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Die Abrechnung von Leistungen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung wird ab Januar 2016 durch die Praxisverwaltungssysteme unterstützt. Die Softwarehersteller sind verpflichtet, entsprechende Vorgaben in ihren Produkten umzusetzen.

Darauf hat sich die KBV mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem GKV-Spitzenverband verständigt. Die Abrechnungsvereinbarung für die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) wurde entsprechend angepasst.

Software wird zertifiziert

Mit der aktualisierten Abrechnungsvereinbarung für die ASV kann die KBV den Herstellern von Praxisverwaltungssystemen (PVS) nunmehr verbindlich vorgeben, welche Regelungen zur Unterstützung der Abrechnung von ASV-Leistungen in die Software implementiert werden müssen. Sie hat ebenfalls die Möglichkeit, die korrekte Umsetzung zu prüfen. Denn die Firmen sind nicht nur verpflichtet, die Vorgaben umzusetzen, sondern ihre Produkte auch regelmäßig zertifizieren zu lassen.

Über die Verpflichtung der ASV-Abrechnungsunterstützung zum Januar 2016 wurden die PVS-Hersteller Ende September in Kenntnis gesetzt. Weitere Informationen zur Umsetzung erhalten sie bis Ende der Woche von der KBV.

Umsetzung mit PVS-Update zum ersten Quartal 2016

Mit dem PVS-Update zum ersten Quartal 2016 sollen die Vorgaben zur ASV von den Herstellern umgesetzt und an ihre Kunden ausgeliefert werden. Die PVS-Hersteller müssen allen Vertragsärzten dann die Möglichkeit der Leistungskennzeichnung mit der ASV-Teamnummer anbieten. Dies gilt auch für die Formularbedruckung.

ASV: Interdisziplinär in Praxen und Kliniken

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) ist ein neuer Versorgungsbereich für Patienten, die an einer bestimmten schweren oder seltenen Erkrankung leiden. Interdisziplinäre Teams aus Praxis- und Klinikärzten übernehmen die ambulante hochspezialisierte Behandlung.

Wie der neue Versorgungsbereich funktioniert, regelt die ASV-Richtlinie des G-BA. In den Anlagen werden die allgemeinen Regeln für jede ASV-Indikation konkretisiert. Gestartet war die ASV im April 2014 mit einem Behandlungsangebot zur Tuberkulose. Im Juli 2014 folgte die Anlage zu gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle.

Weiterführende Informationen
Themenseite ASV
KBV-Anbietermeeting (Stand: 30.09.2015)

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin, http://www.kbv.de

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