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Patientensicherheit

Eine neue empirische Studie belegt: Die allermeisten Krankenhäuser wissen, dass es Handlungsempfehlungen zur Patientensicherheit gibt und die mit Abstand wichtigste externe Quelle hierfür ist in Deutschland das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS). Geschätzt werden vor allem die Praxisrelevanz, gute Umsetzbarkeit und fachliche Fundierung der APS-Empfehlungen. Verbesserungspotential besteht vor allem darin, die Krankenhäuser schnell und zielgerichtet über neue Handlungsempfehlungen zu informieren und Praxisbeispiele zur Umsetzung zu veröffentlichen. Und es gibt noch viele Themen, zu denen neue Empfehlungen erarbeitet werden sollten.

„Von der Praxis für die Praxis war von Anfang an das Motto des APS. Das zahlt sich aus“, ist Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS, überzeugt. „Da die Handlungsempfehlungen in unseren Arbeitsgruppen immer interdisziplinär von ausgewiesenen Fachexperten und Praktikern aus der Versorgung entwickelt wer-den, ist garantiert, dass wir die Umsetzung im Blick haben. Nur Handlungsempfehlungen, die vor Ort gelebt werden, nützen auch den Patienten.“

„Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften bei der Verbreitung, aber natürlich auch bei der Erarbeitung der Handlungsempfehlungen“, zieht Dr. Ruth Hecker, stellvertretende Vorsitzende des APS, als Fazit aus der Befragung. „Insgesamt zeigt sich, dass gerade die breite Basis und die gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren und auch den Patientenorganisationen die beste Grundlage für die Arbeit an der Verbesserung der Patientensicherheit ist. Darauf können wir für die Zukunft weiter aufbauen.“

„Viele Krankenhäuser wünschen sich Praxisberichte aus der Umsetzung der Handlungsempfehlungen und insgesamt mehr fachlichen Austausch zu praktischen Erfahrungen mit den Inhalten der Broschüren“, resümiert Hardy Müller, Generalsekretär des APS die Studienergebnisse. „Genau das bieten wir auf unserer Jahrestagung ganz direkt und im persönlichen Kontakt. Deshalb kann ich nur alle herzlich zu unserer diesjährigen Veranstaltung zum Thema „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“ am 9. und 10. Mai einladen. Direkter kann man Fragen nicht stellen, schneller keine Antworten erhalten.“

Im Rahmen der mit Unterstützung des APS durchgeführten Studie waren im September und Oktober 2018 insgesamt 769 Krankenhäuser und Klinikverbünde be-fragt worden. Bei einer Rücklaufquote von etwas über 26 % gaben knapp 90 % der Krankenhäuser an, externe Handlungsempfehlungen zu kennen, mehr als 80 % kannten die Produkte des APS. Andere Informationsquellen (am häufigsten genannt wurden allgemeine Internetrecherche (60 %), Fachverbände (57 %) und WHO (53 %)) blieben deutlich zurück. Auf einer Skala von 1 (geringster) bis 10 (höchster) wurde der Umsetzungsgrad nahezu aller APS-Handlungsempfehlungen im Median über 5, bei drei Handlungsempfehlungen sogar mit 10 bewertet. Dar-über hinaus wurden insgesamt 33 Anregungen für weitere Themen gegeben.

Volltext der Studie

Quelle: Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), Am Zirkus 2, 10117 Berlin, www.aps-ev.de, 30.04.2019

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