jörg Ansorg, der seit 2007 Hauptgeschäftsführer vom BDC und der BDC Service GmbH ist.
Die BDC Service GmbH ist das im Hintergrund arbeitende Dienstleistungsunternehmen für den BDC und die chirurgischen Fachgesellschaften. Nach Einzug ins Langenbeck-Virchow-Haus baute die BDC Service GmbH sofort eine komplette Informations- und Kommunikationsinfrastruktur (IKT) auf, die sowohl vom BDC, als auch von den chirurgischen Fachgesellschaften gern genutzt wurde.

Neben diesen Aufgaben im Backoffice baute die BDC Service GmbH in den Folgejahren systematisch das Dienstleistungs-angebot und die Online-Dienste des Berufsverbandes auf und aus. Dabei war es von Anfang an das Ziel, die IT-Infrastruktur im Backoffice eng mit den Online-Diensten des BDC zu verzahnen. Unter dieser Prämisse wurde parallel mit dem Neuaufbau der Mitgliederverwaltungssoftware und von BDC|Online, der neuen Internetpräsenz des Berufsverbandes, begonnen. Später erfolgte die Anbindung der Verwaltungssoftware für die Seminar- und Kongressverwaltung. Schließlich wurde die IT-technische Anbindung der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit realisiert, so dass die elektronische Kommunikation mit den BDC-Mitgliedern und die Pflege der Webseiten einfach realisierbar sind. Heute sind alle Online-Angebote des BDC eng mit den korrespondierenden Abteilungen der Geschäftsstelle verzahnt, was viele Abläufe vereinfacht und optimiert.

Die BDC Service GmbH ist im großen Umfang in die Organisation und Finanzierung der BDC-Seminare involviert und organisiert seit 2006 den Chirurgentag. Dadurch kann auf die Beauftragung einer teuren Kongressmanagement-Firma verzichtet werden. Durch die kontinuierliche Optimierung der Prozessabläufe und Organisationsstrukturen in der Geschäftsstelle ist es der BDC Service GmbH gelungen, neben den gewachsenen Anforderungen im Routinebetrieb innovative Projekte zu realisieren und neue Dienstleistungen anzubieten. Hervorzuheben ist die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Schatzmeister des BDC, Dr. Hubert Mayer, sowie dem Justitiar, Dr. Jörg Heberer. Die BDC Service GmbH leistet heute für den BDC die komplette Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und stellt crossmediale Kommunikationskanäle (Print, Online, Social Network) zur Verfügung. Hierzu gehört auch die Konzeption, Entwicklung und Redaktion der BDC-Mitgliederzeitschrift.

Außendarstellung des BDC

Ab 2002 entwickelte die BDC Service GmbH ein umfangreiches Kommunikationskonzept für den BDC, das auch die moderne Außendarstellung (Corporate Design) vorsah. Farben und Logos des BDC wurden neu gestaltet und zukünftige Marken des BDC definiert. Anschließend wurde die komplette Büroausstattung vom Briefpapier bis zur Visitenkarte an das neue Design angepasst. Der Wiedererkennungswert des Berufsverbandes wurde erheblich gesteigert. Die neue Markensprache findet sich heute vom Willkommenspaket über die Seminarflyer der BDC|Akademie und das Programm des Chirurgentages bis hin zu den Büchern des Eigenverlages BDC|Press. Auch die Mitgliederzeitschrift sowie die digitalen Medien BDC|Online, die E-Learning-Plattform [eCME-Center] und das Chirurgen-Netzwerk [cNetz.org] sind sofort als Produkte und Marken des BDC erkennbar.

BDC|Akademie für chirurgische Weiterbildung und praktische Fortbildung

Das Angebot der BDC|Akademie wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert. Hier unterstützte vor allem die BDC Service GmbH den Akademieleiter, Prof. Joachim Jähne. Heute sind wir stolz auf ein vollständiges Portfolio an Seminaren, dass vom Berufseinsteiger über den Facharztkandidaten bis zum Chefarzt oder dem niedergelassenen Chirurgen an alle BDC-Mitglieder in Klinik und Praxis adressiert ist. Bei den Seminaren wird inhaltlich eng mit den chirurgisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften zusammengearbeitet, während die Organisation durch die BDC-Geschäftsstelle übernommen wird.

Internetauftritt des Chirurgentages 2003

Seit 2006 übernimmt die BDC Service GmbH zusätzlich die komplette Organisation des Chirurgentages. Die Verlagerung dieses zweitägigen BDC-Kongresses ins Langenbeck-Virchow-Haus sollte Zeichen für neue Gemeinsamkeit zwischen BDC und chirurgischen Fachgesellschaften sein. Die Organisation erfolgt unabhängig von einem Kongressmanagement-Unternehmen allein durch die BDC Service GmbH und die Mitglieder der BDC-Geschäftsstelle. Nach Verstärkung des Teams durch Carola Paech Mitte 2007 ist die Organisation des Chirurgentages mittlerweile zwar immer noch eine große Herausforderung, jedoch in vielen Teilen Routinebetrieb.

Die massive Erweiterung des Angebotes der BDC|Akademie in den vergangenen 10 Jahren wäre ohne die enge und von Vertrauen, Ehrlichkeit und Innovationsfreude geprägte Zusammenarbeit mit den Akademieleiter, Prof. Joachim Jähne, Hannover, nicht möglich gewesen. Er gab häufig den Anstoß für Neuentwicklungen, die dann detailliert durch die BDC Service GmbH ausgearbeitet und umgesetzt wurden. Für Vertrauen und Offenheit möchte ich Joachim Jähne an dieser Stelle ganz herzlich und persönlich danken. Mein Dank gilt auch den Mitarbeitern in der BDC|Akademie, Renate Schönzart und Jennifer Dreusch. Das Programm der BDC|Akademie reflektiert heute in beeindruckender Weise das Programm des BDC. Das gesamte Mitgliederspektrum wird mit spezifischen Angeboten angesprochen, der BDC erhebt den Anspruch, Interessenvertretung aller Chirurgen in Deutschland zu sein. Die BDC|Akademie trägt heute zu Ehren des früheren Präsidenten und ersten Akademieleiters, Prof. Jens Witte, den Namen „Jens-Witte-Akademie für chirurgische Weiterbildung und praktische Fortbildung“.

Chirurgisches Qualitätssiegel (CQS)

Unter dem Eindruck der ersten Gesundheitsreform im neuen Jahrtausend gründete Prof. Jens Witte als damaliger Präsident die „Task Force CME und CPD“ bestehend aus BDC, DGCH und Wolfgang-Müller-Osten-Stiftung. Nach Wittes Tod leitete Prof. Michael Betzler die Taskforce. Die Taskforce arbeitete gemeinsam mit Vertretern aus Gesundheitspolitik und einem Qualitätsinstitut an einem Evaluationssystem der chirurgischen Kompetenz (Arbeitstitel ECKO). Hierbei wurden internationale Erfahrungen (Kanada) einbezogen. Ziel war es, auf Basis einer 360-Grad-Analyse persönliches Verbesserungspotenzial aufzudecken und einen individuellen Fortbildungsplan über alle Kompetenzlevel eines Chirurgen aufzustellen. Dieses Konzept war Gegenentwurf zu der damals im Raum stehenden Rezertifizierung von Fachärzten. Der Ansatz geht nach wie vor über das wahllose CME-Punkte-Sammeln weit hinaus und ging 2006 als „Chirurgisches Qualitätssiegel“ in den Routinebetrieb. Projektentwicklung und –finanzierung übernahm die BDC Service GmbH mit finanzieller Unterstützung der Wolfgang-Müller-Osten-Stiftung. Während die Daten auch heute in einem neutralen Institut erfasst und analysiert werden, läuft der Routinebetrieb von der Anmeldung bis zur Zertifikat-Ausstellung über die BDC-Geschäftsstelle.

Beratung von BDC-Mitgliedern

Über die Sekretariate unserer Geschäftsstelle wird die komplette Mitgliederberatung organisiert. Hier geht es vor allem um die rasche Beantwortung von juristischen Fragestellungen. Unser Justitiar Dr. Jörg Heberer ist einmal wöchentlich in der BDC-Geschäftsstelle, um Mitgliederanfragen zu beantworten. Auch im normalen Kanzlei-Betrieb steht er jederzeit für Fragen der BDC-Mitglieder zur Verfügung.

Versicherungsanfragen, Schadensmeldungen und die Vertragsberatung werden routiniert von Hannelore Stöckel, Jessica Wolter und Agnes Berlinicke in der BDC-Geschäftsstelle bearbeitet. Auch alle weiteren Anfragen, z. B. zu Abrechnungsthemen sowie zur Niederlassung und Karrierefragen werden über die Sekretariate an die richtigen Ansprechpartner weitergeleitet. Die Mitarbeiterinnen haben hier einen hohen Organisations- und Selbstständigkeitsgrad erreicht, die ehrenamtlichen Funktionäre des BDC werden nur bei grundsätzlichen Fragen eingeschaltet.

Versicherungsangebote des BDC

Der Berufsverband hat in den letzten Jahrzehnten für seine Mitglieder hochspezifische und am Markt teilweise einzigartige Versicherungspakete verhandelt (siehe Box ‚Versicherungsangebote des BDC‘). Einige Versicherungen, wie die Berufs-Rechtsschutz-Versicherung, sind bereits im BDC-Mitgliedsbeitrag enthalten. Weiterführende berufsspezifische Versicherungen wie die Berufshaftpflicht und die Berufsunfähigkeits-Versicherung wurden speziell vom BDC verhandelt und bieten heute einmalige Konditionen für Chirurgen und Orthopäden auf dem deutschen Versicherungsmarkt. Abgerundet wird dieses Portfolio von zusätzlichen Versicherungen und Angeboten zur betrieblichen Altersvorsorge, die insbesondere für Praxisinhaber interessant sind.

Versicherungsangebote des BDC im Überblick

Versicherungen im BDC-Beitrag

  • Berufsrechtsschutz-Versicherung
  • Gastarzt-Haftpflicht-Versicherung
  • Praxisvertreter-Haftpflicht-Versicherung

BDC-Rahmenvereinbarungen zu wichtigen Versicherungen

  • Berufs-Haftpflicht-Versicherung
  • Berufsunfähigkeits-Versicherung
  • Ergänzender Rechtsschutz zum Berufs-Rechtsschutz

Ergänzende Versicherungen

  • Praxis-Inventar-Versicherung
  • Berufs-Unterbrechungs-Versicherung
  • Praxisausfall-Versicherung
  • Krankheitskosten-Versicherung
  • Elektronik-Versicherung
  • Gebäude-Versicherung
  • Dienstreise-Fahrzeug-Versicherung
  • Betriebliche Altersvorsorge

Nach Einführung einer Berufs-Rechtsschutz-Versicherung für unsere Mitglieder durch die Funk Gruppe und jahrelanger vertrauensvolle Zusammenarbeit, ergab sich 2007 die Notwendigkeit einen Wechsel vorzunehmen, ausgelöst durch Unzufriedenheit einzelner Mitglieder über Anschlussverträge bei Berufshaftpflichtverträgen. Der vorgenommene Wechsel zum Ecclesia Versicherungsdienst hat uns geholfen, die aufgekommene Unzufriedenheit bei unseren Mitgliedern zu beseitigen.Seither haben wir das Leistungsspektrum der Haftpflicht- und auch der Berufs-Rechtsschutz-Versicherung erheblich ausweiten können. Zusätzlich können wir über eine Schadendatenbank des Versicherungsmaklers Fehleranalysen durchführen, um so eine Fehlerprävention zu bestreiten. Diese wird von unseren Mitgliedern sehr positiv aufgenommen.

Internetstrategie des BDC

Auf der Sitzung des erweiterten Präsidiums des BDC im November 1999 formulierte der damalige Präsident Witte die Internetstrategie des Berufsverbandes. Er regte an, in den Folgejahren alle Kompetenzen des BDC im Internet zu reflektieren. Dies bezog sich sowohl auf Informationen und Service, als auch auf die Mitgliederberatung sowie die chirurgische Weiter- und Fortbildung. Ergänzend wurde angeregt, auch Patienten-Informationen und gegebenenfalls eine Klinik- und Praxissuchmaschine anzubieten.

Internetprojekte des BDC

Jahr Projekt Was steckt dahinter?
2000 BDC|Online Webseite des BDC
2000 BDC|ATB Assistententauschbörse
2001 BDC|Mail E-Mail für jedes Mitglied
2001 chirurgentag.de Webseite des Chirurgentages
2002 Portal my.BDC Mitgliederportal auf BDC|Online
2002 [eCME-Center] E-Learning-Plattform
2003 BDC|Poll Online-Umfragetool
2004 BDC|Markt Stellen- und Praxisbörse
2005 BDC|Online – Relaunch Technologie und Redesign
2006 chirurgentag.de – Relaunch Technologie und Redesign
2007 chirurg-werden.de Webseite der Nachwuchskampagne
2008 [eCME-Center] Relaunch Learning-Management-System (LMS)
2009 [eCME-Center] Optimierung Navigation und Screendesign
2010 [cNetz.org] Web 2.0: Chirurgen-Netzwerk

Dieser Präsidiumsauftrag wurde in den Folgejahren mit vielen Projekten und Initiativen umgesetzt (siehe Box Internetprojekte des BDC). Bereits im Folgejahr wurde die erste Version von BDC|Online sowie der Assistententauschbörse freigeschaltet. Im Jahr 2001 erhielt jedes BDC-Mitglied eine eigene E-Mail-Adresse, im Jahr darauf wurde das Mitgliederportal „my.BDC“ freigeschaltet. Diese Angebote wurden eng mit der BDC-Mitgliederverwaltung verknüpft. Im Jahr 2002 wurde dann mit der Freischaltung der E-Learning-Plattform [eCME-Center] auch die Kompetenz des BDC in chirurgischer Weiter- und Fortbildung ins Internet übertragen. Heute bietet das [eCME-Center] mit knapp 500 Kursen das größte Fortbildungsangebot für Chirurgen im deutschsprachigen Internet.

In den Folgejahren wurden die Internetangebote des BDC kontinuierlich ausgebaut und um weitere Angebote ergänzt. Der neuen Aufgabe, seine Mitglieder untereinander zu vernetzen und den Wissensaustausch in der chirurgischen Gemeinschaft zu fördern, wird der Berufsverband mit der Freischaltung des Chirurgen-Netzwerkes [cNetz.org] im Jahr 2010 gerecht. Die Internetangebote des BDC stehen heute für Innovationskraft und Kreativität des gesamten Berufsverbandes sowie der chirurgischen Gemeinschaft. Gerade die E-Learning-Plattform setzt Maßstäbe und gilt als Vorbild für andere medizinische Verbände und Gesellschaften.

BDC|Online – Information und Service für deutsche Chirurgen

Die erste Version von BDC|Online wurde im Jahr 2000 freigeschaltet. Erinnern Sie sich noch an die erste Startseite? Der BDC setzte damals auf eine moderne und ausbaufähige Technologie und baute in der Folgezeit die Leistungsfähigkeit seiner Internetpräsenz kontinuierlich aus. Beispiele hierfür sind die Assistententauschbörse, das E-Mail-Postfach für jedes Mitglied und das Mitgliederportal „my.BDC“.

Startseite von BDC|Online im Jahr 2001

Die enge Verknüpfung mit dem Backoffice in der Geschäftsstelle wurde über die Möglichkeit einer Online-Stammdatenänderung sowie der Online-Anmeldung zu BDC-Seminaren realisiert.  Heute können außerdem Abteilungsleiter und Praxisinhaber ihre Klinik- und Praxisdaten online aktualisieren. Diese Aktualisierung ist Grundlage für das zeitgleich mit diesem Heft erscheinende Buch „Chirurgie in Deutschland 2010/2011“ sowie die für 2010 geplante Online-Suchmaschine.

BDC|Online im Jahr 2010 (www.bdc.de)

Referenten und Seminarleiter des BDC können im Mitgliederportal „my.BDC“ die Evaluations-Ergebnisse ihrer Vorträge und Seminare einsehen. BDC|Online bietet heute auf über 5.000 Einzelseiten Informationen vom Berufsalltag über Rechtsberatung und Abrechnung bis hin zu Nachrichten aus Gesundheitspolitik und Wirtschaft. Mit über 60.000 Seitenabrufen und 15.000 Besuchern monatlich wird die Internetseite des BDC häufiger als jede andere fachspezifische Webseite eines Chirurgenverbandes frequentiert. Mit Stolz können wir feststellen, dass die Homepage des BDC die zentrale Anlaufstelle im Internet ist, wenn es um Informationen und Service für deutsche Chirurgen geht.

E-Learning-Plattform [eCME-Center]

Berufsverband und BDC|Akademie verfügen über ein Jahrzehnt praktischer Erfahrungen im Bereich des elektronischen Lernens. Bereits 1998 wurde eine Vorbereitungs-CD zur Facharztprüfung aufgelegt, die auf dem Weiterbildungsseminar in Augsburg basierte.

E-Learning-Plattform 2004

Im Jahr 2002 ging dann die E-Learning-Plattform des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen, das [eCME-Center] online. Der BDC gilt als Pionier in der medizinischen Online-Fortbildung und hat eigene Akzente und Standards in der E-Learning-Szene gesetzt. Dabei ist der BDC stets Vorreiter mit Innovationskraft und Überblick geblieben und hat sich nicht von kurzfristigen Moden leiten lassen.

E-Learning-Plattform 2010 (www.ecme-center.org)

Die Online-Fortbildungs-Plattform [eCME-Center] ist organisch und mit eigenen Mitteln gewachsen und steht heute für Kontinuität im digitalen Fortbildungsgeschäft. Mit über 500 Kursen ist das [eCME-Center] Marktführer in chirurgischer Online-Fortbildung im deutschsprachigen Internet. Nach der Überarbeitung des Verwaltungssystems 2008 und dem Redesign im Jahr 2009 wurde das [eCME-Center] mit diversen Preisen ausgezeichnet. Heute nutzen Partner das Know-how und die Erfahrung des BDC in E-Learning. Zahlreiche interdisziplinäre und internationale Kooperationsprojekte zeugen von der Kompetenz des BDC in digitaler Fortbildung und der Qualität seiner Plattform. Deshalb besteht bei uns auch nach wie vor die Hoffnung, dass diese Leistungen und Erfolge auch einzelne chirurgische Fachgesellschaften von den Vorteilen einer Zusammenarbeit im E-Learning überzeugt.

Publikationen des BDC

Zu wichtigen Entwicklungen in Berufspolitik und Berufsalltag meldet sich der Berufsverband kontinuierlich mit einer klaren Meinung in seiner Mitgliederzeitschrift zu Wort. Diese erscheint monatlich und ist mit über 22.000 Exemplaren die auflagenstärkste Zeitschrift für Chirurgen in Deutschland. Detailliert wird im folgenden Kapitel auf die Entwicklung und Perspektiven der Zeitschrift eingegangen.

Zu wichtigen Themen erschienen im letzten Jahrzehnt ergänzend Publikationen. Diese entstanden einerseits in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verlagen. Seit 2005 gibt der BDC zusätzlich Veröffentlichungen im Eigenverlag unter dem Label BDC|Press heraus. Hinzu kommen Kooperationen und inhaltliche Partnerschaften mit den Zeitschriften „Der Chirurg“, „Ambulante Chirurgie“ und der „Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date“. All diese Publikationen unterstützen die berufspolitische Arbeit des Berufsverbandes und seiner Führungsspitze und vermitteln eindrucksvoll die Kompetenz des BDC in Berufspolitik, Abrechnungs- und Managementfragen sowie in juristischen Themen.

Publikationen und Organe des BDC

Jahr Publikation/Projekt (Verlag)
seit 1999 Was gibt es Neues in der Chirurgie? (ecomed)
2002 Chirurgie upgrade (Springer)
seit 2003 G-DRG Praxiskommentar (ecomed)
2005, 2008, 2009 EBM-Kommentare für Chirurgen und Orthopäden (BDC|Press)
2009 IGeL-Leitfaden (BDC|Press)
2006, 2009 (2. Aufl.) OP-Management (mwv Berlin)
2009 Recht im OP (mwv Berlin)
2010 Deutsche Chirurgie 2010/2011 (mwv Berlin)
seit 1975 Kooperation mit Zeitschrift “Der Chirurg” (Springer)
seit 2005 Kooperation mit Zeitschrift “Ambulante Chirurgie” (Urban & Vogel)
seit 2008 Kooperation mit Zeitschrift “Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date” (Thieme)

Mitgliederzeitschrift „Der Chirurg BDC“

Der Berufsverband verfügt mit seiner Mitgliederzeitschrift über die auflagenstärkste Print-Publikation für Chirurgen im deutschsprachigen Raum. Monatlich werden 22.500 Exemplare gedruckt, die an alle BDC-Mitglieder und zusätzlich an alle Abonnenten der Zeitschrift „Der Chirurg“ versendet werden. Die Zusammenarbeit mit dem Springer-Verlag und der Zeitschrift „Der Chirurg“ geht bis in die 70er Jahre zurück. Traditionell liegt die Herausgeberschaft der Mitgliederzeitschrift beim Präsidenten des BDC, auch die inhaltliche Redaktion liegt vollständig in der Hand des Berufsverbandes. Der Springer-Verlag ist verantwortlich für Satz, Druck und Versand der Zeitschrift.

Im Jahr 2005 wurde die redaktionelle Betreuung in die Hände des Geschäftsführers der BDC Service GmbH, Dr. Jörg Ansorg, und der damaligen Pressesprecherin des BDC, Frau Ursula-Anne Ochel, gelegt. Inhaltlich erfolgt eine enge Abstimmung mit Präsident und Vorstand des BDC, der die Mitgliederzeitschrift prägt. Diese Aufgabenteilung führte bereits ab 2006 zu einer klareren Differenzierung der einzelnen Ausgaben. Mit Themenheften, die einen inhaltlichen Schwerpunkt mit mehreren Artikeln beleuchten, wurde die Mitgliederzeitschrift stärker akzentuiert. Im Jahr 2008 wurde unter Federführung der BDC Service GmbH die Zeitschrift neu konzipiert. Neues Layout und der Vierfarbdruck tragen zur besseren Lesbarkeit bei.

Im Januar 2009 erschien nach sechsmonatiger Vorarbeit die erste Ausgabe des neuen „Der Chirurg BDC“. Die neue Mitgliederzeitschrift hat den Anspruch, berufspolitisch zu informieren und gleichzeitig ein lesbares und unterhaltsames Magazin zu sein. Redaktionell wird die Zeitschrift durch Katrin Meier und Dr. Ansorg betreut. Beide stimmen sich bei Themenauswahl und Schwerpunkten eng mit dem Vorstand ab. Trotzdem ist die Erstellung jeder einzelnen Ausgabe ein steiniger Weg mit Korrekturen und Änderungen bis zur letzten Minute. Deshalb ist die Freude jedes Mal groß, wenn das neue Exemplar gedruckt auf dem Schreibtisch liegt.

Besonders zu danken ist hier sowohl Frau Meier für ihr engagiertes Arbeiten, als auch den motivierten Mitarbeitern in der Produktionsabteilung des Springer Verlages, insbesondere Arnulf Illing. Die Zunahme an Leserbriefen und Reaktionen auf Artikel unserer Mitgliederzeitschrift lassen uns vermuten, dass wir mit dem neuen Konzept den richtigen Weg gegangen sind. Die neue BDC-Mitgliederzeitschrift steht heute für die moderne und innovative Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BDC und die Teamarbeit in dessen Vorstand.

BDC-Nachwuchskampagne „Nur Mut!“

Nachdem sich bereits 2004 der Nachwuchsmangel in der Chirurgie abzeichnete, wurde die BDC Service GmbH vom Vorstand des BDC mit der Konzeption einer Kampagne zur Nachwuchsakquise beauftragt. Daraufhin wurde eine zielgruppengerechte Wort- und Bildsprache sowie das Kommunikationskonzept der Nachwuchskampagne „Nur Mut!“ entwickelt und dem BDC-Präsidium im Herbst 2005 vorgestellt.

Kampagnenwebseite „Nur Mut! Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn.“ (www.chirurg-werden.de)

Im Jahr 2006 wurden die neu gewählten Vertreter für Nachwuchsförderung (Dr. Krones, Aachen) und der Oberärzte (Prof. Schröder, Köln) in die weitere Entwicklung der Kampagne eingebunden, was das Projekt deutlich belebte. Nach einer Pilotveranstaltung in Jena 2007 wurde die BDC-Nachwuchskampagne „Nur Mut! Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn“ auf einer Pressekonferenz im Januar 2008 offiziell von Krones und Schröder sowie Frau Dr. Leschber als Vertreterin der Chirurginnen vorgestellt. Die Resonanz war überwältigend, da offenbar bis zu diesem Zeitpunkt außer Eingeweihten niemand etwas vom Mangel an Nachwuchs in der Chirurgie bemerkt hatte. Ein ganzseitiger Artikel in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ war ein idealer Auftakt für die Kampagne und sicherte uns schon im ersten Halbjahr hohe Aufmerksamkeit.

Mit Informationsveranstaltungen an deutschen Universitäten wurde seither für die Chirurgie und eine chirurgische Karriere geworben. Zusätzlich finden seit 2008 praktische Kurse unter der Überschrift „Nur Mut! Chirurgie zum Mitmachen“ statt. Die positive Resonanz bestärkt uns darin, dass die Chirurgie ihre Attraktivität nicht verloren hat und wir andererseits mit der Nachwuchskampagne ins Schwarze getroffen haben. Die Studenten sind begeistert von der Offenheit der Referenten und haben großen Spaß an der chirurgischen Praxis.

Über 3.000 Medizinstudenten konnten in den vergangenen beiden Jahren erreicht werden. Der Routinebetrieb mit mehr als 25 Veranstaltungen im Jahr 2010 wird durch Carola Paech organisatorisch unterstützt, die seit Mitte 2007 das Team der BDC-Geschäftsstelle verstärkt und zusätzlich beim Chirurgischem Qualitätssiegel und dem Chirurgentag aktiv ist. Als Assistentin der Geschäftsführung trägt sie heute erheblich zum Erfolg dieser Projekte bei, wofür ich ihr ausdrücklich danken möchte. Das Portfolio der Kampagne „Nur Mut!“ wurde 2009 mit einer aufwendig produzierten Imagebroschüre komplettiert. Hier arbeiteten wir eng mit renommierten Chirurginnen und Chirurgen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, die mit ihren persönlichen Reflexionen maßgeblich dazu beigetragen haben, der Chirurgie ein sympathisches und persönliches Gesicht zu geben. Auch ihnen sei an dieser Stelle herzlich für ihre Mitarbeit gedankt. Die Nachwuchskampagne „Nur Mut! Kein Durchschnittsjob: ChirurgIn“ ist eine Erfolgsgeschichte des Berufsverbandes. Sie steht allen chirurgisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften offen und kann zur Einheit der Chirurgie und deren moderner und dynamischer Außendarstellung beitragen.

Zum guten Schluss

Obwohl Dienstleistungs- und Service-Angebote des Berufsverbandes in den vergangenen Jahren erheblich erweitert wurden und die Mitarbeiterzahl in der BDC-Geschäftsstelle kontinuierlich gestiegen ist, ist es uns durch Effizienzsteigerungen und persönliches Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters bisher gelungen, die Beiträge seit vielen Jahren konstant zu halten. So kann festgestellt werden, dass die BDC-Geschäftsstelle und die BDC Service GmbH die ehrenamtlich tätigen Funktionäre im Berufsverband effizient entlasten und kreativ Vorstands- und Präsidiumsbeschlüsse in konkrete Projekte, Angebote und Marken umsetzen.

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen überzeugt mit Innovation und Leistung, die Mitarbeiter seiner Geschäftsstelle leben Service und Verlässlichkeit. Ich danke auch den bisher nicht namentlich genannten Mitarbeitern Doreen Fort, Thomas Friedrich in der IT-Abteilung, Jeannine Rühle und Barbara Roth in der Mitgliederverwaltung und Manuela Kiewert in der Buchhaltung für ihr Engagement. Wir haben Spaß an unserer Arbeit und den gemeinsamen Erfolgen und danken Vorstand und Präsidium des BDC für sein Vertrauen.

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Autor des Artikels

Dr. med. Jörg Ulrich Ansorg

GeschäftsführerBerufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) e. V.ehem. BDC-GeschäftsführerStraße des 17. Juni 106–10810623Berlin kontaktieren

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