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Der BDC hat sich im Jahr 2007 für die chirurgische Weiterbildung in Deutschland stark gemacht. Neben der erneuten Assistentenumfrage zur Qualität der chirurgischen Weiterbildung wurden die Ergebnisse der ersten Umfrage aus dem Jahr 2005 in konkrete Projekte umgesetzt. Die vom BDC entwickelten Logbücher sind bereits über 2.500- mal in Deutschland im Einsatz. Zum Jahresende konnte endlich auch eine elektronische Version zur Dokumentation der operativen Eingriffe fertig gestellt und angeboten werden. Der BDC hat weiterhin das Mentoringprojekt zu Patenschaften in der Chirurgie ins Leben gerufen und hofft auf rege Teilnahme erfahrener Kollegen und junger Chirurgen. (Das Angebot ist über BDC|Online jederzeit nutzbar.)

Für das Jahr 2008 haben wir uns vorgenommen, intensiv mit der Erstellung von Weiterbildungscurricula fortzufahren und interessierten Weiterbildern Empfehlungen an die Hand geben zu können. Hierbei denken wir auch an die Neuauflage und Weiterentwicklung der „Train the Trainer“-Seminare. Weiterhin wird sich der BDC nachhaltig um die Nachwuchsförderung kümmern. Eine Kampagne und Informationsveranstaltungen in deutschen Universitäten sollen das Interesse für den Beruf des Chirurgen wecken. Hierfür bitten wir um Unterstützung unserer Mitglieder an den Universitäten und Lehrkrankenhäusern. Auch 2007 fand ein gemeinsames Symposium mit Vertretern der Politik, der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Krankenhausgesellschaft) DKG und Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sowie allen operativen Fachgesellschaften und Berufsverbänden zum Thema „Chirurgische Weiterbildung und Arbeitszeitgesetz – Lösbares Problem oder unlösbarer Konflikt“ statt?

Ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Problematik mit der Möglichkeit zum Lösungsansatz. Das Seminarangebot der Akademie für Chirurgische Weiterbildung und praktische Fortbildung des BDC wurde im Jahre 2007 nochmals deutlich erweitert. Insbesondere wurden weitere Standorte für Basischirurgieseminare und für Seminare zum neuen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie gewonnen. Ich möchte an dieser Stelle allen Seminarleitern und Referenten, die ehrenamtlich und zusätzlich zu ihren vielfältigen Aufgaben in der Klinik, diese Seminare organisieren und mit Leben füllen, sehr herzlich danken. Dank gebührt auch dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 2006/2007, Herrn Prof. Steinau. Auf seine Initiative hin konnten auf dem diesjährigen Chirurgenkongress 13 gemeinsame Sitzungen von BDC und DGCH organisiert werden.

Damit wurde den mehr als 5000 Teilnehmern eindrucksvoll das gemeinsame Wirken von Berufsverband und Fachgesellschaft vorgestellt. Die neue Gemeinsamkeit von BDC und DGCH zeigt sich auch in den Anstrengungen des vergangenen Jahres, eine gemeinsame Akademie ins Leben zu rufen. In einem ersten Schritt werden in den kommenden beiden Jahren die Basischirurgieseminare des BDC gemeinsam mit der DGCH und den chirurgischen Fachgesellschaften angeboten und weiterentwickelt. Auch der 21. Chirurgentag im Oktober, zum zweiten Mal im schönen Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin, war ein großer Erfolg. Mehr als 500 Gäste fanden den Weg in das Langenbeck-Virchow-Haus und erlebten einen angenehmen und intensiven Fortbildungskongress. Unserem Akademieleiter, Herrn Prof. Jähne, danke ich für das ausgezeichnete Programm sowie den Mitarbeitern der BDC-Geschäftsstelle für die perfekte Organisation des Kongresses. Die „Special Lecture“ von Wolf Lotter auf dem Chirurgentag finden Sie in dieser Ausgabe. Die Aktivitäten der BDC-Akademie sind nicht auf junge Chirurgen oder Kollegen im Krankenhaus beschränkt. Insbesondere für niedergelassene Kollegen wurden im vergangenen Jahr neue Seminarangebote entwickelt. So finden noch im Dezember Seminare zum EBM 2008 statt, ab Januar 2008 bieten wir neu entwickelte Seminare zur Praxisgründung, Praxisoptimierung und Praxisverkauf an.

Auch die bereits im Jahre 2005 erfolgreich veranstalteten QEP-Seminare werden ab 2008 in neuem Format angeboten. Die Position der niedergelassenen Chirurgen wurde sowohl in den BDC-Landesverbänden als auch im BDC-Präsidium deutlich gestärkt. In fast allen Landesverbänden ist ein Regionalleiter für niedergelassene Chirurgen gewählt worden. Aus deren Reihen wurde im Juli 2007 Herr Kollege Kalbe als neuer kommissarischer Referatsleiter für niedergelassene Chirurgen in das Präsidium des BDC gewählt. Wir freuen uns auf die intensive Zusammenarbeit mit unseren niedergelassenen Kollegen und Herrn Kalbe und hoffen, dass die starke Position im BDC zu positiven Ergebnissen beitragen wird. 2007 wurden auch entscheidende Schritte zum gemeinsamen Handeln aller chirurgischen Fächer getan. So konnten wir erstmals die Vertreter der Berufsverbände der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und der Neurochirurgen als Referatsleiter gewinnen und damit als Vertreter in unserem Präsidium begrüßen.

Damit findet die Diskussion um die Umsetzung und Weiterentwicklung der Weiterbildung auf noch breiterer Basis statt. Nach den nicht geringen Irritationen im Jahr 2007 mit dem damaligen BVO, jetzigem BVOU hat sich 2007 eine deutliche Verbesserung der Zusammenarbeit ergeben. In mehreren Gremien bemühen wir uns, die Belange aller Chirurgen gemeinsam mit konsentierten Argumenten durchzusetzen. Natürlich hat auch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz die Arbeit des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen 2007 bestimmt, obwohl die endgültige Umsetzung erst Mitte nächsten Jahres erfolgt. Wichtigste Argumente der kommenden Jahre wird es sein, eine strukturierte Weiter- und Fortbildung schrittweise gemeinsam mit den Fachgesellschaften und Berufsverbänden zu entwickeln und umzusetzen. Eben so wichtig ist es, das Berufsbild des Chirurgen als Arzt zu bewahren und nicht zum Gesundheitsingenieur zu werden. Dafür brauchen wir die Unterstützung jedes Mitglieds des BDC. Ich wünsche allen Mitgliedern und ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr. Auf ein Neues in 2008

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